Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Karl-Steinbuch - Stipendiaten für herausragende IT- und Medienprojekte im Südwesten ausgezeichnet

20.09.2005


Minister Willi Stächele: "Kreative Nachwuchskräfte Ausdruck der Innovationsfähigkeit im Land" / Förderung für Studierende aus Heidelberg, Heilbronn, Karlsruhe, Konstanz, Ludwigsburg und Ulm

... mehr zu:
»IT »Stipendium

Willi Stächele, Minister des Staatsministeriums und für europäische Angelegenheiten des Landes Baden-Württemberg und Aufsichtsratsvorsitzender der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH, hat gestern (19. September) in der Stuttgarter Villa Reitzenstein den Stipendiaten des Karl-Steinbuch-Stipendiums 2005 ihre Urkunden verliehen. Er lobte das hohe Innovationsbewusstsein und Engagement der Studierenden, die mit Unterstützung des Stipendiums zusätzlich zu ihrem Studium eigene Projektideen im Bereich Informationstechnologie und Medien umsetzen. "Die Stipendiaten sind Vorreiter einer ausgezeichnet qualifizierten Studierenden-Generation und stehen für außerordentliche Leistungen des wissenschaftlichen Nachwuchses in Baden-Württemberg", betonte der Minister. Insgesamt wurden in der ersten Ausschreibung 2005 sieben Projekte mit 13 Studierenden von einer hochkarätigen Expertenjury ausgezeichnet.

Mit dem Karl-Steinbuch-Stipendium fördert die MFG Stiftung mit Mitteln der IT- und Medienoffensive doIT des Landes Baden-Württemberg wissenschaftliche und künstlerische IT- und Medienprojekte von Studierenden. "Informations- wie auch Medientechnologie schreiten in rasantem Tempo voran. Um in diesen Wirtschaftsbereichen Schritt zu halten, bedarf es daher einer großen Forschungsleistung", erläutert Jurymitglied Klaus Haasis, Geschäftsführer der MFG Stiftung. "Ein bislang relativ wenig genutztes Forschungspotenzial liegt bei Studierenden", so Haasis weiter. Ein wichtiges Ziel des Stipendiums ist es deshalb, besonders begabte und qualifizierte Studierende zu Forschungsleistungen anzuregen.


Die Studierenden stammen aus ganz Baden-Württemberg und studieren in Heidelberg, Heilbronn, Karlsruhe, Konstanz, Ludwigsburg und Ulm. Die Projekte stammen vor allem aus dem Bereich der Softwareentwicklung und beschäftigen sich mit Themen wie Visualisierung und E-Learning. Boris Neubert und Thomas Franken von der Universität Konstanz entwickeln beispielsweise ein Verfahren zur "Automatischen Generierung von 3D Pflanzenmodellen aus Fotografien". Hierfür nutzen sie die Ähnlichkeit von Baumskeletten und Flussnetzwerken und konstruieren die Äste durch die Simulation von fließendem Wasser. Durch das Verfahren können Landschaften erheblich schneller simuliert werden als bislang. Computergenerierte Landschaften werden vor allem in der Landschaftsplanung, Ökologie, Architektur, aber auch in Werbung und im Spielebereich benötigt.

Zusätzlich wurden zwei Projekte von Studierenden der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg ausgezeichnet, was die herausragende Ausbildungsqualität der Einrichtung beweist - bereits im vergangenen Jahr wurde ein Projekt der Filmakademie prämiert. Andreas Rohr erforscht die realistische Darstellung virtueller humanoider Charaktere im Film und greift auf modernste 3D-Laser-Scans und die Kernspintomographie zur Ermittlung der anatomischen Strukturen zurück. Damit wurde von der Jury bereits das zweite Animationsprojekt als viel versprechend für die weitere Forschung mit innovativer Wirkung auf die Wirtschaft eingestuft.

Das Stipendium ist nach Karl Steinbuch (1917-2005) benannt, dem sowohl in der Industrie als auch als Hochschullehrer sehr erfolgreichen Nestor und Wegbereiter der Informatik in Deutschland. Es wird seit 2004 zweimal jährlich vergeben. Die zweite Ausschreibung 2005 ist bereits gestartet, interessierte Studierende können sich noch bis zum 31. Oktober bewerben. Innovative Projekte können für eine Dauer von sechs bis 12 Monaten gefördert werden. Weitere Informationen, Anmeldeunterlagen und eine Übersicht über die Stipendiaten und deren Projekte gibt es unter www.karl-steinbuch-stipendium.de.

Über die MFG und die MFG Stiftung

Die MFG mit Sitz in Stuttgart entwickelt und fördert den Standort Baden-Württemberg in den Bereichen IT, Medien und Film. In drei Geschäftsbereichen wird mit einem Team von über 50 Mitarbeitern ein Jahresumsatz von rund 15 Mio. Euro erzielt. Der Geschäftsbereich MFG Medienentwicklung ist das Kompetenzzentrum des Landes für IT und Medien. Als Standortentwickler ist die MFG in den vier Kompetenzfeldern Forschung & Lehre, IT & Medien, IT- & Medienwirtschaft, IT & Medien in Wirtschaft und Verwaltung, sowie Informationsgesellschaft aktiv. Der Geschäftsbereich MFG Filmförderung versteht sich als Kompetenz- und Beratungszentrum für die Film- und Kinolandschaft des Landes. Der Geschäftsbereich MFG Stiftung realisiert gemeinnützige Projekte in den beschriebenen Aufgabenfeldern. Im Mittelpunkt stehen dabei Aus- und Weiterbildung, Kunst, Kreativität, Kultur sowie Forschung und Entwicklung. Gesellschafter der MFG Baden-Württemberg mbH sind das Land Baden-Württemberg (51 Prozent) und der SWR (49 Prozent).

Jennifer Bader | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.mfg.de
http://www.karl-steinbuch-stipendium.de

Weitere Berichte zu: IT Stipendium

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Innovationspreis 2017 der Deutschen Hochschulmedizin e.V.
24.04.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht EU-Förderung in Millionenhöhe für Regensburger Wissenschaftler
21.04.2017 | Universität Regensburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen

25.04.2017 | HANNOVER MESSE

RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Kräftiger Anstieg setzt sich fort

25.04.2017 | Wirtschaft Finanzen

Pharmacoscopy: Mikroskopie der nächsten Generation

25.04.2017 | Medizintechnik