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Extra-Geld für britisches Super-Mikroskop

11.10.2004


Diamond Synchrotron soll fundamentale Fragen beantworten



Das Diamond Synchrotron, das im südenglischen Oxfordshire entwickelt wird, wird mit weiteren 120 Mio. Pfund (etwa 174 Mio. Euro) gefördert. Dieses Geld wurde vom englischen Wissenschaftsminister Lord Sainsbury zugesprochen und wird gemeinsam von der Regierung und einigen Forschungsräten aufgebracht, wie die BBC berichtet. Das insgesamt 500 Mio. Pfund (etwa 725 Mio. Euro) teure Projekt ist das größte Forschungsprojekt in England seit fast 30 Jahren. Das Diamond Synchrotron arbeitet mit extrem hellen Röntgenstrahlen, mit denen man die Struktur des Forschungsgegenstandes genau erforschen kann.

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Das Synchrotron ist eine Maschine, die man am ehesten als eine Art "Super-Mikroskop" beschreiben kann. Es befindet sich in einer Hülle, die geformt ist wie ein Doughnut und einen Durchmesser von einem halben Kilometer hat. Darin haben mehrere Fußballfelder Platz. Es produziert sehr helle Lichtstrahlen, hauptsächlich Röntgenstrahlen, die sehr tief in jede Art von Material, von Proteinen bis Plastik, eindringen. Viele Wissenschaftler können dabei gleichzeitig an verschiedenen Projekten arbeiten und dabei verschiedene Arten von Licht gebrauchen.

Mit den Strahlen können die Forscher tief in die Struktur des Materials eindringen und sie untersuchen. Durch diese Methode erhofft man sich Antworten auf fundamentale Fragen, von den Bausteinen des Lebens bis zum Ursprung unseres Planeten. Wenn man zum Beispiel die genaue Struktur von Proteinen kennt, kann man Wege finden diese zu manipulieren oder Medikamente entwickeln, die in bestimmter Weise auf die Proteine wirken.

Angela Deußen | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.diamond.ac.uk

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