Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wir sind Nobelpreisträger

23.11.2005


Forschungsstandort Deutschland zwischen Lob und Lamento


Mit Freude und Genugtuung nahmen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik die Nachricht entgegen: Endlich geht wieder ein Nobelpreis nach Deutschland. Prof. Dr. Theodor W. Hänsch, Direktor am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching und Professor für Experimentalphysik und Laserspektroskopie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wird mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Doch wie geht es weiter? Wo steht die Spitzenforschung in Deutschland, wie sind ihre politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen? Und: Hat das deutsche Forschungssystem mit Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen den richtigen Zuschnitt, um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können? Diesen Fragen widmet sich das Max-Planck-Forum "Wir sind Nobelpreisträger - Forschungsstandort Deutschland zwischen Lob und Lamento" am 24. November in Berlin.

"Wir sind Nobelpreisträger" titelte eine Zeitung, von einer "symbolträchtigen Ermutigung für die innovationsmüde Nation" sprach eine andere. Ist also dieser Nobelpreis ein Zeichen einer neuen wissenschaftlichen Exzellenz in Deutschland? Oder war der Forschungsstandort Deutschland auch in den vergangenen Jahren besser als sein Ruf?


Der Nobelpreis ist die höchste und bekannteste Auszeichnung, die die wissenschaftliche Welt zu vergeben hat. Kann somit ein Nobelpreis oder gar die Anzahl von Nobelpreisen, die an Forscher eines Landes oder einer Institution vergeben werden, eine "Messlatte" für die Qualität eines Forschungsstandortes sein? Dabei spielt auch die Frage eine Rolle, wie sich die internationale Forschungslandschaft seit den Zeiten Alfred Nobels, der diejenigen Forscher auszeichnen wollte, die "der Menschheit den größten Nutzen gebracht haben", verändert hat.

Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, um Forschung auf höchstem Niveau zu ermöglichen und hervorragende Forscher aus aller Welt anzuziehen? Wie kann die Politik darauf Einfluss nehmen? Hat das deutsche Forschungssystem mit Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen den richtigen Zuschnitt, um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können? Einweiterer Aspekt der Diskussion wird die Frage nach dem oft zitierten Europäischen Forschungsraum sein. Wie wird sich die Forschung und die Forschungspolitik in Europa entwickeln? Welche Rolle kann dabei das neue European Research Council spielen?

Darüber diskutieren - neben Prof. Theodor Hänsch - Prof. Dr. Erwin Neher, ebenfalls Nobelpreisträger aus der Max-Planck-Gesellschaft (Medizin 1991) und Mitglied im Auswahlkomitee für das European Research Council, Prof. Dr. Ernst Peter Fischer, Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität Konstanz, sowie für die Politik Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, Staatsminister für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz. Die Moderation übernimmt Ranga Yogeshwar.

Die Veranstaltung findet am 24. November um 19.00 Uhr im Atrium der Deutschen Bank Unter den Linden, Eingang Charlottenstr. 37/38, statt. Da die Zahl der Plätze begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung:
Max-Planck-Gesellschaft, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 030/278718-12 oder E-Mail MPG-Forum@vf-holtzbrinck.de

Dr. Bernd Wirsing | Max-Planck-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.mpg.de
http://www.forum.mpg.de

Weitere Berichte zu: Forschungssystem Nobelpreis Nobelpreisträger

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen
06.12.2016 | Technische Universität Clausthal

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie