Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Namhafte US-Wissenschaftler mit Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis geehrt - Erstmals Nachwuchspreis verliehen

15.03.2006


Der Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, Dr. Klaus Theo Schröder, hat gestern in der Paulskirche in Frankfurt am Main den Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis überreicht. Die US-Wissenschaftler Craig Mello und Andrew Z. Fire erhalten den mit 100.000 Euro dotierten Preis für ihre wegweisenden Forschungen auf dem Gebiet der Genetik.



Staatssekretär Dr. Klaus Theo Schröder: "Es ist mir eine besondere Freude, zwei international renommierte Wissenschaftler für ihre Forschungsleistungen zu ehren. Professor Fire und Professor Mello werden für die Entdeckung der so genannten RNA-Interferenz ausgezeichnet, einer Methode, die es erlaubt, in Organismen schnell, hochwirksam und zielgenau einzelne Gene abzuschalten und so deren Funktion zu verstehen. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Auch wenn der Weg zur therapeutischen Anwendung noch lang ist, ist man überzeugt, dass die RNA-Interferenz ein großes Potenzial für die Behandlung schwerer Krankheiten in sich birgt. Mit Hilfe dieser Methode ist es bereits gelungen, in Kulturen mit menschlichen Zellen die Ausbreitung von Viren, darunter die Erreger von Aids, Kinderlähmung und Hepatitis C zumindest zeitweise zu unterbinden."

... mehr zu:
»Nachwuchspreis


Erstmals wurde in diesem Jahr der Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Nachwuchspreis an eine junge Wissenschaftlerin verliehen. Die 34-jährige Spanierin Dr. Ana Martin-Villalba erhält den Preis für ihre grundlegenden und viel beachteten Beiträge in der Nervenforschung. "Ich begrüße die Einrichtung eines Nachwuchspreises sehr, weil damit die Leistungen einer jungen Wissenschaftlerin bzw. eines jungen Wissenschaftlers an einer deutschen Forschungseinrichtung in besonderer Weise gewürdigt werden", sagte Staatssekretär Dr. Schröder auf der Preisverleihung.

Der Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis

Der Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis wird traditionell an Paul Ehrlichs Geburtstag, dem 14. März, in der Frankfurter Paulskirche verliehen. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert und wird mit 42.500 Euro vom Bundesministerium für Gesundheit bezuschusst. Ausgezeichnet werden in- und ausländische Wissenschaftler, die auf den von Paul Ehrlich und seinem wissenschaftlichen Weggefährten Ludwig Darmstaedter beforschten Gebieten, insbesondere der experimentellen und Chemotherapie, Blutforschung, klinischen Bakteriologie, Immunitätslehre und Krebsforschung, hervorragende Leistungen vollbracht haben. Ausgewählt werden die Preisträger durch den Stiftungsrat der Paul-Ehrlich-Stiftung, einer von der Witwe Paul Ehrlichs gegründeten Stiftung.

Der in diesem Jahr erstmals vergebene Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Nachwuchspreis wird für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der biomedizinischen Forschung an Wissenschaftler verliehen, die das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Das von der Stiftung finanzierte Preisgeld von 60.000 Euro muss forschungsbezogen verwendet werden.

Weitere Informationen:
Website von Prof. Dr. Andrew Fire, Departments of Pathology and Genetics, Stanford University School of Medicine-Instituts:
http://genome-www.stanford.edu/group/fire

Website von Prof. Dr. Craig Mello, Howard Hughes Medical Institute, University of Massachusetts:
http://www.hhmi.org/research/investigators/mello.html

Pressemitteilung der Goethe-Universität Frankfurt zur Verleihung des Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preises:
http://www.muk.uni-frankfurt.de/pm/pm2005/0905/157-pe/

| BMG-News
Weitere Informationen:
http://genome-www.stanford.edu/group/fire
http://www.hhmi.org/research/investigators/mello.html
http://www.muk.uni-frankfurt.de/pm/pm2005/0905/157-pe/

Weitere Berichte zu: Nachwuchspreis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

nachricht CRTD erhält 1.56 Millionen Euro BMBF-Förderung für Forschung zu degenerativen Netzhauterkrankungen
24.05.2017 | DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien TU Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten