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BMWi startet die ersten 700 Innovationsprojekte der High-Tech Strategie Deutschland

13.04.2006


Bereits drei Monate vor dem offiziellen Inkrafttreten des Bundeshaushalts 2006 konnten heute die ersten 700 mittelständisch geprägten Innovationsprojekte der High-Tech Strategie Deutschland bewilligt werden. Der 2006’er Haushalt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie beendet damit die Unsicherheiten im Bereich der Innovationsförderung.



In der aktuellen Finanzplanung von 2006 bis 2009 steigen die im BMWi veranschlagten Mittel für Forschung und Entwicklung (FuE) jährlich um 6,5 Prozent. Allein für 2006 gibt es für das BMWi einen Anstieg um 150 Mio. Euro. Dieser massive Mittelaufwuchs stellt für das Wirtschaftsministerium den größten innovationspolitischen Aufbruch der letzten 30 Jahre dar.



Kernstück des Haushalts sind die Programme zur Förderung der innovativen Kräfte im Mittelstand. Denn den tausenden von innovativen kleinen und mittleren Unternehmen kommt die Schlüsselrolle für die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen in Deutschland zu. Die jetzt gestarteten Innovationsprojekte beziehen dabei mittelständische Unternehmen aus nahezu allen Sektoren und Regionen Deutschlands ein. Beispiele sind hier die Förderung von medizintechnischer Forschung in den neuen Ländern, die Förderung eines innovativen Forschungs-Netzwerks zur verbesserten bauphysikalischen Einsatzfähigkeit des Rohstoffs Holz oder auch die Förderung der Forschungskooperation zwischen einem mittelständischen Unternehmen aus Bayern mit einer Universität aus den neuen Bundesländern zur Erforschung einer neuen Schweißtechnologie für den Automobilbau.

Aber auch die technologiespezifische Förderung von innovativen Leuchtturmprojekten im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien, der Luft- und Raumfahrt, der Meeres- und Schifffahrtstechnik und der Energieforschung wird in der aktuellen Finanzplanung 2006 bis 2009 massiv aufgestockt. So wird im Bereich Multimedia das Leuchtturmprojekt "Intelligente Logistiknetze" gestartet. Zukünftig sollen Produkte mit ihrer Umwelt kommunizieren. So können sich beispielsweise Kühlschränke selbstständig wieder auffüllen oder gefährliche Produkte Alarm schlagen, wenn sie nebeneinander gelagert werden. Im Energiebereich wird jetzt die Entwicklung von hocheffizienten konventionellen Kraftwerken mit dem Ziel der "Null-Emission" vorangetrieben.

Durch den Freischaltungsbeschluss vom 6. April 2006 hat der Haushaltsausschuss jetzt sichergestellt, dass die großen Steigerungsraten für FuE bereits im Jahr 2006 umgesetzt werden können, obwohl der Haushalt erst im Juli 2006 formell in Kraft treten wird. Für die vielen innovative Unternehmen und Unternehmensgründer ist der Weg jetzt frei, die notwendigen Investitionen in die Zukunft zu finanzieren. Durch die schnelle Mittelfreigabe werden insbesondere kleinere Unternehmen gestärkt, da diese oftmals eine geringere Eigenkapitaldecke aufweisen als große Konzerne und aufwendige Forschungsprojekte nicht auf eigenes Risiko starten können.

Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos: "Für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands ist es wichtig, dass die Bundesregierung neben der notwendigen Konsolidierung der Staatsfinanzen auch die Stärkung unserer Innovationsfähigkeit im Blick hat. Nur mit einer verlässlichen Förderperspektive können die staatlichen Impulse durch privatwirtschaftliche Investitionen verstärkt werden und zu neuen Arbeitsplätzen am Standort Deutschland führen."

| BMWi-Tagesnachrichten
Weitere Informationen:
http://www.bmwi.de

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