Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschergruppen nehmen Quantencomputer und Schweinefleisch ins Visier

18.01.2006


Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Einrichtung zweier neuen Forschergruppen an der Universität Bonn beschlossen. Die in der Physik und in der Landwirtschaftlichen Fakultät angesiedelten Projekte werden mit insgesamt 3,2 Millionen Euro gefördert; nach drei Jahren ist eine Zwischenbegutachtung vorgesehen. Insgesamt fördert die DFG nun acht Forschergruppen in Bonn - mehr, als an jeder anderen nordrhein-westfälischen Hochschule.



Seit Jahren arbeiten Physiker der Universität Bonn daran, neue Methoden der Quanteninformationsverarbeitung mit neutralen Atomen und mit der Hilfe von Lasern zu verwirklichen. Nach und nach entstehen so die Bauelemente für einen Quantencomputer entstehen. Die Arbeiten sind Teil einer koordinierten Anstrengung europäischer Wissenschaftler, die Forschung auf diesem Gebiet voranzutreiben. Zwar ist ein funktionierender Quantencomputer noch nicht in Sicht, aber die Aussichten sind verlockend, würde er doch die Rechenleistung heutiger Top-Systeme problemlos in den Schatten stellen. Das Forschergruppen-Konsortium, das außer in Bonn an die Universitäten Braunschweig und Mainz und am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching arbeitet, will diesem Ziel ein gutes Stück näher kommen. Professor Dr. Dieter Meschede ist Sprecher der neuen Forschergruppe "Quantum Control and Simulation with Distributed Neutral Atom Systems", die von der DFG mit rund 1,6 Millionen Euro gefördert wird.

... mehr zu:
»Atom »DFG »Quantencomputer


Beim Kauf von Fleisch entscheiden neben dem Preis vor allem Qualität und Geschmack. Hochwertiges Fleisch zeichnet sich unter anderem durch einen bestimmten Wassergehalt aus. Die Forschergruppe "Genetisch funktionelle Grundlagen des Wasserbindungsvermögens im Schweinefleisch (DRIP)" will bestimmte Genomregionen identifizieren, die Einfluss auf diese charakteristische Eigenschaft im Schweinefleisch haben. Die interdisziplinäre Gruppe wird neben der genetischen Untersuchung physiologische Prozesse und funktionelle Studien betrachten und sowohl die Biochemie, die Produktkunde, die Tierzucht als auch die Bioinformatik einbeziehen. Sprecher der neuen Forschergruppe ist Professor Dr. Karl Schellander. Die Förderung durch die DFG beläuft sich auf 1,6 Millionen Euro.

Kontakt:

Prof. Dr. Dieter Meschede
Institut für Angewandte Physik
Telefon: 0228/73-3478
E-Mail: meschede@iap.uni-bonn.de

Prof. Dr. Karl Schellander
Institut für Tierwissenschaften
Telefon: 0228/73-2240
E-Mail: karl.schellander@itz.uni-bonn.de

Dr. Andreas Archut | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bonn.de/

Weitere Berichte zu: Atom DFG Quantencomputer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert für weitere drei Jahre Forschungen zu Kieselalgen
22.03.2017 | Technische Universität Dresden

nachricht Effiziente Tools für bildgebende Studien
21.03.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen