Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BMBF vergibt 27 Millionen Euro Preisgeld für die Förderung der Forschung

09.12.2004


Catenhusen: „Chancen für Nachwuchs in der Nanotechnologie“



Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) setzt in der Entwicklung der Nanotechnologie auf die Förderung junger Nachwuchswissen-schaftlerinnen und –wissenschaftler. In einem Wettbewerb wurden jetzt 17 Preisträger mit 27 Millionen Euro für ihre Arbeit ausgestattet, teilte das BMBF am Donnerstag in Berlin mit. Der Staatssekretär im BMBF Wolf-Michael Catenhusen unterstrich die langfristige Bedeutung der Förderung. „Mit dem Wettbewerb schaffen wir für den Nachwuchs neue Chancen in der Nanotechnologie.“ Der international ausgeschriebene Wettbewerb bringe exzellente Wissenschaftler ins Land und binde sie auch langfristig an Deutschland. Mehr als die Hälfte der Preisträgerinnen und Preisträger strebe nach der fünfjährigen Projektlaufzeit eine Ausgründung an.

... mehr zu:
»Nanotechnologie


Die ausgewählten Vorhaben erstrecken sich über sämtliche Wissenschaftsdisziplinen der Nanotechnologie, von der Materialforschung über die Chemie und Biologie bis hin zur Elektronik. Die Auszeichnung gibt den Forscherinnen und Forschern die Möglichkeit sich eine eigene, von den Institutsstrukturen unabhängige Forschergruppe aufzubauen. Sie erhalten dafür Beträge zwischen einer Million und fast 2,4 Millionen Euro. In den 17 Forschergruppen werden 73 Wissenschaftler sowie 13 Techniker arbeiten.

Catenhusen zeigte sich erfreut, dass sich unter den neu berufenen Leitern auch zwei Juniorprofessoren befinden. „Die Bundesregierung schafft mit ihrer Hochschulreform und Forschungsförderung die Basis für einen nachhaltigen Aufschwung in der Wissenschaft.“ Dadurch gehöre Deutschland nun auch zu den Gewinnern im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe, dem Brain gain. So seien von den unter 80 eingegangenen Bewerbungen ausgewählten 17 Experten zwei aus dem Ausland nach Deutschland zurück gekommen, weitere sechs seien Rufen ins Ausland wegen der Auszeichnung nicht gefolgt. Fast die Hälfte der Mitarbeiterstellen werde mit ausländischen Nachwuchswissenschaftlern besetzt.

Der Preis ist Teil des BMBF-Fachprogramms „Werkstoffinnovationen für Industrie und Gesellschaft - WING“, mit dem die Anwendung neuer Technologien in der Praxis beschleunigt werden soll. Das gilt auch für den Nanotechnologie-Preis. Bei den geförderten Projekten handelt es sich zwar zumeist um grundlegende visionäre Forschungsthemen wie beispielsweise die Erforschung von Nanostrukturen für Quantencomputing sowie neue Ansätze zur Bekämpfung unheilbarer Krankheiten. Trotzdem wurden bereits mit 15 Firmen Kooperationen eingegangen und bislang 1,5 Millionen Euro an zusätzlichen Drittmitteln aus der Industrie eingeworben.

| BMBF
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: Nanotechnologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Sechs innovative Projekte sind im Rennen um den begehrten European Health Award 2017
17.08.2017 | European Health Forum Gastein

nachricht ERC-Grants: Fünf neue Projekte an der LMU
11.08.2017 | Ludwig-Maximilians-Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Scharfe Röntgenblitze aus dem Atomkern

17.08.2017 | Physik Astronomie

Fake News finden und bekämpfen

17.08.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Effizienz steigern, Kosten senken!

17.08.2017 | Messenachrichten