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Gösta Gustafson Award 2004 an amerikanisches Identifzierungsteam verliehen

22.10.2004


Mit dem Gösta Gustafson Award 2004 des Arbeitskreises für Forensische Odonto-Stomatologie (AKFOS) in der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund und Kieferheilkunde (DGZMK) wurden die 31 Ärzte und Zahnärzte des New York City Medical Examiner´s Dental Identification Team auf der 28. Jahrestagung des AKFOS am 16. Oktober in Mainz ausgezeichnet.


Die Teilnehmer der Preisverleihung beim Gösta Gustafson Award 2004


Die Preisträger haben in monatelanger Kleinarbeit mit forensisch-zahnärztlichen Methoden zur Identifizierung eines großen Teils der Opfer des Terroranschlags auf das World Trade Center am 11. September 2001 beigetragen. Diese hohe Auszeichnung wurde von den Vorstandsmitgliedern Dr. Dr. Klaus Rötzscher, Priv.-Doz. Dr. Rüdiger Lessig und dem Generalsekretär der DGZMK, Dr. Karl-Rudolf Stratmann, in einer feierlichen Zeremonie im großen Hörsaal der Frauenklinik der Johannes Gutenberg-Universität überreicht.


Eröffnet wurde die wissenschaftlichen Tagung durch den Vorsitzenden Dr. Dr. Klaus Rötzscher, Speyer, und einem Grußwort des Mainzer Oberbürgermeisters Jens Beutel im Gutenberg-Museum. Dabei wurde den TeilnehmerInnen die Drucktechnik der Bibel des 15. Jahrhunderts demonstriert. Es schloss sich ein Orgelkonzert im Mainzer Dom an: Domorganist Albert Schönberger gab an zwei verschiedenen Orgeln einen Einblick in sein großes Repertoire. Diese beiden kulturellen Höhepunkte bildeten den eindruckvollen Auftakt eines Tages, in dessen Verlauf - sozusagen als Höhepunkt - der Gösta Gustafson Award 2004 verliehen wurde. Der interdisziplinäre Arbeitskreis für Forensische Odonto-Stomatologie der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin hat im Jahre 2002 einen nach Professor Gösta Gustafson benannten Preis ins Leben gerufen. Dieser Award wird alle zwei Jahre vom Vorstand des Arbeitskreises in Anerkennung der Verdienste um die Forensische Odonto-Stomatologie an Personen vergeben, die auf diesem Gebiet hervorragende Leistungen vollbracht oder wissenschaftlich herausragende Beiträge veröffentlicht haben.

Anschließend referierte Lawrence A. Dobrin, DMD, Deputy Chief Forensic Dentist, New York, Einzelheiten aus ihrer zahnärztlichen Identifizierungstätigkeit. Der folgende Vortrag von Dr. Dr. Claus Grundmann, Duisburg, über die Flugzeugkatastrophe in der Nähe von Überlingen am Bodensee vom Juli 2002 veranschaulichte mit sehr gutem Bildmaterial eindrucksvoll die zahnärztlichen Methoden der Identifizierung der 71 Opfer - in der Mehrzahl Kinder aus Bashkirien. Mit dem juristischen Thema "Jurisprudence - what`s going on ?" beendete Kollege Lic. Jur. Yvo Vermylen, Belgien, das Symposium.

Die Tagung, die nach den Richtlinien der DGZMK zur Erlangung des DGZMK-Fortbildungssiegels als hochwertige Fortbildungsveranstaltung anerkannt ist, wurde mit sechs Fortbildungspunkten bewertet. Neben den Amerikanern nahmen Gäste aus Belgien, Brasilien, Frankreich, Österreich und der Schweiz teil.

Im Anschluss fand die Mitgliederversammlung statt. Neben dem Bericht des Vorsitzenden und der Entlastung des Vorstandes waren in diesem Jahr Neuwahlen erforderlich. Dr. Dr. Klaus Rötzscher, Speyer, 1. Vorsitzender, und Univ.-Prof. Dr. Dr. Ludger Figgener, Münster, 2. Vorsitzender, wurden von den anwesenden Mitgliedern bestätigt. Der bisherige Schriftführer, Priv.-Doz. Dr. Rüdiger Lessig, Leipzig, wurde zum Sekretär und Dr. Dr. Claus Grundmann, Duisburg, als Schriftführer in den Vorstand gewählt. Die Wahl des neuen Vorstandes erfolgte einstimmig.

Markus Brakel | idw
Weitere Informationen:
http://dgzmk.de

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