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Forschungsministerium fördert drei Projekte

13.04.2005


Im bundesweiten Wettbewerb um Fördermittel für Forschung und Entwicklung hat die FH Gießen-Friedberg erneut erfolgreich abgeschnitten. Aus dem Programm "Angewandte Forschung an Fachhochschulen im Verbund mit der Wirtschaft" erhält die Hochschule insgesamt 690.000 Euro. Die Förderzusage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gilt drei beantragten Projekten auf den Gebieten Materialtechnologie, Mobilkommunikation und Regelungstechnik.



Auf "Rekristallisationsverhalten, mechanische Hochtemperatureigenschaften und Verarbeitbarkeit von Iridium" konzentriert sich ein Forschungsvorhaben, das von Prof. Dr. Jürgen Merker geleitet wird. Am Friedberger Fachbereich Maschinenbau, Mechatronik, Materialtechnologie befasst sich sein Team mit der Optimierung von Verfahren zur Bearbeitung des in Legierungen verwandten Edelmetalls Iridium. Dabei besteht eine Kooperation mit der FH Jena und der W. C. Heraeus GmbH & Co. KG, Hanau.



"Breitbandiges drahtloses Internet im öffentlichen Personenverkehr" lautet der Titel eines weiteren Friedberger Projekts, das durch BMBF-Mittel unterstützt wird. Die Gruppe am Fachbereich Informationstechnik - Elektrotechnik - Mechatronik arbeitet unter der Leitung von Prof. Dr. Joachim Habermann an neuen Entwicklungen auf dem Gebiet des Mobilfunks. Das aktuelle Vorhaben dient der Erschließung von komfortablen Internetzugängen in Fahrzeugen. Zu diesem Zweck arbeitet man mit dem Unternehmen T-Systems und der City University in London zusammen.

Eine "Modellbasierte Regelung für direktangetriebene Werkzeugmaschinen" steht im Mittelpunkt des Vorhabens, das Prof. Dr. Oliver Zirn vom Gießener Fachbereich Elektro- und Informationstechnik leitet. Das BMBF finanziert dessen Arbeiten zur Entwicklung einer praxistauglichen und herstellerunabhängigen Steuerungskomponente für solche Maschinen. Industriepartner ist dabei die Firma Rückle GmbH. Im Verbund mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich will das Gießener Team außerdem die wissenschaftliche Basis zur modellbasierten Regelung von Werkzeugmaschinen schaffen.

Dieses BMBF-Programm hat eine verstärkte Kooperation von Hochschulen mit innovativen kleinen oder mittelständischen Unternehmen zum Ziel. Die Auswahl der Projekte treffen unabhängige Gutachter im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF), die bei der Abwicklung die Federführung hat. Die Laufzeit der jetzt bewilligten Forschungsvorhaben endet im Jahr 2008.

Die FH Gießen-Friedberg ist hessenweit die erfolgreichste Hochschule bei der Bewerbung um Mittel aus diesem Förderetat. Nach einer Statistik des BMBF hat die mittelhessische Hochschule zwischen 1992 und 2003 für insgesamt 18 Projekte eine finanzielle Unterstützung erhalten.

Erhard Jakobs | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-giessen.de/

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