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Fördermittel für Alzheimerforschung

11.10.2004


PD Dr. S. Roßner vom Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung der Universität Leipzig erhält Fördergelder aus dem BioChancePlus-Programm. Seine Arbeitsgruppe erforscht Molekülstrukturen, die Proteine hemmen, welche an der Entstehung der Alzheimerschen Erkrankung beteiligt sind.



PD Dr. S. Roßner vom Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung der Universität Leipzig erhält Fördergelder aus dem BioChancePlus-Programm. Seine Arbeitsgruppe erforscht Molekülstrukturen, die Proteine hemmen, welche an der Entstehung der Alzheimerschen Erkrankung beteiligt sind.



Weltweit sind etwa 18 Millionen Menschen von Demenzerkrankungen betroffen, davon etwa 12 Millionen Menschen in Europa und in den USA. Diese Zahl wird in den nächsten 25 Jahren auf ca. 34 Millionen ansteigen. Trotz beträchtlicher finanzieller Anstrengungen zur Entwicklung neuartiger Behandlungskonzepte gibt es bisher keine befriedigenden Therapien, die das Fortschreiten dieser Erkrankungen aufhalten können.

Die Arbeitsgruppe von Neurowissenschaftler Dr. Steffen Roßner aus der Abteilung Neurochemie des Paul-Flechsig-Instituts für Hirnforschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig erforscht die Wirkung von Molekülen, die Proteine hemmen, welche zur Entstehung der Alzheimerschen Erkrankung beitragen. Die Wissenschaftler arbeiten dazu mit Zell- und Gewebekultursystemen sowie an einem Tiermodell. Der Arbeitsgruppe stehen für diese Untersuchungen 500.000 Euro zur Verfügung.

Das Projekt ordnet sich in einen Forschungsverbund ein, der aus Mitteln des BioChancePlus-Programms des BMBF für anwendungsorientierte Grundlagenforschung zur Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen gefördert wird. Der Forschungsverbund wird geleitet von Dr. Hans-Ulrich Demuth von der Probiodrug AG Halle/S. und erhält insgesamt einen Zuschuß in Höhe von 1,93 Mio Euro. An dem Netzwerk sind außerdem die Forschergruppen von Prof. Stephan von Hoersten, Medizinische Hochschule Hannover, Prof. Gunter Reuter, Universität Halle sowie Prof. Wolfram Bode, Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried beteiligt.

Ziel des gesamten Forschungsvorhabens ist die Charakterisierung von Molekülstrukturen, die in der Lage sind, erst kürzlich entdeckte Proteine zu hemmen, die maßgeblich an der Entwicklung der Alzheimerschen Erkrankung beteiligt sind.

weitere Informationen: PD Dr. Steffen Roßner, Telefon: 0341-9725-758, E-Mail: rossn@medizin.uni-leipzig.de

Dr. Bärbel Adams | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-leipzig.de/~pfi/

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