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BMBF fördert Wirtschaftsforschung zur Globalisierung

10.08.2005


Ministerium schreibt zehn Millionen Euro für Projekte zur Nachhaltigkeit aus



Ob schadstoffarme Motoren, sparsame Glühlampen oder effiziente Flugzeugturbinen -meistens hilft der technische Fortschritt, die Natur zu schonen. Die positiven Effekte reichen aber nicht aus, um die Umwelt insgesamt zu entlasten. Das liegt auch am Verbraucherverhalten: Viele Menschen kaufen immer schnellere Autos, reisen häufiger als früher und umgeben sich im Haushalt zunehmend mit energiehungriger Technik.



Das sind Zusammenhänge, die empirisch noch wenig untersucht wurden. Dabei ist die Frage, wie die Wirtschaft im Zeitalter der Globalisierung wächst, ohne dass Natur und Mensch leiden, eine der spannendsten für die Wirtschaftswissenschaften. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt deshalb in den nächsten vier Jahren zehn Millionen Euro für wissenschaftliche Projekte zur Verfügung, in denen nachhaltige Globalisierungsstrategien entwickelt werden. Das Vorhaben ist Teil der Strategie, die die Bundesregierung mit dem "Wegweiser Nachhaltigkeit" verfolgt, der heute im Kabinett diskutiert wird.

Die Forscher sollen Lösungswege erarbeiten, wie sich Wachstum und Arbeitsplätze schaffen lassen, ohne dass die soziale Gerechtigkeit und die Umwelt leiden. Weil die Zusammenhänge in der globalisierten Welt komplizierter werden, stehen auch Ökonomen vor neuen Herausforderungen. Die traditionelle Wirtschaftswissenschaft stößt deshalb an ihre Grenzen.

Die Ausschreibung basiert auf einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), das hierzu mehr als 200 Ökonomen befragt hat. Das Vorhaben ist Teil des Rahmenprogramms "Forschung für die Nachhaltigkeit". Hierfür stellt die Bundesregierung in diesem und in den nächsten vier Jahren durchschnittlich 160 Millionen Euro bereit.

Antragsteller können bis 5. November eine Skizze beim Projektträger des BMBF einreichen.

Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/

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