Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert Pilotprojekt an der TU Braunschweig

20.10.2005


Veraltete Bürogebäude neu konzipiert:



Die meisten heutigen Bürogebäude in Deutschland sind in den 50er bis 70er Jahren entstanden. Inzwischen haben sich die Anforderungen an Bürokomplexe gravierend verändert. Kann man diese Gebäude so umgestalten, dass sie hinsichtlich Komfort, Energieverbrauch und Betriebskosten mit Neubauten konkurrieren können? In dem Forschungsprojekt "PROsab - Energieeffiziente und komfortgerechte Sanierung von Bürogebäuden" entwickeln drei Institute der Technischen Universität Braunschweig beispielhaft Konzepte für 15 Bauten. Das Projekt wird seit dem 1. September 2005 für 16 Monate mit zunächst 172.000 Euro von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert. Eine zweite Förderphase ist geplant.



Wer heutzutage Bürogebäude plant, muss mit ganz anderen Rahmenbedingungen rechnen als vor 20 oder gar 50 Jahren. Moderne Techniken und Materialien ermöglichen es, Energieverbrauch und Betriebskosten deutlich zu senken und damit gleichzeitig umweltschonend und kostengünstig zu bauen. Die Brandschutzauflagen sind zudem erheblich verschärft. Die Ansprüche der Nutzer an Komfort und Erscheinungsbild sind gestiegen, und durch mobilere Raumkonzepte können Flächen ganz anders genutzt werden als zuvor.

Gemeinsam erforschen die drei TU-Institute für Baukonstruktion und Industriebau, für Bauwerkserhaltung und Tragwerk und für Gebäude- und Solartechnik, ob veraltete Gebäude durch moderne Sanierungskonzepte ebenfalls auf diesen Stand gebracht werden können - als wiederum umwelt- und ressourcenschonende Alternative zum Neubau. Dazu werden typische Bürogebäude der 50er bis 70er Jahre im Vollbetrieb untersucht. Die Wissenschaftler erstellen eine detaillierte Bauwerksanalyse und entwickeln Einzellösungsansätze. Im Rahmen von Machbarkeitsstudien werden komplette Sanierungskonzepte entstehen, die in einem Folgevorhaben auch umgesetzt werden sollen.

Zu den im Projekt untersuchten Gebäuden gehören unter anderem das Forumsgebäude und das Okerhochhaus der TU Braunschweig, der Braunschweiger Rathaus-Neubau sowie Gebäude der Firma Schering und der evangelischen Kirche in Berlin.

Abschließend werden die Ergebnisse in einem umfassenden Sanierungskatalog zusammengestellt, der exemplarisch praxisnahe Handlungsempfehlungen, Lösungsansätze und Konzeptbeispiele für die Sanierung von Bürogebäuden der Jahre zwischen 1950 und 1980 vermittelt.

Dr. Elisabeth Hoffmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.prosab.de

Weitere Berichte zu: Energieverbrauch Sanierungskonzept

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht „Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges
26.06.2017 | Kompetenzzentrum - Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH

nachricht Hochschule Karlsruhe: mit speichenlosem Fahrrad Kreativwettbewerb gewonnen
26.06.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Latest News

Touch Displays WAY-AX and WAY-DX by WayCon

27.06.2017 | Power and Electrical Engineering

Drones that drive

27.06.2017 | Information Technology

Ultra-compact phase modulators based on graphene plasmons

27.06.2017 | Physics and Astronomy