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Zukunftsfonds Berlin fördert Entwicklung verbrauchs- und schadstoffarmer Motoren

03.02.2006


Das Konzept der homogenen Verbrennung (HCCI = Homogeneous Charge Compression Ignition) kombiniert die Vorteile von Dieselmotoren (geringer Verbrauch, Selbstzündung) und Ottomotoren (besseres Schadstoffverhalten). Ausgehend von einem bereits vorhandenen Einzylinder-Konzeptmotor, an dem die grundsätzliche Machbarkeit gezeigt wurde, entwickelt ein Konsortium aus vier Unternehmen und zwei Forschergruppen der Technischen Universität mit Förderung des Zukunftsfonds Berlin den Prototypen eines Vollmotors. Konsortialführer ist die Berliner Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr, IAV GmbH.


Dafür werden Forschungsarbeiten im Bereich des Einspritzsystems, des Ventiltriebs, der Kühlung und Schmierung, der Motorsteuerung und der Gemischbildung durchgeführt. Außerdem werden Sensoren entwickelt, die es ermöglichen, den Motor auf der Basis bisher nur schwer zugänglicher Parameter wie Druck, Temperatur und Gaszusammensetzung zu steuern. Ein weiterer Teil des Projektes besteht in der Charakterisierung und Optimierung von Kraftstoffen. Es wird erwartet, dass die Verwertung des Ergebnisses durch Beratungs- und Entwicklungs-Dienstleistungen sowie durch Auslizenzierungen an die Automobilindustrie Berlin als Standort für Automobil-Technik stärkt. Berlin ist bereits heute ein anerkannt starker Forschungsstandort der Automobil-Technik. Die Automobil-Technik ist darüber hinaus die einzige Industriebranche Berlins, in der seit der Wiedervereinigung netto neue Arbeitsplätze entstanden sind. Kooperationsprojekte wie dieses bringen das Know-how der Wissenschaft und der Wirtschaft zusammen, um die Innovationskraft des Standortes weiter auszubauen.

Die Technologiestiftung ist in diesem Technikgebiet durch die Initiative Forschungs- und An-wendungsverbund Verkehrssystemtechnik (FAV) verstärkt engagiert. Der FAV entwickelt nationale und internationale Forschungs- und Entwicklungsprojekte in der Automobil-Technik, der Bahntechnik und der Verkehrstelematik. Außerdem organisiert der FAV Netzwerke aus Wissenschaft und Wirtschaft, die das vorhandene Können bündeln.


Das Kuratorium der Technologiestiftung hat auf Empfehlung des Technologie- und Innovationsrates des Landes Berlin entschieden, das Projekt mit insgesamt 2,2 Mio. € zu fördern, von denen im Erfolgsfalle ein Teil wieder an den Zukunftsfonds zurückfließt. Die Geförderten investieren Eigenmittel von 1,2 Mio. €.

Verantwortlich, Rückfragen, Interviewanfragen:
TSB Technologiestiftung Innovationszentrum Berlin, Geschäftsstelle des Zukunftsfonds
Dr. Christian Hammel, Fasanenstr. 85, 10623 Berlin, Tel: 030 - 46 30 25 59, Mail: hammel@technologiestiftung-berlin.de

Annette Kleffel | idw

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