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SolNet: Zehn Doktorandenstipendien im Bereich Solarthermie zu vergeben

02.02.2006


Das bisher größte Doktorandennetzwerk zur Solarthermie wird ab Juni 2006 von der Europäischen Union gefördert. Zehn Doktoranden werden an Hochschulen in sieben europäischen Ländern jeweils ein dreijähriges Stipendium erhalten. Aus dem deutschsprachigen Raum sind neben der Universität Kassel, die das Netzwerk koordiniert, auch die Hochschule für Technik in Stuttgart und die TU Graz beteiligt, sowie darüber hinaus noch Hochschulen aus Schweden, Dänemark, der Tschechischen Republik, Italien und Spanien.


Das bisher größte Doktorandennetzwerk zur Solarthermie wird ab Juni 2006 von der Europäischen Union gefördert. Zehn Doktoranden werden an Hochschulen in sieben europäischen Ländern jeweils ein dreijähriges Stipendium erhalten. Aus dem deutschsprachigen Raum sind neben der Universität Kassel, die das Netzwerk koordiniert, auch die Hochschule für Technik in Stuttgart und die TU Graz beteiligt, sowie darüber hinaus noch Hochschulen aus Schweden, Dänemark, der Tschechischen Republik, Italien und Spanien.

Gemeinsames Ziel der Forschungsaktivitäten soll sein, die wissenschaftlichen Grundlagen für kosteneffiziente Solaranlagen für Heiz- und Kühlzwecke mit hohen solaren Deckungsraten zu legen. Dabei werden z.B. Solaranlagen für den nord- und mitteleuropäischen Raum betrachtet, sowie deren Zusammenspiel mit CO2-neutralen Nachheizsystemen wie Pellets- und Holzheizanlagen. Weitere Schwerpunkte werden auf der Untersuchung von Kühlungs- und Entfeuchtungs-anwendungen in Bürogebäuden und in Wohngebäuden für südeuropäische klimatische Bedingungen liegen. Um die Forschungsaktivitäten aufeinander abzustimmen und Ergebnisse zusammenzutragen und zu diskutieren, werden jährliche Zusammenkünfte aller beteiligten Doktoranden, Forschungsgruppenmitglieder und anderer Experten stattfinden.


Begleitend zu den Forschungsarbeiten bieten die beteiligten Hochschulen ein Kursprogramm an, das aus einwöchigen Blockvorlesungen besteht. Die Kurse finden halbjährlich an wechselnden Orten statt, beginnend im Herbst 2006. Inhaltlich decken die Kurse sowohl die Komponenten solarthermischer Anlagen ab, als auch Solarsysteme, Systemintegration und neue Entwicklungen und Anwendungen wie z.B. solarthermische Kühlung und Phasenwechselmaterialien. Neben den ingenieurwissenschaftlichen Themen wird Wert auf die Vermittlung so genannter ’complementary skills’ gelegt. So werden Themen wie Präsentationstechniken, soziale und politische Konsequenzen einer veränderten Energieversorgungsstruktur und Fremdsprachen jeweils in den Lehreinheiten mit behandelt.

Interessierte Nachwuchswissenschaftler können sich auf zweierlei Weise einbringen: Hochschulabgänger können ab Sommer 2006 ein Stipendium an einer Hochschule außerhalb ihres Heimatlandes erhalten und direkt am Netzwerk mitwirken. Antragsberechtigt sind hier Absolventen technischer Studiengänge aus aller Welt, die in den letzten fünf Jahren ihren Hochschulabschluss erlangt haben. Darüber hinaus können Doktoranden, die bereits in der Solarthermie arbeiten, an den Kursen teilnehmen. In beiden Fällen ist eine Bewerbung erforderlich, nähere Informationen unter www.solar.uni-kassel.de/solnet.

Universität Kassel
Fachbereich Maschinenbau
Prof. Dr. Klaus Vajen
tel (0561) 804 3891
e-mail vajen@uni-kassel.de

Prof. Dr. Ulrike Jordan
tel (0561) 804 3876
fax (0561) 804 3993
e-mail jordan@uni-kassel.de

Ingrid Hildebrand | idw

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