Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Nachwuchsförderung

06.03.2006


Neuer Förderrekord bei niedersächsisch-israelischen Forschungskooperationen



Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann hat am (heutigen) Montag anlässlich einer Informationsreise nach Israel die besondere Bedeutung der niedersächsisch-israelischen Forschungskooperationen unterstrichen. "Die Wissenschaftsbeziehungen zu Israel haben für uns eine besondere Qualität und Bedeutung. 2005 hatten wir zudem so herausragende Anträge vorliegen, dass wir mit mehr als drei Millionen Euro einen neuen und sehr erfreulichen Förderrekord aufgestellt haben", so Stratmann. Der Wissenschaftsminister und eine Delegation von Hochschulvertretern informieren sich zur Zeit vor Ort über die Forschungskooperationen der beiden Länder.



Die Fördersumme der bereits seit 1977 andauernden Forschungskooperationen zwischen Niedersachsen und Israel wurde 2005 im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Ein niedersächsisch-israelisches Projekt wird nun mit maximal 225.000 Euro für drei Jahre finanziert. "Die Verlängerung der Projektdauer auf drei Jahre ist gerade für den wissenschaftlichen Nachwuchs interessant und die verstärkte Nachfrage zeigt, dass die Weiterentwicklung der Forschungsförderung zwischen Niedersachsen und Israel stimmt. Wir werden diesen Teil der Forschungskooperation, der besonders Doktoranden anspricht, weiterhin besonders pflegen", erklärt Wissenschaftsminister Stratmann.

Die Forschungsthemen betreffen die ganze Palette wissenschaftlicher Forschung von den Geistes- bis zu den Ingenieurwissenschaften. Ein Schwerpunkt liegt auf den Biowissenschaften.

Aus Niedersachsen sind die Universitäten Göttingen, Hannover, Oldenburg, Osnabrück, die Technischen Universitäten Braunschweig und Clausthal, die Medizinische Hochschule Hannover sowie die Tierärztliche Hochschule Hannover an Forschungskooperationen beteiligt. Aus Israel ist seit 1984 neben der Hebräischen Universität Jerusalem auch das Technion in Haifa in die Förderung gemeinsamer Forschungsvorhaben aus niedersächsischen Mitteln mit einbezogen.

"Wir wollen die erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren israelischen Partnern künftig ausbauen und weitere Kooperationen zwischen israelischen und niedersächsischen Hochschulen auf den Weg bringen", sagt Wissenschaftsminister Stratmann. In den Geisteswissenschaften ist beispielsweise das Projekt "Perspectives on Cultural Studies: A Critical History of the Disciplines" - gemeinsam getragen durch die Hebrew University und die Universität Göttingen - neu hinzugekommen.

Insgesamt wurden bis heute über 250 gemeinsame Projekte mit einem Förderumfang von mehr als 23 Millionen Euro, an denen israelische wie niedersächsische Forscher beteiligt waren, als Anschubfinanzierung gefördert. Sie soll den Forschungspartner die Türen bei anderen Förderern wie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) oder der Europäischen Union erleichtern. Im Durchschnitt stehen jährlich etwa eine Millionen Euro für das Kooperationsprogramm zur Verfügung.

Thomas Philipp Reiter | idw
Weitere Informationen:
http://www.mwk.niedersachsen.de

Weitere Berichte zu: Forschungskooperation Nachwuchsförderung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet
02.12.2016 | Universität zu Lübeck

nachricht Ohne erhöhtes Blutungsrisiko: Schlaganfall innovativ therapieren
02.12.2016 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie