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DBU-Förderung alpiner Berg- und Schutzhütten erklimmt neuen Gipfel

03.03.2006


Stiftung investierte insgesamt fast drei Millionen Euro - DAV-Sektionen Königsberg/Traunstein neu im Programm

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat mit dem heutigen Tag einen neuen Gipfel der Förderung alpiner Berg- und Schutzhütten erklommen! Aus der Hand des Kuratoriumsvorsitzenden Hubert Weinzierl nahmen die Vorsitzenden der Sektionen Königsberg und Traunstein im Deutschen Alpenverein (DAV), Dr. Axel J. Papendieck und Alfhart Amberger, Förderzusagen über insgesamt knapp 250.000 Euro für das Einrichten umweltgerechter Ver- und Entsorgungssysteme in ihren Hütten in Empfang. Damit kletterte die Zahl DBU-geförderter Berg- und Schutzhütten der NaturFreunde Deutschlands, des DAV und von Bergwachten in exponierten Alpenlagen auf 25. Hinzu kommen 13 geförderte Planungsvorphasen und 13 Begleitprojekte wie Leitfäden, Fachseminare, Dokumentationen und Präsentationen. Knapp drei Millionen Euro hat die DBU damit im Rahmen dieses Programms insgesamt bisher zur Verfügung gestellt.

Die Ostpreussenhütte der Sektion Königsberg - 1.630 Meter hoch im Hochkönigmassiv des Salzburger Kalkalpengebietes/Österreich gelegen - wird derzeit über zwei alte Dieselaggregate sowie über zwei kleine Solarmodule mit elektrischer Energie versorgt. Gekocht, gebacken und gekühlt wird mit Flüssiggas. Die Beheizung des Gebäudes sowie die Warmwasseraufbereitung in der Küche erfolgen über drei Holzheizungen. Im Rahmen des Projektes wird die Hütte weitgehend auf erneuerbare Energie umgestellt. Ein Pflanzenöl-Blockheizkraftwerk soll künftig die Grundversorgung sicherstellen. Die Abwärme soll für die Warmwasserversorgung und teilweise die Beheizung der Hütte (schnelle Trockenraumbeheizung) verwendet werden. Zudem soll eine kleine Photovoltaik-Anlage die Stromversorgung der Hütte unterstützen. Parallel erfolgt eine Umstellung auf sparsame elektrische Geräte.

Bei der Traunsteiner Hütte - 1.560 Meter hoch in einem ausgedehnten Hochplateau auf der so genannten Reiteralpe, einem Gebirgsstock im südlichen Berchtesgadener Land, gelegen - werden zurzeit anfallendes Küchenabwasser sowie die fäkalen Abwässer nur mechanisch behandelt und anschließend in den Untergrund versickert. Zukünftig sollen die Küchenabwässer über einen Fettabscheider geführt werden. Die fäkalen Abwässer werden in einer neuen biologischen Kläranlage weitgehend gereinigt. Die anfallenden Fäkal- und Sekundärschlämme sollen die Saison über in der Vorklärung gelagert, nach Saisonende entwässert, nachgetrocknet und dann im Gelände auf einer behördlich festgelegten Fläche ausgebracht werden. Zusätzlich sollen ab 2007 zwei vorhandene alte Dieselgeneratoren durch ein neues Pflanzenöl-Blockheizkraftwerk ersetzt werden.

"Umweltgerechte Konzepte für Berg- und Schutzhütten. Innovative Projekte im Alpenraum" ist der Titel des internationalen Fachseminars heute und morgen im Zentrum für Umwelt und Kultur in Benediktbeuern, bei dem einem breiten Kreis interessierter Bergfreunde besonders pfiffige Ver- und Entsorgungskonzepte für Wasser, Strom und Abwasser präsentiert werden, um sie zum Nachahmen zu ermuntern. Die Hüttenreferenten von Kärlingerhaus, Wimbachgrieshütte, Ingolstädter Haus, Friesenberghaus, Mindelheimer und Rüsselsheimer Hütte sowie der Hütte auf dem Hochjochhospiz präsentierten die technischen Innovationen ihrer Häuser.

Im Themenblock "Wetterlagen in den Alpen" referierte Jörg Kachelmann (meteomedia AG) über "Wetterlagen in den Alpen - Sicherheitsrelevante Aspekte für Bergwanderer und Hüttenwirte". Zum "Klimawandel im Alpenraum" trug Wolfgang Zängl (Ökologische Forschung München) über den "Einfluss des Klimawandels auf den Alpenraum - Das Abschmelzen der Gletscher, Gletscher im Treibhaus" vor.

Franz-Georg Elpers | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de

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