Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Auszeichnung der Preisträger des KfW-Energieeffizienzpreises 2004

29.09.2004


Zukunftsweisende Lösungen zur Umsetzung betrieblicher Stromeinsparmaßnahmen



Die KfW Förderbank hat heute in Berlin die Preisträger des KfW-Energieeffizienzpreises erstmals ausgezeichnet. Unter dem Motto "Strom effizient nutzen" hat die KfW Förderbank erstmals den Energieeffizienzpreis ausgeschrieben. Insgesamt 15.000 EUR Preisgeld erwarten vorbildhafte Unternehmen mit zukunftsweisenden Lösungen für die Umsetzung betrieblicher Stromeinsparmaßnahmen. Die betrieblichen Maßnahmen sollen den Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid wesentlich mindern und zugleich erhebliche Kosteneinsparungen realisieren können.



"Die ausgezeichneten Leistungen zeigen, dass der rationelle Einsatz von elektrischer Energie nicht nur dem Klimaschutz zugute kommt, sondern die Unternehmen auch dabei unterstützt, ihre Energiekosten zu senken und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken," betonte Detlef Leinberger, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Die Auswahl der Preisträger erfolgte durch eine hochrangig besetzte Jury unter dem Vorsitz von Herrn Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit des Deutschen Bundestages. Zu den weiteren Jurymitgliedern zählten Herr Prof. Dr. Eberhard Jochem von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, Herr Stephan Kohler von der Deutschen Energie-Agentur, Herr Dr. Dieter Kreikenbaum vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag sowie Herr Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe.

Der Idee und Zielsetzung des Wettbewerbs liegt die Tatsache zugrunde, dass der Anteil des Stromverbrauchs am gesamten deutschen Endenergieverbrauch (Brennstoffe, Kraftstoffe, Strom) derzeit knapp 20 Prozent beträgt. Mit fast 40 Prozent steuert die Stromerzeugung jedoch überproportional zu den gesamten treibhauswirksamen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland bei. "Dies macht deutlich, wie wichtig es ist, bestehende Stromeinsparpotentiale auf der Nachfrageseite auszuschöpfen." sagte Leinberger.

Die Preisträger

Den mit 10.000 EUR dotierten ersten Preis erhielt die Drahtseilerei Gustav Kocks GmbH & Co. aus Mülheim an der Ruhr in Kooperation mit der ARÖW GmbH aus Duisburg, die bei der Produktion von Drahtseilen für den Einsatz in Industrie, Schifffahrt und Bergbau ihren Stromverbrauch um 19 Prozent senken konnte. Dieses Einsparpotenzial ließ sich durch eine Verfahrensinnovation bei der neuen Bremstechnik realisieren.

Mit dem zweiten Preis in Höhe von 3.000 EUR würdigte die Jury die Müller Weingarten AG aus Weingarten. Durch den konsequenten Ausbau der Gebäudeleittechnik senkte sich der jährliche Stromverbrauch bei der Produktion von Anlagen für die Automobilindustrie zum Umformen, Schmieden und Gießen um 28 Prozent.

Der dritte Preis mit einer Summe von 2.000 EUR ging an die der Privatbrauerei Moritz Fiege GmbH & Co. KG in Bochum, die durch den Umbau der so genannten Umkehrosmose bei der Brauwasseraufbereitung den Stromverbrauch um 41 Prozent senken konnte. Gleichzeitig hat die Umbaumaßnahme zu einer deutlichen Minderung der Abwassermenge und zu einem verringerten Chemikalieneinsatz (Skalant) geführt.

Zur Finanzierung von betrieblichen Energieeinsparmaßnahmen stellt die KfW langfristige, zinsverbilligte Darlehen aus dem ERP-Umwelt- und Energiesparprogramm sowie als Ergänzungsfinanzierung aus dem KfW-Umweltprogramm zur Verfügung.

Dr. Charis Pöthig | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw-foerderbank.de

Weitere Berichte zu: KfW-Energieeffizienzpreis Stromverbrauch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

nachricht CRTD erhält 1.56 Millionen Euro BMBF-Förderung für Forschung zu degenerativen Netzhauterkrankungen
24.05.2017 | DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien TU Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten