Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Förderung für Neurowissenschaften

12.05.2006


1,7 Millionen Euro EU-Förderung für Nachwuchswissenschaftler



Das Zentrum für systemische Neurowissenschaften (ZSN) hat von der Europäischen Union (EU) eine Förderung von rund 1,7 Millionen Euro erhalten. Die Förderung stammt aus dem Marie Curie Early Stage Research Training Programm und ist für die Finanzierung von zehn Promotionsstipendien über vier Jahre vorgesehen.



Das Zentrum für systemische Neurowissenschaften nimmt diese Förderung und die positive Evaluation durch die Wissenschaftliche Kommission des Landes Niedersachsen am Jahresanfang, über die bereits berichtet wurde, zum Anlass einer Feier. Dazu laden wir Sie sehr herzlich ein:

Die Feier findet statt am Freitag, 12. Mai 2006,
von 16:00 bis 18:00 Uhr
im Hörsaal des Instituts für Pathologie
der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover am Bünteweg 2

Die Finanzierung des Marie Curie Early Stage Research Training Programm richtet sich ausschließlich an nicht-deutsche Nachwuchswissenschaftler. Es dient der Förderung der Mobilität der Studierenden innerhalb Europas und weltweit. Dabei sollen 70% der Stipendiaten aus der EU und 30% aus einem Land außerhalb der EU stammen. Die Stipendiaten erwerben in dem dreijährigen PhD-Studiengang des ZSN den international anerkannten Doctor of Philosophy (PhD). Ingesamt haben sich 857 Einrichtungen um die EU-Förderung beworben. Davon wurden 318 als exzellent eingestuft und eingeladen, einen erweiterten Antrag zu stellen. 109 wurden endgültig bewilligt.

Um die zehn Stipendien am ZSN haben sich rund 130 junge Wissenschaftler beworben. Die Auswahlgespräche laufen bereits. Um den Aufwand in Grenzen zu halten, werden von den Bewerbern alternativ zum Vorstellungsgespräch auch Bewerbungsvideos anerkannt. Die Fragen wurden Ihnen vorher zugeschickt. Studienbeginn ist der 1. Oktober 2006, das PhD-Studium dauert drei Jahre.

Presseinformation "Internationale Förderung für Neurowissenschaften" vom 11. Mai 2006

Prof. Dr. Wolfgang Baumgärtner, Leiter der Studienkommission des ZSN, freut sich über den erfolgreichen Antrag: "In Anbetracht der hohen Bewerberzahl und der sehr umfangreichen und detaillierten Antragsvoraussetzungen ist die Antragsstellung als Herausforderung und die positive Beurteilung als besondere Genugtuung anzusehen." Prof. Dr. Wolfgang Löscher, Sprecher des ZSN, ergänzt: "Für das ZSN ist die Förderung durch die EU von großer Bedeutung. Es unterstreicht die europaweite und internationale Anerkennung der bisher geleisteten Arbeit. Damit ist ein in der internationalen Forschungsgemeinschaft, und besonders auf dem Gebiet der Neurowissenschaften, besonderes Prestige verbunden."

Während des PhD-Studium forschen die Stipendiaten auf folgenden Gebieten:

o Neuroakustik und Emotion: von den physiologischen Grundlagen zu komplexen Hirnleistungen und ihre Störungen

o Charakterisierung genetisch induzierter Hirnveränderungen bei Tiermodellen: Anatomie, Physiologie und Verhalten

o Wiederherstellung neuronaler Funktionen bei Bewegungsstörungen

Das ZSN wurde im Herbst 2002 gegründet, es beteiligen sich daran Institute und Kliniken der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sowie der Universität Hannover und der Hochschule für Musik und Theater Hannover (HMTH).

Die Gründung des Zentrums erfolgte auf Empfehlung einer Strukturkommission, die von der Wissenschaftlichen Kommission des Landes Niedersachsen im Rahmen einer Evaluation der Faches Biologie in Hannover eingesetzt wurde. Der Studiengang Biologie wird in Hannover gemeinsam von der Universität Hannover, der MHH und der TiHo durchgeführt. Durch die Vertiefung der Kooperation in den Neurowissenschaften wird das Profil der Biologie in Hannover neu definiert und Schwerpunkte werden neu gesetzt.

Sonja von Brethorst | idw
Weitere Informationen:
http://www.tiho-hannover.de/

Weitere Berichte zu: Biologie Neurowissenschaft Stipendium ZSN

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Forschungspreis „Transformative Wissenschaft 2018“ ausgelobt
16.02.2018 | Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

nachricht Preis der DPG für superpräzisen 3-D-Laserdruck aus Karlsruhe
14.02.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Im Focus: Demonstration of a single molecule piezoelectric effect

Breakthrough provides a new concept of the design of molecular motors, sensors and electricity generators at nanoscale

Researchers from the Institute of Organic Chemistry and Biochemistry of the CAS (IOCB Prague), Institute of Physics of the CAS (IP CAS) and Palacký University...

Im Focus: Das VLT der ESO arbeitet erstmals wie ein 16-Meter-Teleskop

Erstes Licht für das ESPRESSO-Instrument mit allen vier Hauptteleskopen

Das ESPRESSO-Instrument am Very Large Telescope der ESO in Chile hat zum ersten Mal das kombinierte Licht aller vier 8,2-Meter-Hauptteleskope nutzbar gemacht....

Im Focus: Neuer Quantenspeicher behält Information über Stunden

Information in einem Quantensystem abzuspeichern ist schwer, sie geht meist rasch verloren. An der TU Wien erzielte man nun ultralange Speicherzeiten mit winzigen Diamanten.

Mit Quantenteilchen kann man Information speichern und manipulieren – das ist die Basis für viele vielversprechende Technologien, vom hochsensiblen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Auf der grünen Welle in die Zukunft des Mobilfunks

16.02.2018 | Veranstaltungen

Smart City: Interdisziplinäre Konferenz zu Solarenergie und Architektur

15.02.2018 | Veranstaltungen

Forschung für fruchtbare Böden / BonaRes-Konferenz 2018 versammelt internationale Bodenforscher

15.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

17.02.2018 | Energie und Elektrotechnik

Stammbaum der Tagfalter erstmalig umfassend neu aufgestellt

16.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Strategien zur Behandlung chronischer Nierenleiden kommen aus der Tierwelt

16.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics