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Kaiser-Friedrich-Forschungspreis 2005 - Jetzt bewerben!

13.12.2004


Ausschreibung für richtungsweisende Forschung in der Biophotonik


Golgi Apparat (grün) und Kern (blau) einer lebenden Zelle. 3D-Aufnahmen von Zellorganellen in der gezeigten optischen Auflösung von 100 nm wurden erstmals durch die 4Pi-Mikroskopie möglich.
Foto: Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie Göttingen, Dr. Alexander Egner



Am 13. Dezember fällt der Startschuss für den mit 15.000 Euro dotierten Kaiser-Friedrich-Forschungspreis 2005. Diese Auszeichnung wird alle zwei Jahre für innovative Forschung im Bereich Optischer Technologien verliehen. Die aktuelle Ausschreibung ist der Biophotonik gewidmet, die wichtige Fortschritte in den Lebenswissenschaften wie der Biotechnologie, der Medizin, den Umwelt- und Agrarwissenschaften bzw. der Lebensmittelanalytik erwarten lässt. Unter dem Kunstwort Biophotonik werden Technologien zusammengefasst, die es ermöglichen Funktionen und Abläufe innerhalb lebender Zellen zu studieren und gezielt in biologische Prozesse einzugreifen. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung neuer bzw. der Optimierung bestehender optischer Technologien, die einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis zellulärer Vorgänge leisten (Mikroskopie, Spektroskopie, Screening).

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Licht ins Dunkel biologischer Prozesse bringen

Biophotonik könnte der Schlüssel für ein tief greifendes Verständnis von Krankheitsursachen sein, um Krankheiten frühzeitig erkennen, therapieren und damit die Heilungschancen erhöhen zu helfen. Beispielhaft seien hier erwähnt: Eine Kombination von Endoskopie mit endoholographischen Methoden soll das Erkennen von Darmkrebs im Frühstadium ermöglichen, eine neuartige Behandlung des Innenohrs mittels Laserstrahlen könnte Gehörlose bereits im Kindesalter heilen und ein neues optisches Messverfahren soll helfen die Passgenauigkeit von Implantaten zu erhöhen.

Biophotonik-Anwendungsbereiche außerhalb der Medizin finden sich etwa in der Detektion biologisch aktiver Substanzen (z. B. Pollen, Bakterien) in der Luft, in der industriellen Qualitätskontrolle von Lebensmitteln (Analyse der Frische und Keimfähigkeit) oder in der Erfassung ’erntefrischer’ Bäume im Forstbestand. Weiter ergeben sich unter Einbeziehung der Biologie vollkommen neue Möglichkeiten zur Synthese funktionaler Materialien für die Optik.

Visionen mit Zukunft

Der Stifter des Kaiser-Friedrich-Forschungspreises, Dr.-Ing. Jochen Stöbich, Geschäftsführer des Unternehmens Stöbich Brandschutz in Goslar, möchte vor allem die angewandte Forschung als Gemeinschaftsaufgabe mittelständischer Unternehmen im Bereich der Optischen Technologien forcieren. "Ich bin überzeugt, dass das Werkzeug Licht als echte Querschnittstechnologie das Potential für wichtige Innovationen in Forschung und Industrie birgt und damit für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Deutschland eine große Bedeutung hat", erläutert Dr. Stöbich die Beweggründe für sein Engagement.

Der Kaiser-Friedrich-Forschungspreis wird gemeinsam vom niedersächsischen Kompetenznetz für Optische Technologien PhotonicNet und der TU Clausthal organisiert. Eingereichte Beiträge sollten ein hohes Innovationspotential und eine deutliche Perspektive für die Umsetzung in neue Produkte oder Verfahren zeigen.
Interessenten können sich die Bewerbungsunterlagen mit allen formalen Erfordernissen ab dem 13. Dezember von der gleichnamigen Internetseite herunterladen oder bei PhotonicNet anfordern.

Am 03. Mai 2005 wird eine 7-köpfige Jury namhafter Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft die Preisträger im Rahmen des InnovationsForum Photonik in Goslar bekannt geben.

Im Überblick:

Kaiser-Friedrich-Forschungspreis 2005
15.000 Euro für innovative Forschung in der Biophotonik
Bewerbung einreichen bis 11.03.2005
Preisverleihung 03. Mai 2005 - InnovationsForum Photonik, Kaiserpfalz Goslar

Weitere Informationen:

PhotonicNet GmbH Hannover
Kompetenznetz Optische Technologien
Geschäftsstelle Göttingen
Anja Nieselt-Achilles
Tel. (0551) 30572-22, Fax: -11
E-Mail: anja.nieselt@photonicnet.de
www.photonicnet.de

Anja Nieselt-Achilles | idw

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