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Zugang zu sauberem Wasser ist mit entscheidend für eine friedliche und nachhaltige Entwicklung der Menschheit

13.05.2005


Neues Institut in Duisburg bündelt Know-how zur Wasserentsalzung

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Die Aufbereitung salzhaltigen Wassers für Trink- und Prozesswassernutzung ist ein Thema von großer wirtschaftlicher und politischer Tragweite. Angesichts der global zunehmenden Knappheit von verwertbarem Trink- und Prozesswasser ist die Brackwasser- und Meerwasserentsalzung ein viel versprechender Ausweg aus der sich abzeichnenden Wasserkrise. Die nordrhein-westfälische Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet wird nun in einem Center for Desalination Research and Capacity Building e.V. (Ce-Des) in Duisburg zusammengefasst. Den Startschuss gab das NRW-Wissenschaftsministerium mit einer ersten Projektförderung in Höhe von 100.000 Euro.

Wissenschaftsministerin Hannelore Kraft: "Das bei der Wasserentsalzung vorhandene Know-how soll in dem neuen Institut Ce-Des gebündelt werden. Damit passt das Zentrum ideal in das Forschungskonzept 2010. Denn die Verfügbarkeit von hochwertigem Wasser zu akzeptablen Preisen ist eine herausragende Aufgabe im 21. Jahrhundert und verheißt exzellente Marktchancen weltweit."


Nach Schätzungen von UNICEF haben weltweit 1,1 Milliarden Menschen nicht genug sauberes Trinkwasser. Jeden Tag sterben rund 5000 Kinder an Krankheiten, die auf schmutziges oder verseuchtes Wasser zurückzuführen sind. Kraft: "Der Zugang zu sauberem Wasser ist mit entscheidend für eine friedliche und nachhaltige Entwicklung der Menschheit. Forschung und Entwicklung aus Nordrhein-Westfalen kann hier einen wichtigen Beitrag leisten."

Die Zahl der Meerwasserentsalzungsanlagen nimmt weltweit ständig zu. Aber auch die Nutzung von salzhaltigem Grund- oder Brackwasser gewinnt eine immer stärkere Bedeutung. Dies gilt nicht nur für besonders heiße und trockene Länder wie etwa die arabischen Staaten, sondern betrifft auch die Wassernutzung in Europa. Wasserentsalzung ist aber nach wie vor teuer. Um sie wirtschaftlicher zu machen, sind weitere Forschungsanstrengungen notwendig. Diese können beispielsweise Werkstofffragen oder die Verfahrenstechnik betreffen.

Hier setzt Ce-Des, das im Wesentlichen von Instituten der Technischen Hochschule Aachen und der Universität Duisburg-Essen getragen wird, mit seiner Forschungsarbeit an. Ziel ist, Entsalzungsanlagen so weiter zu entwickeln, dass hochwertiges Wasser zu wettbewerbsfähigen Preisen mit umweltfreundlichen Verfahren bereitgestellt werden kann. Besondere Bedeutung hat dabei auch die Entwicklung günstiger Kleinanlagen für den dezentralen Einsatz.

Das neue Zentrum, zu dessen Gründungsmitgliedern weitere Forschungseinrichtungen wie das Rheinisch-Westfälische Institut für Wasserforschung (IWW) in Mülheim, das Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft (FiW) in Aachen und das Institut für Energie- und Umwelttechnik (IUTA) in Duisburg, aber auch zahlreiche Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft gehören, wird ein Forschungs-, Transfer- und Ausbildungszentrum errichten. Es ist beabsichtigt, für alle relevanten Entsalzungsverfahren sowohl zu Qualifizierungszwecken als auch für betriebsnahe Forschungs- und Entwicklungsaufgaben eine hochmoderne aufwendige Simulationstechnik zu erarbeiten und aufzubauen.

Damit stehen beispielsweise Unternehmen der Zulieferindustrie mit Hilfe des Zentrums Möglichkeiten zur Verfügung, ihre Aggregate im realistischen Anlagenverbund zu entwickeln, zu testen, zu optimieren und Interessierten zu präsentieren. "Ce-Des ist ein attraktiver Partner für Forschung und Wirtschaft und bietet Unternehmen eine zukunftsorientierte, Erfolg versprechende Aussicht auf Teilhabe an einem Wachstumsmarkt," so Ministerin Kraft.

Thomas Breustedt | idw
Weitere Informationen:
http://www.ce-des.de

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