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Kinder mit Migrationshintergrund richtig fördern

03.02.2005


Bund und Länder investieren 12,5 Millionen Euro in Bildungsprogramm für Migranten


Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn will junge Menschen mit Migrationshintergrund in der Bildung stärker fördern. "Erst eine gute Bildung schafft die Basis für die Teilhabe an den Chancen unserer Gesellschaft", sagte Bulmahn anlässlich des Starts des Bund-Länder-Programms "Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund" am Donnerstag. "Die Förderung und Integration von Migrantinnen und Migranten muss zu einem zentralen Element der Bildung in allen Bereichen werden."

Das Programm zielt auf eine bessere Sprachförderung vom Kindergarten bis zur beruflichen Ausbildung. Von zentraler Bedeutung dafür ist die individuelle Sprachstandsfeststellung. Dabei sollen die Erfahrungen der Länder aus Programmen für Migranten ausgetauscht und für die Praxis genutzt werden. Beteiligt sind derzeit die Länder Berlin, Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Einsteigen wollen noch Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Sachsen und Schleswig-Holstein. Bund und Länder teilen sich die Gesamtkosten von 12,5 Millionen Euro. Das Programm läuft bis zum Jahr 2009.


Nach den Daten der Studie PISA 2003 hängen junge Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland im Vergleich zu Gleichaltrigen beim Kompetenzniveau etwa ein bis zwei Schuljahre zurück. Hauptursache dafür sind Defizite in der Sprache. Andere Länder schneiden bei der Förderung und Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund wesentlich besser ab.

Pressereferat (LS 13) | BMBF
Weitere Informationen:
http://www.blk-foermig.uni-hamburg.de
http://www.bmbf.de

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