Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutscher Afrika-Preis 2006 geht an den Anti-AIDS-Kaempfer Segolame Ramotlhwa (Botsuana)

10.04.2006


Der Deutsche Afrika-Preis 2006 geht an den botsuanischen Pharmakologen Segolame Lekoko Ramotlhwa. Er ist Leiter des staatlichen HIV/AIDS-Therapieprogramms Botswana Masa National Anti Retroviral Therapy (ART), das in Kooperation mit der von der Bill and Melinda Gates Foundation und dem amerikanischen Pharmaunternehmen Merck Inc. finanzierten African Comprehensive HIV/AIDS Partnership (ACHAP) durchgefuehrt wird.

... mehr zu:
»VFA

"Gerade anlaesslich der aktuellen Botsuana-Reise von Bundespraesident Horst Koehler freuen wir uns sehr, dass wir mit Segolame Ramotlhwa einen herausragenden und Mut machenden botsuanischen Kaempfer gegen die verheerende Immunschwaeche, die die Entwicklung Afrikas nachhaltig beeinflusst, auszeichnen koennen. Seine Arbeit zeigt, dass der Kampf gegen HIV/AIDS in Afrika nicht verloren ist", so der Vorsitzende der Deutschen Afrika Stiftung e.V., Prof. Dr. Karl-Heinz Hornhues.

Seit 1993 verleiht die Deutsche Afrika-Stiftung e.V. den Deutschen Afrika-Preis an Persoenlichkeiten, die sich um die Foerderung von Demokratie, Frieden und Menschenrechten in Afrika verdient machen. Die Auswahl des Preistraegers erfolgte durch eine unabhaengige Jury unter Vorsitz des ehemaligen Parlamentarischen Staatssekretaers Dr. Volkmar Koehler. Der Deutsche-Afrika-Preis wird in diesem Jahr co-praesentiert vom Verband der forschenden Arzneimittelhersteller e.V. (VFA).


"Die Auszeichnung fuer Segolame Ramotlhawa ist auch eine Anerkennung fuer ein umfassendes und aeusserst erfolgreiches Programm zur Bekaempfung von HIV/Aids", so Dr. Dr. Andreas Barner, Vorsitzender des Vorstands des VFA. Nicht nur der Preistraeger werde geehrt, "sondern es wird eine Initiative ausgezeichnet, die beispielhaft die gesamte botswanische Gesellschaft im Kampf gegen die Pandemie aktiviert hat". Das Projekt von Segolame Ramotlhawa habe Vorbildcharakter fuer das gesamte suedliche Afrika, da es nicht nur auf die reine medizinische Versorgung ziele, sondern auch auf die Verbesserung der gesamten Infrastruktur. "Dies ist ein Projekt, bei dem alle Beteiligten - von der Regierung ueber Hilfsorganisationen bis hin zur Industrie an einem Strang ziehen", lobte Barner.

Die Republik Botsuana ist eines der am staerksten von der HIV/AIDS-Pandemie betroffenen Laender der Welt. Etwa 38 Prozent der erwachsenen Bevoelkerung ist mit HIV infiziert. Dem ART-Programm sowie der Arbeit und dem grossen persoenlichen Einsatz des 49-jaehrigen Segolame Ramothlwa ist es zu verdanken, dass mittlerweile mehr als 50 Prozent jener Menschen in Botsuana, die aufgrund klinischer Kriterien antiretrovirale Medikamente benoetigen, auch entsprechend behandelt werden - kostenlos. Damit ist das botsuanische Therapieprogramm das erfolgreichste nationale Therapieprogramm auf dem afrikanischen Kontinent, der wie kein anderer von der HIV/AIDS-Pandemie betroffen ist.

Der Deutsche Afrika-Preis 2006 wird am 25. Oktober 2006 von Bundesaussenminister Dr. Frank Walter Steinmeier in einem Festakt verliehen.

Pressekontakt Afrika-Stiftung: Dag Zimen redaktion@afrika-post.de Deutsche Afrika Stiftung e.V. Tel.: 030/28038336 Fax: 030/28038337

Die Deutsche Afrika Stiftung e.V. ist eine gemeinnuetzige Vereinigung, die eine Annaeherung zwischen Afrika und Deutschland ermoeglichen will. Sie hat sich zur Aufgabe gemacht, die "Beziehungen zwischen den Voelkern Afrikas und Deutschland zu festigen und zu foerdern sowie das Verstaendnis fuer die Probleme der Menschen und Voelker Afrikas zu vertiefen."

Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (VFA) ist der Wirtschaftsverband der forschenden Arzneimittelhersteller in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 39 weltweit fuehrenden Herstellern und ihren ueber 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des VFA repraesentieren rund zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschaeftigen in Deutschland rund 86.000 Mitarbeiter, darunter mehr als 14.500 in Forschung und Entwicklung.

Susan E. Knoll | VFA
Weitere Informationen:
http://www.vfa.de/onlinepk

Weitere Berichte zu: VFA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen
06.12.2016 | Technische Universität Clausthal

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops