Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

15,6 Mio. Dollar für Multiple Sklerose Forschung

11.08.2005


Vier Forscherteams erhalten Unterstützung für fünf Jahres-Projekt

... mehr zu:
»MS-Forschung »Sklerose

Insgesamt 15,6 Mio. Dollar haben vier Forscherteams in den USA und in Europa zur Erforschung der multiplen Sklerose (MS) von der National Multiple Sclerosis Society erhalten. Die Organisation erwartet sich innerhalb der kommenden fünf Jahre bahnbrechende Erkenntnisse in der MS-Forschung, die vor allem auch eine echte Heilung der Nervenkrankheit.

Zu den Forscherteams zählen Wissenschaftler der Johns Hopkins University, der University of Wisconsin in Madison, sowie den beiden britischen Wissenschaftsschmieden, die Cambridge University und das University College London. Das sei ein neuer Schritt in der Erforschung und Bekämpfung der MS, meinte der Mediziner John Richert, der Vize-Präsident des Research & Clinical Programs der National MS Society. Die Wissenschaftler suchen nach Wegen, die Myelinschicht, das ist jene Schicht, die die Nervengewebe schützt, und die bei MS beschädigt ist, wieder aufzubauen. Damit soll auch Patienten, die bereits an MS-Folgen leiden, geholfen werden. Die Forscher arbeiten auch an der Entwicklung von protektiven Systemen, die eine Zerstörung schon vorab verhindern sollen.


Jede Stunde erhält ein US-Amerikaner von einem Mediziner die Nachricht, dass er an MS leidet. Die Erkrankung ist nicht vorhersehbar. Die meisten Diagnosen betreffen Patienten zwischen 20 und 50 Jahren. Mehr als doppelt so oft sind Frauen davon betroffen. Die MS Society schätzt die Zahl der Patienten in den USA auf 400.000, global auf mehr als 2,5 Mio. Bis 2010 soll sich die Situation der MS-Patienten wesentlich ändern, berichtet die National MS-Society.

Die von der National MS Society aufgestellten "Dreamteams" sind keine Neulinge auf dem Gebiet der MS-Forschung: Das Team um Peter Calabresi von der Johns Hopkins University sucht nach besseren Weg um die Schäden nach einem MS-Schub zu identifizieren. Darüber hinaus suchen die Forscher nach besseren Schutzmechanismen und Substanzen, die das Nervensystem schützen. Gavin Giovannoni und sein Team vom University College in London wollen Zellen zu Transportmitteln umbauen, um Reparaturmoleküle zu den verletzten Stellen zu bringen. Ian Duncan und sein Team von der University of Wisconsin arbeiten an einer Methode zum genaueren Magnetresonanz-Screening für die Myelinschicht.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.nationalmssociety.org

Weitere Berichte zu: MS-Forschung Sklerose

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe
22.09.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie