Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundesministerium fördert innovatives Beizverfahren in Galvanikbetrieb

13.09.2005


Metallveredlung wird umweltfreundlicher


Die Metallveredelung Emil Weiss GmbH & Co. KG in Mitwitz/Steinach in Bayern moechte ihren Betrieb auf ein neues Beizverfahren umstellen. Die Modernisierung des Betriebs soll ermoeglichen, die Umweltbelastungen, die beim Beizen entstehen, zu verringern. In dem Galvanikbetrieb werden unter anderem Teile fuer die Moebel-, Automobil- und Maschinenindustrie veredelt. Bundesumweltminister Juergen Trittin unterstuetzt die Umstellung auf das neue Beizverfahren mit rund 32.000 Euro aus dem „Investitionsprogramm zur Verminderung von Umweltbelastungen“. Trittin: „Die Firma Weiss tritt den Beweis an, dass Umweltschutz nicht nur fuer Imagekampagnen grosser Unternehmen gut ist. Massnahmen zum aktiven Umweltschutz koennen vor allem Vorteile im Wettbewerb schaffen.“

Das Erfolgsgeheimnis kommt aus den USA. Ein neuer Beizzusatz, „PRO-pHx“, soll es ermoeglichen, den Einsatz von Frischsaeure und die Entsorgung der umweltschaedlichen Altsaeure jeweils um 50 bis 75 Prozent zu verringern. Derzeit fallen jaehrlich 105.000 Liter Altbeize zur Entsorgung an. Der neuartige Beizzusatz jedoch bindet die anfallenden stoerenden Metallionen. Der dabei anfallende Schlamm laesst sich abfiltern, die Beizbaeder koennen daher laenger verwendet werden.


Das Beizen gehoert in Deutschland in rund 3000 Galvanikbetrieben, 300 Feuerverzinkereien und in zahlreichen Betrieben der Eisen- und Nichteisenmetallindustrie zu den wichtigsten Fertigungsschritten. Fuer die Metallveredelung sind saubere Flaechen, die man durch Beizen erreicht, unabdingbar. Die zu behandelnden Teile werden in Beizbaedern mit Mineralsaeuren von stoerenden Schichten gereinigt. Salpeter-, Schwefel- und Salzsaeure erzeugen die gewuenschte metallisch blanke Oberflaeche. Dabei erhoeht sich der Metallgehalt in den Baedern und die Beizwirkung laesst immer weiter nach. Deshalb ist es momentan noch noetig, die Beizbaeder zweimal jaehrlich durch frische zu ersetzen. Wenn jedoch mithilfe des Beizzusatzes und einer entsprechenden Filteranlage die Eisenrueckstaende von der Saeure getrennt werden koennen, laesst sich die Nutzbarkeit der Beizbaeder auf bis zu zwei Jahre verlaengern. Darueber hinaus kann der Betrieb Weiss 3.000 kg Beiz-Hilfschemikalien wie Beizenfetter, Saeuren und Neutralisationsmittel einsparen, die Abwassermenge reduzieren und somit zu einem deutlichen Rueckgang umweltbelastender Stoffe beitragen.

Naehere Informationen zum gefoerderten Vorhaben der Metallveredlung Emil Weiss GmbH & Co. KG und zum Foerderprogramm des Bundesumweltministeriums finden Sie unter www.bmu.de/pilotprojekte/doc/20279.php .

Michael Schroeren | bmu
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/presse

Weitere Berichte zu: Beizverfahren Beizzusatz Galvanikbetrieb

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Umfangreiche Fördermaßnahmen für Forschung an Chromatin, Nebenniere und Krebstherapie
28.06.2017 | Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

nachricht Revolutionäres Desinfektionsverfahren und Referenzmaterial für Genanalysen sind UNIQUE-Sieger
28.06.2017 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive