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Kreative Forschung zum Gewässerschutz

01.06.2005


Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften zeichnet Michael Hupfer vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei aus



Dr. Michael Hupfer vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin wird von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften mit einem Preis ausgezeichnet. Die BBAW und die Gottlieb Daimler- und Karl Benz-Stiftung, die das Preisgeld zur Verfügung stellt, würdigen damit die Arbeiten Hupfers auf dem Gebiet des Gewässerschutzes. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird vornehmlich für eine Arbeit aus dem Themenfeld „Mensch, Natur, Technik“ vergeben.



Michael Hupfer forscht auf den Gebieten Phosphor und Eutrophierung, biogeochemische Umsetzungen in aquatischen Grenzzonen und Seenrestaurierung. Er hat wesentliche Erkenntnisfortschritte bei der Aufklärung der Mechanismen erzielt, die den Stoffhaushalt von Gewässern, die Nährstoffversorgung des Phytoplanktons und damit die Wasserbeschaffenheit in Seen steuern. Er war federführend bei der Entwicklung eines Entscheidungshilfesystems für den Einsatz gewässerinterner Maßnahmen zur Verbesserung der Beschaffenheit von Seen beteiligt. Seine Verdienste um den Gewässerschutz betreffen sowohl die Erweiterung der theoretischen und der analytischen Grundlagen als auch deren praktische Anwendung in der „Therapie“ von Seen und langsam fließenden Gewässern, was auch die Trinkwasserversorgung tangiert. Die von Michael Hupfer entwickelten methodischen Ansätze in Forschung und Anwendung werden als hoch kreativ angesehen.

Michael Hupfer, Jahrgang 1961, hat in Rostock und Dresden Hydrobiologie studiert und wurde 1993 an der TU Dresden über Phosphorverbindungen in Gewässersedimenten promoviert. Schon als Forschungsstudent an der TU weilte er zu Gastaufenthalten an der Universität Innsbruck und am Limnologischen Institut Mondsee der österreichischen Akademie der Wissenschaften. Von 1992 bis 1994 arbeitete er als Postdoktorand an der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserbehandlung und Gewässerschutz in Zürich. Anschließend war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Gewässerforschung am Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle tätig, bevor er 1996 zum Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin wechselte. Seit 2002 leitet er die Forschergruppe „Biogeochemie“ dieses Instituts.

Die Preisverleihung findet am 27. Mai im Rahmen der Wissenschaftlichen Sitzung zum Leibniztag 2005 der BBAW statt. Der Preis der Gottlieb Daimler- und Karl Benz-Stiftung wird 2005 zum letzten Mal verliehen.

Josef Zens | Forschungsverbund Berlin e.V.
Weitere Informationen:
http://www.fv-berlin.de/

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