Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ignaz-Lieben-Preis wieder ins Leben gerufen

09.11.2004


Ältester Preis der Akademie der Wissenschaften wieder errichtet



Der älteste Preis der österreichischen Akademie der Wissenschaften, der Ignaz-Lieben-Preis, ist 2004 wieder ins Leben gerufen worden. Heute, Dienstag, ist der ungarische Wissenschaftler Zoltan Nusser als erster Forscher seit 1937 mit dem Preis ausgezeichnet worden. Gestiftet wird der "österreichische Nobelpreis" vom Ehepaar Isabel und Alfred Bader. Das Preisgeld beträgt 18.000 Dollar.

... mehr zu:
»Ignaz-Lieben-Preis


Der Ignaz-Lieben Preis wurde seit 1862 im Drei-Jahres-Zyklus abwechselnd für die Wissenschaftsdisziplinen Physik und Chemie vergeben. Ab 1908 wurde er aufgestockt und jährlich für Leistungen auf den Gebieten der Mathematik und Physiologie vergeben. "1937 wurde der Preis das letzte Mal vergeben", berichtet Herbert Mang, Präsident der österreichischen Akademie der Wissenschaften anlässlich der Wiedereinführung des Preises. Mang erinnerte auch daran, dass spätere Nobelpreisträger wie Fritz Pregl, Victor Hess, Otto Loewi und Karl von Frisch sowie die Kernphysikerin Lise Meitner unter den Preisträgern waren. Der Ignaz-Lieben-Preis ist von den Mäzenen Isabel und Alfred Bader erneut ins Leben gerufen worden und soll wissenschaftliche Leistungen von Forschern aus den Ländern Österreich, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Slowenien, Tschechien, Ungarn, der Slowakei und Slowenien auszeichnen.

Georg Winckler, Rektor der Universität Wien und Peter Skalicky, Rektor der TU-Wien, begrüßten die Initiative der Wiedereinführung des Wissenschaftspreises. Wissenschaft sei nicht mehr eine reine Staatsangelegenheit, so Skalicky, der daran erinnerte, dass Mäzenatentum bis zur Zwischenkriegszeit gang und gäbe war. Zusätzlich betonten beide Rektoren die Aufwertung der Naturwissenschaften als positives Signal. Preise wie der Ignaz-Lieben-Preis erhöhen auch das öffentliche Interesse an Wissenschaft und Forschung.

Der ungarische Wissenschaftler Nusser erhielt den Preis für seine Leistungen auf dem Gebiet der zellulären Neurophysiologie im Gehirn. Der Forscher, der an der University of California in Los Angeles arbeitete, beschäftigt sich mit den komplexen Vorgängen im Gehirn, insbesondere der Verarbeitung, Übermittlung und Speicherung von Sinneseindrücken in den Nervenzellen. Von besonderem Interesse ist für den Wissenschaftler, der das Institut für Experimentalmedizin der Ungarischen Akademie der Wissenschaften aufgebaut hat, der Geruchsinn. Die Erkenntnisse sollen auch zu einem besseren Verständnis von Erkrankungen wie Epilepsie oder Parkinson dienen.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.oeaw.ac.at
http://www.zbp.univie.ac.at/ilp

Weitere Berichte zu: Ignaz-Lieben-Preis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht Sensible Daten besser analysieren
16.02.2017 | Georg-August-Universität Göttingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Im Focus: Weltweit genaueste und stabilste transportable optische Uhr

Optische Strontiumuhr der PTB in einem PKW-Anhänger – für geodätische Untersuchungen, weltweite Uhrenvergleiche und schließlich auch eine neue SI-Sekunde

Optische Uhren sind noch genauer als die Cäsium-Atomuhren, die gegenwärtig die Zeit „machen“. Außerdem benötigen sie nur ein Hundertstel der Messdauer, um eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

Ökologischer Landbau: Experten diskutieren Beitrag zum Grundwasserschutz

17.02.2017 | Veranstaltungen

Von DigiCash bis Bitcoin

16.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Stammzellen verlassen Blutgefäße in strömungsarmen Zonen des Knochenmarks

17.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

LODENFREY setzt auf das Workforce Mangement von GFOS

17.02.2017 | Unternehmensmeldung

50 Jahre JULABO : Erfahrung – Können & Weiterentwicklung!

17.02.2017 | Unternehmensmeldung