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BMBF unterstützt Errichtung eines deutsch-russischen Forschungs- und Entwicklungslabors

24.08.2005


Gemeinsam mit dem russischen Institut für Luftfahrttechnik (GosNIIAS) sowie dem Institut für Auto- und Straßenwesen (MADI) wird das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Moskau ein "Joint-Lab", ein gemeinsames Forschungs- und Entwicklungslabor errichten.


Unterstützt werden zunächst zwei Anlaufprojekte, die den Start der inhaltlichen Arbeit des Labors ermöglichen sollen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Startphase dieser neuen deutsch-russischen Forschungskooperation mit 35.000€.

Ulrich Kasparick, Parlamentarischer Staatssekretär im BMBF, hob am Dienstag in Magdeburg die Bedeutung dieser Kooperation hervor: "Gemeinsame Forschungsaktivitäten mit Russland stellen für wichtige Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung dar". Davon profitierten beide Seiten. Russische Institute seien weltweit für ihre Ergebnisse in der Grundlagen- und angewandten Forschung bekannt. Deutschland stelle sein Management-Know-how und Technologie zur Verfügung. "Die Zusammenarbeit bildet die Grundlage eines gegenseitigen Marktzugangs", sagte Kasparick. Forschungsergebnisse könnten so schneller in wirtschaftlich nutzbare Innovationen umgewandelt werden.


Institutsleiter Prof. Dr.-Ing. habil. Michael Schenk: "Wir freuen uns sehr auf die gemeinsame Forschungsarbeit mit GosNIIAS und MADI. Es sind die führenden Institute in Russland auf diesen Fachgebieten. Das Fraunhofer IFF konnte mit dieser Kooperation seinen internationalen Wirkungskreis erweitern".

Die Zusammenarbeit zwischen dem Fraunhofer IFF und den russischen Partnerinstituten steht im Rahmen der strategischen Partnerschaft in Bildung, Forschung und Innovation, die Bundeskanzler Gerhard Schröder und Präsident Wladimir Putin im April dieses Jahres initiiert haben. In einer ersten Phase wird das gemeinsame Forschungs- und Entwicklungslabor auf dem Gebiet der Identifizierung von Ersatzteilen für die Luftfahrtindustrie und bei der Entwicklung von optischen Messsystemen für die Fertigungs- und Qualitätskontrolle zusammenarbeiten. Die Kennzeichnung und eindeutige Identifizierung von Flugzeugersatzteilen stellt für die Luftfahrtindustrie eine große Herausforderung dar. Aus Sicherheitsgründen ist es unverzichtbar, dass die Herkunft und der technische Zustand von Ersatzteilen fälschungssicher dokumentiert werden. Dazu soll ein weltweit einsatzbereites und standardisiertes Verfahren zur Kennzeichnung geschaffen werden. Dieses Identifikationssystem wird auf Funketiketten, so genannten RFID-Transpondern basieren. Die Joint-Lab-Partner verfügen bereits über Erfahrungen mit RFID-Techniken, Ersatzteillogistik sowie Abläufen und Standards im Flugwesen. Im Anlaufprojekt werden sie den Rahmen für eine zukünftige Entwicklung eines geeigneten RFID-Systems zur weltweiten Ersatzteillogistik in der Luftfahrtindustrie abstecken.

Der zweite inhaltliche Schwerpunkt der Kooperation wird in der Entwicklung multifunktionaler Meßsysteme für die industrielle Bildverarbeitung liegen. Verfahren der Bildverarbeitung spielen bei der Automatisierung vieler Prozesse eine große Rolle. Einsatzgebiete sind beispielsweise Fertigungs- und Qualitätskontrolle, Überwachung von Verkehrsströmen und Auswertung von Luftbildaufnahmen, oder die Simulation von Produkt- und Prozessentwicklungen. Auch auf dem Gebiet der Bildverarbeitung verfügen die Joint-Lab-Partner über jahrelange Erfahrungen. Eine wichtige Forschungsrichtung im Joint-Lab wird daher in der Zusammenführung des Know-Hows und im Aufbau eines gemeinsamen multifunktionalen Messsystems gesehen. Dieses System muss so flexibel sein, dass es schnell und individuell an die Anforderungen der Industriekunden angepasst werden kann. Es ist für die Einführung auf dem westeuropäischen und russischen Markt gedacht.

Anna-Kristina Wassilew | idw
Weitere Informationen:
http://www.internationale-kooperation.de

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