Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BMBF veröffentlicht Bekanntmachung zur Nanomedizin

09.02.2005


Gezielter Transport von Arzneistoffen an ihren Wirkort, Implantate mit therapeutischer oder regenerativer Wirkung, intelligente Kontrastmittel für die medizinische Bildgebung - das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bringt die Vorzüge von Nanotechnologien für Gesundheit und Lebenswissenschaften jetzt einer breiten Anwendung näher. Bis zu 30 Millionen Euro stellt das Ministerium als Fördermittel für Forschungsprojekte auf diesem Gebiet bereit. In seiner neuen Bekanntmachung "Leitinnovation NanoforLife " vom 28. Januar 2005 fordert das BMBF interessierte Forscher aus Wirtschaft und Wissenschaft auf, Skizzen zu industriegeführten Projektverbünden bis zum 15. April 2005 einzureichen.

... mehr zu:
»BMBF »Nanotechnologie

Die VDI Technologiezentrum GmbH in Düsseldorf ist als Projektträger des BMBF für Nanotechnologie federführend mit der Abwicklung der Förderaktivitäten beauftragt. Mit der neuen Bekanntmachung verstärkt das BMBF die erfolgreiche Förderinitiative Nanobiotechnologie und schließt zugleich den Kreis der im Rahmenkonzept zur Nanotechnologie angekündigten Leitinnovationen.

Nanotechnologische Verfahren bieten große Vorteile für Pharmazie, Implantatmedizin und bildgebende Diagnostik. So kommen zahlreiche Wirkstoffkandidaten trotz ihres hohen pharmakologischen Potenzials als Medikamente nicht in Frage, da sie aus verschiedensten Gründen ihre Wirkorte nicht erreichen können. Nanoskalige Wirkstoffträgersysteme sollen Wirkstoffe während des Transports zum Zielgewebe vor Zersetzung schützen, sie durch biologische Barrieren wie etwa die Bluthirnschranke bringen und ihre kontrollierte Anreicherung im Zielgewebe ermöglichen.


Nanoskalige Partikel können ebenso für die medizinische Bildgebung von Nutzen sein. Als Kontrastmittel oder Kontrastmittel-Trägersysteme, die möglichst spezifisch ihr Zielgewebe finden, eröffnen sie neue Möglichkeiten für Verfahren der In-vivo-Diagnostik.

Ein vorrangiges Ziel der Implantatmedizin und der zellbasierten, regenerativen Medizin ist eine optimale Bioverträglichkeit der verwendeten Systeme. Die gezielte Mikro-Nanostrukturierung von Oberflächen oder nanoporöse Schichten zur Freisetzung von Wirkstoffen oder bioaktiven Molekülen stellen eine "sanfte" Einbettung der Systeme in den Körper in Aussicht.

Ausführlich beleuchtet wurden Thema und Fördermaßnahme im Rahmen einer Auftaktveranstaltung am 26. Januar 2005 in Düsseldorf.

Ansprechpartner in der VDI Technologiezentrum GmbH für die Bekanntmachung "NanoforLife":

Dr. Oliver Bujok
VDI Technologiezentrum GmbH
- Projektträger für das BMBF -
Graf-Recke-Straße 84
40239 Düsseldorf
Tel.: 02 11 / 62 14 - 476
Fax: 02 11 / 62 14 - 484
email: bujok@vdi.de

Dr. Andreas Hoffknecht | idw
Weitere Informationen:
http://www.nanoforlife.de
http://www.bmbf.de/foerderungen/
http://www.vdi.de

Weitere Berichte zu: BMBF Nanotechnologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert für weitere drei Jahre Forschungen zu Kieselalgen
22.03.2017 | Technische Universität Dresden

nachricht Effiziente Tools für bildgebende Studien
21.03.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen