Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DFG fördert MATHEON weitere 4 Jahre

07.04.2006


Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat heute beschlossen, das Forschungsprojekt MATHEON, Mathematik für Schlüsseltechnologien in Anerkennung der hohen wissenschaftlichen Exzellenz des Berliner Forschungszentrums für weitere vier Jahre zu fördern.



Große Freude am DFG-Forschungszentrum MATHEON, Mathematik für Schlüsseltechnologien. Am heutigen Freitag kam per E-Mail die Nachricht aus Bonn, dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Berliner Einrichtung für weitere vier Jahre fördert. Der positiven Entscheidung liegen, so Dr. Peter Heil, Programmdirektor der DFG, "die Leistungen aller am DFG-Forschungszentrum Beteiligten zugrunde, die den Hauptausschuss beindruckten".



Das MATHEON ist als ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern aus den drei Berliner Hochschulen Technische Universität, Freie Universität und Humboldt Universität sowie dem Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin (ZIB) und dem Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik (WIAS) eine in dieser Form einzigartige Einrichtung in Deutschland. Das MATHEON entwickelt Mathematik zur Optimierung von Schlüsseltechnologien und forciert eine fächerübergreifende Zusammenarbeit zwischen Mathematik und Industrie, Wirtschaft und Gesellschaft.

Im Fokus der MATHEON-Forschung sind derzeit mathematische Methoden, die wichtige Fragestellungen in den Technologiefeldern Lebenswissenschaften, Verkehrs- und Kommunikationsnetze, Produktion, Elektrische Schaltkreise und optische Technologien, Finanzen und Visualisierung aufgreifen. Alle Forschungsaktivitäten des MATHEON zielen auf die praktische Anwendbarkeit der Ergebnisse.

Das Forschungszentrum ist 2002 gegründet worden. Sprecherhochschule ist die Technische Universität Berlin. "Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben exzellente Arbeit geleistet. Beeindruckend ist die Anwendungs- und Industrienähe ihrer Forschungsprojekte und damit verbunden die Höhe der eingeworbenen Drittmittel. Die weitere Förderung des DFG-Forschungszentrums wird auch künftig eine positive Wirkung auf andere Wissenschaftsdisziplinen haben. In den vergangenen vier Jahren ist ein lebendiges Netzwerk entstanden, dass nicht nur deutschlandweit, sondern auch international Beispielcharakter trägt", kommentiert TU-Präsident Prof. Dr. Kurt Kutzler die DFG-Entscheidung.

Derzeit arbeiten im MATHEON fast 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an über 50 Projekten. Viele Projekte werden in enger Kooperation mit industriellen Partnern und Fachkollegen aus anderen wissenschaftlichen Disziplinen durchgeführt. Die hohe wissenschaftliche Exzellenz des Zentrums ist mittlerweile weltweit anerkannt und durch Kooperationsprojekte mit Einrichtungen mathematischer Spitzenforschung auf allen Kontinenten belegt. Die Nachwuchsförderung des MATHEON ist überragend. So ergingen z. B. in den ersten 4 Jahren seiner Existenz rund 30 Rufe auf Professuren an Nachwuchswissenschaftler des MATHEON. Der jetzige Bescheid, dass das Zentrum weitere vier Jahre mit einem Betrag von ca. 5,6 Millionen Euro pro Jahr von der DFG gefördert wird, ist eine große Anerkennung der bisherigen Arbeit am MATHEON. Aus diesen Mitteln finanziert das Forschungszentrum derzeit 6 hochkarätige MATHEON-Professuren, über 70 wissenschaftliche Mitarbeiter und Doktoranden sowie mehr als 20 studentische Hilfskräfte.

Bereits im Januar hatte im Auftrag der DFG ein internationales Wissenschaftlergremium die Arbeit des MATHEON begutachtet und schon damals "mit Nachdruck" die Weiterfinanzierung des Zentrums empfohlen. "Für uns ist das natürlich Ansporn und Auftrag zugleich, noch besser zu werden und den hohen Leistungsstand der Berliner Mathematik weltweit bekannt zu machen", sagte Prof. Martin Grötschel, Sprecher des MATHEON, in einer ersten Stellungnahme.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Prof. Martin Grötschel, Tel.: 030 84185-210, Mobil: 0163 5511095, Email: groetschel@zib.de, an Prof. Christof Schütte, Tel. 030 838 75 353, Mobil: 0160-90566844, Email schuette@math.fu-berlin.de oder an Rudolf Kellermann, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 030 31429274, Mobil: 0171 4923248, Email: kellermann@matheon.de.

Rudolf Kellermann | idw
Weitere Informationen:
http://www.matheon.de/

Weitere Berichte zu: DFG-Forschungszentrum Exzellenz Schlüsseltechnologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Forschungspreis „Transformative Wissenschaft 2018“ ausgelobt
16.02.2018 | Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

nachricht Preis der DPG für superpräzisen 3-D-Laserdruck aus Karlsruhe
14.02.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Im Focus: Demonstration of a single molecule piezoelectric effect

Breakthrough provides a new concept of the design of molecular motors, sensors and electricity generators at nanoscale

Researchers from the Institute of Organic Chemistry and Biochemistry of the CAS (IOCB Prague), Institute of Physics of the CAS (IP CAS) and Palacký University...

Im Focus: Das VLT der ESO arbeitet erstmals wie ein 16-Meter-Teleskop

Erstes Licht für das ESPRESSO-Instrument mit allen vier Hauptteleskopen

Das ESPRESSO-Instrument am Very Large Telescope der ESO in Chile hat zum ersten Mal das kombinierte Licht aller vier 8,2-Meter-Hauptteleskope nutzbar gemacht....

Im Focus: Neuer Quantenspeicher behält Information über Stunden

Information in einem Quantensystem abzuspeichern ist schwer, sie geht meist rasch verloren. An der TU Wien erzielte man nun ultralange Speicherzeiten mit winzigen Diamanten.

Mit Quantenteilchen kann man Information speichern und manipulieren – das ist die Basis für viele vielversprechende Technologien, vom hochsensiblen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Auf der grünen Welle in die Zukunft des Mobilfunks

16.02.2018 | Veranstaltungen

Smart City: Interdisziplinäre Konferenz zu Solarenergie und Architektur

15.02.2018 | Veranstaltungen

Forschung für fruchtbare Böden / BonaRes-Konferenz 2018 versammelt internationale Bodenforscher

15.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

17.02.2018 | Energie und Elektrotechnik

Stammbaum der Tagfalter erstmalig umfassend neu aufgestellt

16.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Strategien zur Behandlung chronischer Nierenleiden kommen aus der Tierwelt

16.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics