Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wettbewerb zeigt: Leben in vertrauter Umgebung ist auch bei Pflegebedürftigkeit möglich

16.02.2005


Zehn innovative Quartiersprojekte prämiert

... mehr zu:
»KDA »Pflegebedürftigkeit

Auch bei Pflegebedürftigkeit möglichst lange in der vertrauten Umgebung bleiben zu können, erhoffen sich die meisten Menschen für ihr Alter. Dass das möglich ist, zeigen die Initiativen der nun ermittelten zehn Preisträger des im Mai 2004 von der Bertelsmann Stiftung und dem Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) ausgelobten "Werkstatt-Wettbewerbs Quartier".

Der Wettbewerb fand im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes "Leben und Wohnen im Alter - Bedarfsgerechte Wohnmodelle für die Zukunft" statt. Kooperationspartner waren sowohl konzeptionell als auch bei der Finanzierung das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Stiftung Liebenau, Meckenbeuren, und der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, Berlin.


Das Preisgericht unter dem Vorsitz von Dr. Hans Peter Tews, Heidelberg, hat entschieden, dass das Preisgeld von insgesamt 25.000 Euro unter folgenden Projekten verteilt wird:

1. Preis
Nachbarschaftszentrum Meinolfstraße
Baugenossenschaft Freie Scholle eG, Bielefeld: 10.000 Euro

2.Preis
Sicherung präventiver Angebote bis ins hohe Alter
Miteinander Wohnen e.V., Berlin: 5.000 Euro

3. Preis
Vernetzte Versorgungskette im Münchner Umland
Pflegestern GmbH & Co. KG, Poing: 3.000 Euro

Eine Anerkennung zu je 1.000 Euro erhalten die Projekte:

Gemeindenahe Versorgung in drei ländlichen Gemeinden in Kirchheim/Teck, Im Alter zu Hause leben in Oberwesel, "Wohnen mit Service" in Neuss, In Calau clever wohnen in Calau, Hand in Hand e.V. in Kassel, Haus im Viertel in Bremen und Seniorenzentrum Mühlehof in Steinen.

Insgesamt 85 Projekte hatten sich am Wettbewerb beteiligt, darunter eine Vielzahl beispielhafter Initiativen, deren Wohn- und Betreuungsangebote auf ein kleinräumiges Wohngebiet und somit auf die Bedürfnisse von älteren und pflegebedürftigen Menschen abgestimmt sind. Dabei werden Wohnungsbau und soziale Dienste miteinander verknüpft, wobei sehr unterschiedliche Akteure wie Wohlfahrtsverbände, Wohnungsunternehmen, Kommunen, private Dienstleister oder Vereine auf verschiedene Weise zusammenwirken. Den erfolgreichen Quartiersinitiativen - darunter auch viele, die keine Auszeichnung erhalten haben - ist eines gemeinsam: Sie beziehen sowohl alte und junge Menschen, die in dem Wohngebiet leben, als auch die Organisationen, die hier bereits aktiv sind, in die Planung und Umsetzung der Angebote mit ein. "Die Lösungen weisen in die richtige Richtung, um der Herausforderung einer zunehmend alternden Gesellschaft gerecht zu werden.", freuen sich die Ausrichter des Wettbewerbs.

Nach Angaben der Jury repräsentieren die ersten drei Preisträger verschiedene wegweisende Ansätze. Die Freie Scholle in Bielefeld (1.Preis) zählt zu den "Pionieren des Quartierskonzepts" und hat als Wohnungsunternehmen eine eigene Altenhilfe für und mit ihren Bewohnern aufgebaut. In dem eingereichten Projekt wurde dieser Ansatz auf ein städtisches Wohngebiet ausgedehnt und weitere Akteure wie die Wohlfahrtspflege und die Stadt einbezogen. Miteinander Wohnen e.V. in Berlin-Lichtenberg (2. Preis) ist eine Quartiers-Initiative, die ganz aus dem bürgerschaftlichen Engagement entstanden ist. Ein dichtes Netz von Gemeinschafts- und Hilfeangeboten in einem gewachsenen Ostberliner Wohngebiet wird überwiegend ehrenamtlich organisiert. Die bislang vorwiegend "vorstationäre" Arbeit wird durch die Integration stationärer Pflege zu einem "lückenlosen" Angebot ausgebaut. Die vernetzte Versorgungskette der Pflegestern GmbH &Co. KG in Poing (3. Preis) ist aus einer Initiative bürgerschaftlichen Engagements in enger Zusammenarbeit mit den beiden Kommunen Poing und Kirchheim entstanden. Ein besonderes Merkmal dieses Projekts ist das Angebot von "Betreutem Wohnen zu Hause" in Verbindung mit einem tragfähigen Finanzierungskonzept.

Die öffentliche Preisverleihung findet am 22. April 2005 im Umweltforum Berlin im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Gemeinschaftsprojekts der Bertelsmann Stiftung und des KDA "Leben und Wohnen im Alter" statt.

Weitere Informationen zum Ablauf stellen das KDA oder die Bertelsmann Stiftung gern zur Verfügung.

Kuratorium Deutsche Altershilfe
"Werkstatt-Wettbewerb Quartier"
An der Pauluskirche 3
50677 Köln
Tel.: 0221/931847-0
Fax. 0221/931847-6
E-Mail: wohnen@kda.de

Bei Rückfragen an die Bertelsmann Stiftung:
Birgit Ottensmeier
Tel.: 0 5421/81 81 205
Fax: 05421/81 81 205
E-Mail: birgit.ottensmeier@bertelsmann.de

Klaus Großjohann | idw
Weitere Informationen:
http://www.kda.de
http://www.aktion2050.de
http://www.bertelsmann-stiftung.de

Weitere Berichte zu: KDA Pflegebedürftigkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Forschungspreis „Transformative Wissenschaft 2018“ ausgelobt
16.02.2018 | Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

nachricht Preis der DPG für superpräzisen 3-D-Laserdruck aus Karlsruhe
14.02.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Im Focus: Demonstration of a single molecule piezoelectric effect

Breakthrough provides a new concept of the design of molecular motors, sensors and electricity generators at nanoscale

Researchers from the Institute of Organic Chemistry and Biochemistry of the CAS (IOCB Prague), Institute of Physics of the CAS (IP CAS) and Palacký University...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

Von Bitcoins bis zur Genomchirurgie

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Die Zukunft wird gedruckt

19.02.2018 | Architektur Bauwesen

Fraunhofer HHI präsentiert neueste VR- und 5G-Technologien auf dem Mobile World Congress

19.02.2018 | Messenachrichten

Stabile Gashydrate lösen Hangrutschung aus

19.02.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics