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BMBF fördert Sicherheitsforschung in der grünen Gentechnik

27.06.2005


10 Millionen Euro für Projekte zu gentechnisch veränderten Pflanzen



Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Forschung für die biologische Sicherheit gentechnisch veränderter Pflanzen in den kommenden drei Jahren mit 10 Millionen Euro. In 24 Projekten solle untersucht werden, wie sich die bei den Pflanzen gentechnisch erzeugte Widerstandsfähigkeit gegen Antibiotika und Herbizide auswirke, teilte das BMBF am Montag in Berlin mit. Die Vermittlung der Forschungsergebnisse solle in einem weiteren Projekt gefördert werden.



An den Forschungsvorhaben arbeiten Universitäten und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in Verbünden zusammen. Sieben Projekte beschäftigen sich mit dem Einsatz von Antibiotika- und Herbizidresistenzgenen zur Selektion erfolgreich transformierter Pflanzen. Es sollen Methoden entwickelt werden, die Markergene nach der Erzeugung transgener Pflanzen wieder entfernen oder sie gezielt an bestimmten Stellen im Genom integrieren, um damit unerwünschte Nebeneffekte auszuschließen.

Ein weiteres Verbundvorhaben mit neun Teilprojekten beschäftigt sich mit transgenen Maissorten. Diese enthalten neue Bt-Gene, die eine Resistenz gegen den Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera virgifera) bewirken. Die Larven dieses Käfers schädigen den Wurzelbereich der Maispflanzen und können dadurch erhebliche Ernteverluste verursachen. Bei einem Freilandversuch sollen ökologische Auswirkungen des Anbaus sowie die möglichen Resistenzentwicklungen beim Maiswurzelbohrer untersucht werden.

Das BMBF fördert ferner die Erforschung der biologischen Sicherheit transgener Gehölze sowie transgenen Getreides mit erhöhter Pilzresistenz. Außerdem werden die Auswirkungen des Anbaus transgener Kartoffeln auf die Qualität landwirtschaftlich genutzter Böden untersucht. Ein weiteres Projekt entwickelt für den kontrollierten Anbau transgener Pflanzen Methoden zur Flächenauswahl und Datenerhebung.

Die Ergebnisse der Sicherheitsforschung sollen im Internet unter www.biosicherheit.de veröffentlicht werden.

Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

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