Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studierende der Universität Graz gewannen Wettbewerb von DaimlerChrysler

03.02.2005


Vom "fahrbaren Untersatz" zum HighTech-Wunder: Autos verwöhnen heute mit jeder Menge Komfort, Fahrspaß und Sicherheit. Doch je raffinierter ein Modell, umso länger und komplexer ist für gewöhnlich seine Betriebsanleitung. Wie mögliche Alternativen aussehen könnten, zeigte kürzlich ein Team von fünf Studierenden der Uni Graz unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Susanne Göpferich vom Institut für Theoretische und Angewandte Translationswissenschaft (ITAT). Die StudentInnen erarbeiteten im Rahmen eines Wettbewerbs Vorschläge, wie man Teile des Benutzerhandbuchs der Mercedes-Benz E-Klasse in eine neue Form bringen könnte: verständlicher, knapper und übersichtlicher strukturiert. Das Unternehmen verlieh ihnen dafür einen ersten Preis.



Der von DaimlerChrysler im Frühjahr 2004 ausgeschriebene Wettbewerb hatte das Ziel, Ideen für eine Überarbeitung der Betriebsanleitungen zur Mercedes-Benz E-Klasse zu sammeln. Gefragt war ein umfassendes Konzept: Es sollte eine optimierte Gesamtstruktur des existierenden Benutzerhandbuchs, die Umschlaggestaltung sowie die beispielhafte Bearbeitung diverser Musterthemen, wie Kombiinstrument und Multifunktionslenkrad, Fahrsysteme (Tempomat, Distronic, Speedtronic) sowie Fahrer- und Beifahrersitz beinhalten. Die Studierenden der Uni Graz konzentrierten sich auf größtmögliche Verständlichkeit und Klarheit von Struktur und Text. Ihre Arbeit wurde gemeinsam mit den Vorschlägen von sieben Informations-Design-Studentinnen der Stuttgarter Hochschule der Medien ausgezeichnet und mit einem Preisgeld von 7.500 Euro belohnt.

... mehr zu:
»ITAT »LabCom


Die Teilnahme am Wettbewerb von DaimlerChrysler war nur eines der Projekte des von Susanne Göpferich im Februar 2003 ins Leben gerufenen "Labors für Kommunikation und Dokumentation", kurz "LabCom.Doc". Als Einrichtung am ITAT ist das LabCom.Doc ein Zentrum für Wissenstransfer, das Kooperationen von Wissenschaft und Wirtschaft fördern möchte. Die Universität bietet den Firmen Know-how, die Zusammenarbeit mit den Unternehmen wiederum trägt zur Praxisnähe und Marktorientierung des Studiums bei.

Ein Hauptaufgabengebiet des LabCom.Doc ist die Entwicklung einer einheitlichen Verwendung von Ausdrücken in technischen Texten und Betriebsanleitungen. Das bedeutet: Für ein bestimmtes Ding soll immer dieselbe Bezeichnung verwendet werden, sowohl im Deutschen als auch in den jeweiligen Übersetzungen. Das erleichtert das Verständnis ebenso wie das Übersetzen und spart somit Zeit und Kosten. Mit den auf diese Weise herausgefilterten Begriffen werden für die Betriebe eigene Terminologie-Datenbanken eingerichtet. Weiters führt das LabCom.Doc auch Analysen von Dokumenten, praktische Benutzertests, Beratungen und Mitarbeiterschulungen durch.

Kontakt:

Univ.-Prof. Dr. Susanne Göpferich
Institut für Theoretische und Angewandte Translationswissenschaft
Universität Graz
Tel. 0316/380-2670 oder 0316/21 49 63
E-Mail: susanne.goepferich@uni-graz.at

Gudrun Pichler | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-graz.at
http://www.susanne-goepferich.de/lab_com_doc.html

Weitere Berichte zu: ITAT LabCom

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)
26.05.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften