Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

RWTH Aachen bestes Offensivteam beim weltgrößtem Anti-Hacker-Wettbewerb

09.12.2004


Eine Gruppe Informatik-Studierender der RWTH Aachen um Professor Gärtner belegte beim weltgrößten universitären Anti-Hacker-Wettbewerb in der Sparte "Offensive" den ersten Platz von 15 Universitäten, insgesamt den Platz 2. Der Wettbewerb fand am Freitag, dem 3. Dezember 2004, zeitgleich an 15 Universitäten weltweit statt.

... mehr zu:
»RWTH

Beim sogenannten "UCSB Capture The Flag Contest", einer Art elektronischem Räuber-und-Gendarm-Spiel, betreute jede teilnehmende Universität einen Rechner, den sie vor Angriffen der anderen Teilnehmer aus dem Netzwerk schützen muss. Natürlich wird der gesamte Wettbewerb nicht im normalen Internet geführt, sondern in einem speziell abgesicherten "Virtuellen Privaten Netz", damit von den Wettkampfaktivitäten keine Gefahren für den Rest der Welt ausgeht. Die Teams kassierten Punkte dafür, dass sie spezielle Internet-Dienste wie beispielsweise verschiedene Web-Applikationen oder einen Chat-Server während der Wettkampfzeit ohne Unterbrechung anbieten. Außerdem gab es Punkte für erfolgreiche Angriffe auf die Rechner der anderen Teams. Und genau hier war das Team aus Aachen besonders erfolgreich und konnte den ersten Platz erringen.

Der Wettbewerb wird alljährlich von der amerikanischen University of California at Santa Barbara (UCSB) veranstaltet und war in diesem Jahr zum ersten Mal für internationale Teilnehmer offen. Neben etablierten Universitäten aus den USA, wie der University of California/Santa Barbara, GeorgiaTech und der University of Texas at Austin sowie einigen militärischen Ausbildungsstätten der USA, wie die United States Military Academy, West Point und die Monterey Naval Postgraduate School, nahmen diesmal auch 5 europäische Universitäten teil, nämlich die TU Wien, Politecnico di Milano, und die Technische Universität in Trondheim, Norwegen. Aus Deutschland war neben der RWTH Aachen nur noch die Technische Universität Darmstadt im Teilnehmerfeld vertreten.


"Besonders stolz sind wir darauf, dass wir die Spezialisten für offensive IT-Sicherheit so weit hinter uns gelassen haben, nämlich die Teams der amerikanische Militärakademien", bemerkt Felix Gärtner, Informatikprofessor aus Aachen, dessen Arbeitsgruppe das lokale Team betreute. "Für uns kam der Erfolg etwas überraschend, da wird aufgrund der geringen Vorbereitungszeit keine großen Erwartungen hatten", ergänzte Thorsten Holz, einer der Betreuer des Aachener Teams.

Das Team mit dem Namen "0ld Eur0pe", einerseits ein Seitenhieb und andererseits eine Referenzerweisung an die Kaiserstadt Aachen, bestand aus Michael Becher, Lutz Böhne, Stefan Buhr, Ernest Hammerschmidt, Thorsten Holz, Boris Leidner, Jens Liebchen, Mario Manno, Juliane Mathes, Sammy Okasha, Lexi Pimenidis, Andreas Sensen und Ilja van Sprundel landete in der Schlusswertung auf einem hervorragenden zweiten Platz ganz knapp hinter dem Sieger, dem Team "The Tower of Hanoi" vom Politecnico di Milano aus Italien. Auf dem dritten Platz landete mit großem Abstand das Team "We 0wn You" von der TU Wien. "Während des sechsstündigen Wettbewerbs lagen wir mehr als vier Stunden in der Wertung ganz vorne, wurden dann allerdings vom italienischen Team überholt", kommentiert
Holz den Spielverlauf.

Der Wettbewerb erlaubt es den Teilnehmern, in einer realistischen Situation Erfahrungen im Umgang mit praktischen Methoden der IT-Sicherheit zu machen und ergänzt also optimal die universitäre Ausbildung in diesem Bereich. "Wir proben hier sozusagen den Crash-Test für sichere IT-Systeme", unterstreicht Gärtner die Wichtigkeit solcher Wettbewerbe. "Nur wenn man die Methoden der Angreifer kennt, kann man sich richtig verteidigen", fügt Lexi Pimenidis hinzu, Betreuer des Aachener Teams und Doktorand am Lehrstuhl für Informatik 4 der RWTH Aachen.

Der Wettbewerb fand zufällig am "Tag der Informatik" statt, dem jährlichen großen Fest der Fachgruppe Informatik, das einen Überblick über die Forschungsaktivitäten der Informatik an der RWTH gab.

Die lokale Organisation des Anti-Hacker-Wettbewerbs übernahm das Lehr- und Forschungsgebiet Informatik 4 der RWTH Aachen unter der Leitung von Prof. Dr. Felix Gärtner. Ansprechpartner sind Lexi Pimenidis, Thorsten Holz und Martin Mink.

Prof. Dr. Felix Gärtner, gaertner@informatik.rwth-aachen.de, Tel +49 241 80-21430
Dipl.-Inform. Lexi Pimenidis, lexi@i4.informatik.rwth-aachen.de, Tel +49 241 80-21419
Dipl.-Inform. Martin Mink, mink@informatik.rwth-aachen.de, Tel +49 241 80-21432
Thorsten Holz, thorsten.holz@mmweg.rwth-aachen.de

Thomas von Salzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.cs.ucsb.edu/~vigna/CTF

Weitere Berichte zu: RWTH

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren
16.10.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Dr. Philipp Schommers erhält Förderpreis für Klinische Infektionsforschung
16.10.2017 | Uniklinik Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz