Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Förderung der Vernetzung baltischer EU-Unternehmen

11.04.2005


Die Europäische Union fördert im Rahmen des Projektes "Baltic Business Development Network (BBDN)" den deutschen Beitrag mit 570.000 Euro. Dazu gehört auch das Arbeitspaket, welches von der Hochschule Wismar geleitet und gemeinsam mit der Agentur für Technologietransfer und Innovationsförderung (ATI) Westmecklenburg GmbH bearbeitet wird. Ein Ziel des europäischen Großprojektes ist es, die Entwicklung der beteiligten baltischen EU-Regionen und Russlands durch die Schaffung einer virtuellen Baltischen Regionalentwicklungsagentur stärker zu vernetzen und abzustimmen.



"Für die Hochschule Wismar ist das Projekt auch deshalb von besonderer Bedeutung, weil mit Kalmar Wismars schwedische Partnerstadt im Projekt vertreten ist. Damit ergibt sich die Gelegenheit, bestehende Kontakte zwischen beiden Städten auf wissenschaftlichem und wirtschaftlichem Gebiet zu vertiefen.", meint Prof. Dr. Gunnar Prause. Er besuchte bereits Ende 2003 gemeinsam mit der Bürgermeisterin Wismars, Dr. Rosemarie Wilcken, und dem Rektor der Hochschule Wismar, Prof. Dr. Norbert Grünwald, Kalmar und führte erste Vorgespräche zum Projekt. Um den in Mecklenburg-Vorpommern dominierenden kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu anderen Ostseeländern zu erleichtern, hatte die Wismarer Hochschule zusammen mit der Hochschule in Kalmar das Projekt initiiert. Ein von der EU aufgelegtes Programm mit dem Titel "InterregIIIB" zielt speziell auf die Unterstützung derartiger Aktivitäten, wobei "Interreg" für die Vernetzung von Regionen und das "B" für transnationale Zusammenarbeit stehen. Andere derartige Projekte tragen ein "A" für grenzüberschreitende oder ein "C" für interregionale Zusammenarbeit.

... mehr zu:
»Ostseeraum


Der offizielle Startschuss erfolgte, als Ende März 2005 der Projektvertrag mit dem Interreg-Büro in Rostock unterschrieben wurde, so dass nun unter der Leitung der Hochschule in Kalmar insgesamt 17 Partner aus allen an die Ostsee grenzenden EU-Staaten und Russland vertreten sind. In fünf Arbeitspaketen arbeiten jeweils eine Hochschule und eine Regionalentwicklungsgesellschaft aus einem Land zusammen, um regionalen Unternehmen den Zugang zu ausländischen Märkten im Ostseeraum zu erleichtern. Dabei sollen nicht nur Dienstleistungen im Umfeld grenzüberschreitender Unternehmensaktivitäten und Existenzgründungen den kleinen und mittleren Unternehmen der beteiligten Regionen angeboten werden, sondern es soll auch die Entwicklung dieser Regionen durch die Schaffung einer virtuellen Baltischen Regionalentwicklungsagentur stärker vernetzt und abgestimmt werden. Somit würdigte das Interreg-Komitee mit der Genehmigung des Projektes auch das Anliegen einer stärkeren Integration der beteiligten Ostseeregionen einschließlich Russlands, gehören doch mit Dänemark, Finnland, Schweden, Lettland, Litauen, Estland und Polen die Staaten des Ostseeraumes seit Mai 2004 vollständig zur EU. Trotz der vielfältigen Möglichkeiten, die die Mitgliedschaft in der EU bietet, tun sich gerade kleine und mittlere Unternehmen schwer, von den Vorteilen des großen Ostseemarktes zu profitieren. Dies liegt unter anderem daran, dass diese Unternehmen wenig über die vorhandenen Wirtschaftsstrukturen im benachbarten Ostseeraum wissen sowie kaum über entsprechende Sprach- und Kulturfähigkeiten verfügen. Diese Defizite zu beseitigen, ist ein Anliegen der Projektpartner. So soll es in naher Zukunft z.B. möglich sein, dass sich ein schwedischer Unternehmer, der sein Produkt auf dem polnischen Markt platzieren will, an das entsprechende Servicebüro in Schweden wenden und Unterstützung erhalten kann. Das gleiche gilt selbstverständlich für ein kleines Unternehmen aus Nordwestmecklenburg, dass z.B. einen Laden in Estland eröffnen möchte und sich mit diesem Anliegen an das hiesige Servicebüro wendet. Das EU-Projekt ist nicht auf spezielle Unternehmensbranchen beschränkt. Hierbei können die Bearbeiter an der Hochschule Wismar insbesondere auf Erfahrungen aufbauen, die sie im Rahmen von Forschung und fachübergreifenden Arbeiten in den Säulen Technik, Wirtschaft und Gestaltung sowie in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der polnischen Stadt Szczecin und deren Bildungseinrichtungen sowie der finnischen Region Vaasa sammeln konnten. Für Prof. Prause ist ganz offensichtlich, dass durch die Teilnahme der Hochschule Wismar an dem Projekt BBDN die Region Nordwestmecklenburg direkt und gestaltend an den wirtschaftlichen Entwicklungen im Zuge der EU-Osterweiterung und dem damit verbundenen Zusammenwachsen des Ostseeraumes beteiligt ist.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an den Projektleiter an der Hochschule Wismar, Prof. Dr. Gunnar Prause, Tel.: (03841) 753 297 bzw. E-Mail: g.prause@wi.hs-wismar.de.

Kerstin Baldauf | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-wismar.de
http://www.europa.eu.int/comm/regional_policy/interreg3/index.htm
http://www.bsrinterreg.net

Weitere Berichte zu: Ostseeraum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen
06.12.2016 | Technische Universität Clausthal

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie