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AFI fördert Alzheimer-Forschung mit 430.000 EUR

06.12.2005

Im zehnten Jahr ihres Bestehens stellt die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) 430.000 EUR für acht richtungsweisende Forschungsprojekte an deutschen Universitäten bereit. Diese dienen zur Aufklärung der für Alzheimer-typischen Veränderungen im Gehirn, erleichtern die Diagnosestellung und ermöglichen eine Weichenstellung für mögliche therapeutische Interventionen.

Drei Arbeiten erforschen die Bildung der Alzheimer-typischen Plaques bzw. wo man diesen krankhaften Prozess unterbrechen kann. Mit jeweils 60.300 EUR werden die Projekte von Dr. Christine von Armin, Universitätsklinikum Ulm, Dr. Rolf Postina, Universität Mainz, und Dr. Stefan Lichtenthaler, Ludwig-Maximilian Universität München gefördert. Im selben Forschungsbereich arbeitet auch Dr. Karina Reiß, Universität Kiel in Zusammenarbeit mit Prof. Bart de Strooper, Universität Leuven, deren Projekt im zweiten Jahr mit 39.000 EUR gefördert wird.

Eine weitere wichtige Alzheimer-typische Veränderung, die Rolle der Tau-Proteine bei der Fibrillenbildung, erforscht Dr. Monika Hundelt, Universität Osnabrück, die dafür 43.100 EUR erhält.

Vereinfachte, verbesserte und kostengünstige frühe Diagnosestellung durch bildgebende Verfahren entwickeln Prof. Dr. Andreas Fallgatter, Universität Würzburg (58.000 EUR) und Dr. med. Peter Schönknecht, Universität Heidelberg (66.000 EUR).

Dr. med. David Prvulovic, Universitätsklinik Frankfurt, untersucht, ob Transkraniale Magnet Stimulation (TMS) auch bei Alzheimer-Patienten eine positive Wirkung auf die Gedächtnisleistung ausüben kann. Sein Projekt wird mit 43.000 EUR gefördert.

Im Jahr 2005 wurden bei der AFI 42 Forschungsprojekte eingereicht. Sie wurden durch international anerkannte Alzheimer-Experten begutachtet. Der wissenschaftliche Beirat der AFI unter Vorsitz von Prof. Dr. med. Konrad Maurer, Universitätsklinikum Frankfurt, traf seine Auswahl aufgrund der Gutachten und nach eingehender Diskussion über den wissenschaftlichen Wert und den Beitrag, den das Projekt zum besseren Verständnis der Alzheimer-Krankheit leistet. Alle ausgezeichneten Wissenschaftler weisen Erfahrungen auf dem Gebiet der Alzheimer-Forschung vor.

Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich ausschließlich aus Spendengeldern von Privatpersonen finanziert. Seit 1996 unterstützt die AFI zukunftsträchtige Forschungsvorhaben und stellt Fördermittel für die Alzheimer-Forschung zur Verfügung. Die AFI hat insgesamt für 54 Forschungsprojekte rund EUR 2,8 Millionen an Spendengeldern bereitgestellt und ist damit der größte private Förderer von Alzheimer-Forschung in Deutschland.

Kurzfassungen der geförderten Projekte sowie die Fotos der ausgezeichneten Forscher sind im Internet http://www.alzheimer-forschung.de/web/presse/start.htm verfügbar oder können per E-Mail angefordert werden.

Dr. Ellen Wiese | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.alzheimer-forschung.de

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