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Siemens gewinnt Trigos für Ausbildung von Gehörlosen

19.05.2006


Elektronik-Lehrausbildung von gehörlosen Jugendlichen und Erwachsene n



Siemens Österreich hat den diesjährigen Trigos Preis in der Kategorie Arbeitsplatz Markt groß für die Ausbildung von gehörlosen Jugendlichen und Erwachsenen erhalten. Der Preis wurde gestern im Rahmen einer feierlichen Gala an Siemens übergeben.

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Trigos ist eine Auszeichnung für Unternehmen, die sich den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts stellen und ihre gesellschaftliche Verantwortung in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht leben. So wie Siemens Österreich, das bereits seit zehn Jahren erfolgreich mit gehörlosen Jugendlichen arbeitet. Derzeit absolvieren zwölf gehörlose Jugendliche ihre Lehrzeit von dreieinhalb Jahren bei Siemens, gemeinsam mit vierzig anderen Elektronik-Lehrlingen ohne Behinderung. Abgesehen von zielgruppenorientierten Spezialkursen, wie Logopädie zur Verbesserung der Kommunikationsmöglichkeiten, erfolgt die Ausbildung der Jugendlichen bei Siemens und in der Berufsschule völlig synchron. Auch an Veranstaltungen wie Lehrlingsseminaren, Wintersportwochen und Abschlussseminaren nehmen alle Lehrlinge gemeinsam teil. "Wir schätzen die Arbeit mit den gehörlosen Lehrlingen sehr und haben dabei auch schon vieles gelernt. Der Trigos Preis ist eine Anerkennung für eine Initiative, die ich auch anderen Unternehmen wärmstens empfehlen kann", erklärt Mag. Gerhard Hirczi, Leiter Siemens Human Resources.

Berufsausbildung für schwerhörige Erwachsene

Auf Basis der Erfolge mit gehörlosen Jugendlichen wurde außerdem das Projekt "Intensivberufsausbildung für arbeitssuchende schwerhörige Erwachsene - IBAB 2004" ins Leben zu rufen. Über Informationsveranstaltungen, Orientierungsseminare, Vorbereitungsseminare und einem anschließendem Auswahlverfahren hat Siemens jene elf TeilnehmerInnen bestimmt, die zwischen Juli 2004 und Juni 2006 eine Ausbildung in den Lehrberufen IT-Elektronik und Bürokaufmann/-frau erhalten. Die Ausbildung schließt mit der staatlichen Lehrabschlussprüfung ab. Beide Ausbildungen werden in Kooperation zwischen dem Bundessozialamt Landesstelle Wien, dem Arbeitsmarktservice und der Siemens AG Österreich durchgeführt.

IntegrationsdolmetscherInnen und Kommunikationstrainings

Um Verständnisschwierigkeiten zu vermeiden, stehen bei Siemens vier IntegrationsdolmetscherInnen zur Verfügung, die in den Lehrwerkstätten der Berufsschulen und am Arbeitsplatz mit Rat und Tat zur Seite stehen. Für technische Spezialausdrücke, die im Repertoire der Gebärdensprache nicht enthalten waren, wurden eigene Gebärden entwickelt, die sich mittlerweile als Standard durchgesetzt haben. Supervisionen mit Psychologinnen und Kommunikationstrainings sollten im zweiten Projekt helfen, stressbedingte Konflikte im Vorfeld abzubauen. Zusätzlich wurde vor Beginn der Ausbildung mit allen Beteiligten ein Spezialseminar abgehalten, in dem die Schwierigkeiten hörbehinderter Menschen bei der Wissensvermittlung erklärt und von jedem "erlebt" wurden.

Bestmögliche Ausbildungsbedingungen

Mit dem Ziel die Ausbildungsbedingungen für die TeilnehmerInnen bestmöglich zu gestalten, wurde in Zusammenarbeit mit Vereinen für Menschen mit Hörbehinderung und der Technikassistenz für gehörlose/schwerhörige Menschen die Hörhilfen der TeilnehmerInnen auf ihre Tauglichkeit hin überprüft und optimiert. Auch der Schulungsraum wurde hinsichtlich Sitzanordnung, Grundgeräuschpegel, Geräteausstattung und Beleuchtung den Erfordernissen angepasst.

Gabriela Mair | Siemens AG Österreich
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

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