Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sonderforschungsbereich 694: Intelligente und zuverlässige Elektronik fürs Auto

21.11.2005


Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet an der Universität Erlangen-Nürnberg zum 1. Januar 2006 den neuen Sonderforschungsbereich "Integration elektronischer Komponenten in mobile Systeme" (SFB 694) ein. Dafür bewilligt die DFG mehr als 6,6 Millionen Euro für die erste Förderphase mit einer Laufzeit von vier Jahren.



Moderne Automobile werden zunehmend mit einer Vielzahl elektronischer und mechanischer Funktionen ausgestattet, die immer komplexer zusammenwirken. Im Spannungsfeld von funktionaler und räumlicher Integration im Automobil erarbeitet der Sonderforschungsbereich 694 grundlegende Methoden, welche die wirtschaftliche Produktion "intelligenter" elektronisch-mechanischer Komponenten und deren fertigungstechnische Integration in das Auto direkt am Wirkungsort ermöglichen. Dabei verfolgen die Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg die Vision, gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (Fraunhofer IISB) sowie dem Bayerischen Laserzentrum GmbH (beide Erlangen) die Komplexität der Elektronik zu verringern und gleichzeitig ihre Zuverlässigkeit zu steigern.



Im Sonderforschungsbereich 694 werden Wissenschaftler der Fachrichtungen Maschinenbau und Fertigungstechnik, Elektrotechnik und Elektronik sowie Informatik in 13 Teilprojekten die Grundlagen für innovative Fertigungsprozesse, wirkungsortgerechte Modul- und Systemkonzepte sowie virtuelle, simulationsintegrierte Methoden der Qualitätssicherung und multisensorielle Mess- und Prüfstrategien für die Produktion und Integration elektronisch-mechanischer Komponenten erforschen. Neben international ausgewiesenen Forschern übernehmen junge, promovierte Nachwuchswissenschaftler die Leitung der Teilprojekte. Für 15 Doktoranden besteht im Rahmen des Sonderforschungsbereichs die Möglichkeit, ihre wissenschaftliche Qualifikation im zukunftsträchtigen und volkswirtschaftlich bedeutsamen Gebiet der Elektronikproduktion zu erweitern.

Sprecher des Sonderforschungsbereichs 694 ist Prof. Dr. Albert Weckenmann, Ordinarius des Lehrstuhls Qualitätsmanagement und Fertigungsmesstechnik am Institut für Maschinenbau der Technischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg. "Die Koordination des Sonderforschungsbereichs durch einen Lehrstuhl, der Fragestellungen aus dem Fachgebiet Qualitätsmanagement in der universitären Forschung und Lehre aufgreift, ermöglicht die ganzheitliche Betrachtung von technischen und besonders praxisentscheidenden Parametern wie Qualitätsaspekten elektronisch-mechanischer Komponenten innerhalb des Forschungsverbundes", sagt der Lehrstuhlinhaber.

Sonderforschungsbereiche ermöglichen bei zeitlicher Begrenzung - in der Regel zwölf Jahre - und regelmäßiger strenger Begutachtung die Durchführung langfristiger und aufwändiger Forschungsvorhaben an den Universitäten. Die Wissenschaftler können mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen und auch mit der Wirtschaft kooperieren.

Weitere Informationen

Prof. Dr.-Ing. Dr.h.c. Albert Weckenmann
Sprecher des SFB 694
Lehrstuhl Qualitätsmanagement und Fertigungsmesstechnik
Tel.: 09131/85 -26521
albert.weckenmann@qfm.uni-erlangen.de
www.qfm.uni-erlangen.de

Dipl.-Ing. Peter-Frederick Brenner
Geschäftsführer des SFB 694
Tel.: 09131/85 -26522
peter-frederik.brenner@qfm.uni-erlangen.de

Ute Missel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-erlangen.de

Weitere Berichte zu: DFG Elektronik Maschinenbau Qualitätsmanagement

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen
06.12.2016 | Technische Universität Clausthal

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie