Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Von Aktienkursen und europäischem Recht: Gay-Lussac-Humboldt-Preis für zwei RUB-Forscher

15.02.2005


Französisches Wissenschaftsministerium ehrt deutsche Forscher

... mehr zu:
»Aktienkurs »Mathematik »RUB

Zwei von fünf Preisträgern kommen aus Bochum: Der Mathematiker Prof. Dr. Herold Dehling und der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Christoph Krampe haben den Gay-Lussac-Humboldt-Preis 2005 für deutsche Wissenschaftler erhalten. Anlässlich des Deutsch-Französischen Tages am 22. Januar ehrte das französische Bildungs- und Forschungsministerium die beiden RUB-Forscher für ihre Verdienste um die wissenschaftliche Zusammenarbeit beider Länder. Der Preis ist mit jeweils 22.000 Euro dotiert.

Prof. Dehling: Beschreibung abhängiger Prozesse


Das Spezialgebiet des Mathematikers Prof. Dehling sind die Wahrscheinlichkeitstheorie und ihre Anwendungen. Dabei untersucht er vor allem so genannte abhängige Prozesse. Dies ist in der Mathematik ein noch relativ junger Ansatz. Während die Wahrscheinlichkeitsrechnung bereits seit etwa 300 Jahren einzelne Prozesse beobachtet und beschreibt, richtet sich der Blick erst seit gut 25 Jahren auf komplexere Zusammenhänge: Das Ergebnis eines Experiments beeinflusst das nächste Experiment. So ist es möglich, langfristige wirtschaftliche Prozesse, etwa den Verlauf von Aktienkursen, mathematisch zu beschreiben und zu modellieren. Prof. Dehling finanziert mit dem Preisgeld einen Forschungsaufenthalt an der Universität Rouen, zu der er seit einigen Jahren intensive Kontakte hat.

Prof. Krampe: Spezialist für römisches Recht

Prof. Krampe ist ein Spezialist für römisches Recht und Zivilrecht. Auf dieser Grundlage arbeitet er insbesondere auf dem Gebiet des europäischen Vertragsrechts, zum Beispiel als Mitglied der Akademie europäischer Privatrechtswissenschaftler in Pavia (Italien). Krampe unterhält zahlreiche Kontakte ins europäische Ausland, er ist Beauftragter für Auslandsbeziehungen der Juristischen Fakultät der RUB (zum Beispiel für das ERASMUS-Programm) und seit dem Jahr 2000 Gastprofessor an der Université Panthéon-Assas Paris II. Dort wird er mit dem Stipendium seinen Forschungsaufenthalt finanzieren.

Gay-Lussac-Humboldt-Preis

Der Gay-Lussac-Humboldt-Preis wird seit 1983 an deutsche und französische Wissenschaftler verliehen, die sich besonders um die Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit beider Länder verdient gemacht haben. Das Forschungsstipendium ermöglicht deutschen Wissenschaftlern einen Aufenthalt an einer französischen Hochschule und umgekehrt. Benannt ist der Preis nach den beiden Naturforschern Alexander von Humboldt (1769 - 1859) und Louis Joseph Gay-Lussac (1778 - 1850), die zeitweise in Paris zusammengearbeitet haben und heute Vorbild für die deutsch-französische Kooperation in der Wissenschaft sind.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Herold Dehling, Lehrstuhl für Stochastik, insbesondere Wahrscheinlichkeitstheorie und ihre Anwendungen, Fakultät für Mathematik der RUB, Tel. 0234/32-25678, E-Mail: Herold.Dehling@rub.de

Prof. Dr. Christoph Krampe, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Antike Rechtsgeschichte und Römisches Recht, Juristische Fakultät der RUB, Tel. 0234/32-22856, E-Mail: LS.Krampe@jura.rub.de

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/

Weitere Berichte zu: Aktienkurs Mathematik RUB

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)
26.05.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften