Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovationspreis der deutschen Wirtschaft

23.01.2006


EnBW sponsert Innovationspreis für Start-Up Unternehmen und wird als Großunternehmen selbst ausgezeichnet



Erstmals Sanierung als Prozessinnovation anerkannt und ausgezeichnet

... mehr zu:
»Innovationspreis


Gesponsert von der EnBW Energie Baden-Württemberg AG wurde der Innovationspreis der deutschen Wirtschaft in der Gruppe der Start-Up Unternehmen am 21. Januar 2006 in Frankfurt am Main an die Cairos technologies AG für ihre zukunftsweisende Technologie verliehen. Ihr funkgestütztes Ortungssystem kann Objekte in Sekundenbruchteilen und auf den Zentimeter genau lokalisieren. Auch die EnBW selbst wurde auf dieser Veranstaltung für ihre eigene Innovationsleistung geehrt: Sie erreichte mit dem Projekt "Konzernsanierung als Prozessinnovation am Beispiel der EnBW Energie Baden-Württemberg AG" die Endrunde in diesem renommierten Wettbewerb. Mit dieser Auszeichnung der EnBW als Finalist wurde erstmals in Deutschland eine Sanierungsleistung als Prozessinnovation anerkannt und gewürdigt.

Mehr als 200 Unternehmen bewarben sich um den 26. Innovationspreis der deutschen Wirtschaft, der jährlich in den Kategorien Start-up, mittelständische Unternehmen und Großunternehmen verliehen wird. Die EnBW leistet als Sponsor der Kategorie Start-up jungen Unternehmen Starthilfe bei deren zukünftiger Entwicklung. Mit der Einreichung einer eigenen Innovations-Idee wird die EnBW ihrer Rolle als Impulsgeber für innovative Forschung und Entwicklung gleich doppelt gerecht.

Mit der Auszeichnung als innovativstes Start-up Unternehmen in Deutschland würdigt die EnBW als Sponsor die Firma Cairos technologies AG mit Sitz in Karlsbad für ihr funkbasiertes Ortungssystem, das z.B. zweifelsfrei klären kann, ob ein Ball die Torlinie überschritten hat oder nicht. Ein Chip im Ball sendet bis zu 2000 Signale pro Sekunde, Antennen rund um das Spielfeld fangen diese auf und ein Zentralcomputer errechnet daraus die aktuelle Position des Balls. Das Unternehmen erhofft sich einen flächendeckenden Einsatz im Fußballsport. Das Cairos System kann aber auch in der Logistik oder bei der Überwachung von Sicherheitsbereichen eine Rolle spielen. "Mit dem Sponsoring des Innovationspreises der deutschen Wirtschaft wollen wir dazu beitragen, ein generelles Klima der Leistungsförderung zu schaffen, und vorhandene Fähigkeiten und den Leistungswillen von Start-up Unternehmen unterstützen. Es geht darum, die Märkte immer wieder mit neuen Produkten zu begeistern und den Wirtschaftsstandort Deutschland weiter nach vorn zu bringen", so der EnBW-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Utz Claassen.

Die Auszeichnung der EnBW als Finalistin der Kategorie Großunternehmen begründete die Jury damit, dass das Unternehmen mit seiner Konzernsanierung als Prozessinnovation eindrucksvoll dargelegt habe, wie ein Großunternehmen aus ehemals "Monopolstrukturen" zu einem höchst wettbewerbsfähigen und ertragsstarken Spitzenunternehmen transformiert und vitalisiert werden kann, wobei betriebsbedingte Kündigungen vermieden und die Arbeitsplatzsicherheit für die Mitarbeiter erheblich gesteigert werden konnten. Die Nachhaltigkeit der Sanierungsmaßnahmen zeigen die vorläufigen Jahreszahlen 2005: Die EnBW liegt heute mit der Verbesserungsrate in allen wesentlichen Ertragskennzahlen weit über dem Branchendurchschnitt und hat auch im Vergleich zu ihren europäischen Mitbewerbern eine ungewöhnlich hohe Veränderungsgeschwindigkeit erreicht.

EnBW-Vorstandschef Claassen kommentiert die Auszeichnung der EnBW wie folgt: "Der Sachverhalt, dass eine Sanierung als Innovation anerkannt und ausgezeichnet worden ist, ist nicht nur ein großer Erfolg für unser Unternehmen und seine Belegschaft, sondern auch ein wichtiges Signal, dass Sanierungen eben durchaus positive Zukunftsorientierung und innovativen Charakter haben können. In einer Zeit, in der noch zahlreiche unternehmerische und volkswirtschaftliche Sanierungsaufgaben zu lösen sein werden, sollte dies generell eine Ermutigung zu tatkräftiger Zukunftsgestaltung sein."

Die bei der EnBW eingeführte Methode zur Konzernsanierung basiert im wesentlichen auf der unkonventionellen Verknüpfung von Sanierungs- mit Konsolidierungsmaßnahmen, welche unter Einbindung einer umfassenden internen Kommunikationsstrategie zu einer beispiellos raschen und konsequenten Umstrukturierung entlang der Wertschöpfungskette führte. "Es ist der gesamten Belegschaft gelungen, eine Veränderungsbereitschaft und -fähigkeit zu entwickeln, die in der Energiebranche in dieser Form bisher nicht üblich war", so der EnBW-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Utz Claassen. Für beide Verhandlungspartner, Arbeitgeber und Arbeitnehmervertretung, war das Sanierungsmodell von Anfang an auf eine Win-Win-Situation ausgerichtet, eine Innovation, die als Rollenmodell für andere Unternehmen in Deutschland übertragbar ist.

Die EnBW unterstützt als "Partner für Innovation" auch die Initiative der Bundesregierung, um Deutschland eine technologische Spitzenstellung zu sichern. Im "Impulskreis Energie", der vom EnBW-Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Utz Claassen verantwortet wird, arbeiten seit Mai 2004 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung daran, Innovationspotentiale im Energiebereich zu identifizieren und zu nutzen.

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.enbw.com

Weitere Berichte zu: Innovationspreis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Deutscher Wirtschaftspreis für Forschung in Gesundheitsökonomik
21.08.2017 | Joachim Herz Stiftung

nachricht Sechs innovative Projekte sind im Rennen um den begehrten European Health Award 2017
17.08.2017 | European Health Forum Gastein

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Studie für Patienten mit Prostatakrebs: Einteilung in genomische Gruppen soll Therapie präzisieren

21.08.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Forscher entwickeln zweidimensionalen Kristall mit hoher Leitfähigkeit

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein neuer Indikator für marine Ökosystem-Veränderungen - der Dia/Dino-Index

21.08.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz