Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

NABU verleiht Baupreis für nachhaltiges Bauen und Renovieren

29.09.2004


Der Naturschutzbund NABU hat in Worms den diesjährigen NABU-Baupreis für nachhaltiges Bauen und Renovieren verliehen. "Ökologische Haustechnik, regionale Hölzer beim Innenausbau, naturnahe Gartengestaltung -- eine beispielhafte Aufstockung, die durch die Vollständigkeit der Maßnahmen beeindruckt", fasste NABU-Präsident Olaf Tschimpke das Urteil der Jury zusammen. Auch Klaus Dosch von der Aachener Stiftung KathyBeys, Mitinitiatorin des Baupreises und Stifter des Preisgeldes, begrüßte das Engagement der Gewinner: "Familie Brauner hat bewiesen, dass attraktives Wohnen auch ohne Neubau auf der grünen Wiese möglich ist". Regine Dickow-Hahn vom Umweltbundesamt zog ebenfalls eine positive Bilanz: "Mit dieser Auszeichnung werden künftige Bauherren dazu angeregt, flächensparendes und umweltschonendes Bauen mit hoher Wohnqualität im Innenbereich unserer Städte und Gemeinden zu realisieren."


Ursprünglich bestand das in den sechziger Jahren erbaute Haus aus zwei kleinen Wohnungen. Grau verputzt, mit uralter Haustechnik, teilweise noch mit Einfachverglasung und etwas heruntergekommen. Doch Familie Brauner verwandelte es in ein Paradies: Der alte Dachstuhl wurde abgerissen, die Wand im 1. Obergeschoss aufgestockt. Der neue, isolierte Dachstuhl bietet nun zusätzlichen Wohnraum. Die Fassade wurde sorgfältig gedämmt und mit Holz verkleidet. Die neue Haustechnik ist konsequent ökologisch: Warmwasserversorgung durch Solarthermie, Photovoltaik, die mehr Strom ins Netz speist, als die Familie benötigt und eine Regenwassernutzung für den Garten und die Toiletten. Auch im Garten hielten ökologische Werte Einzug: Eintönige Koniferen sind einem blumenreichen Bauerngarten, einem Teich und vielen Nistquartieren gewichen, die den Garten nun mit einer reichen Fauna beleben.

Hintergrund für den NABU-Baupreis ist der anhaltend hohe Flächenverbrauch in Deutschland, einer der Hauptursachen für den weiterhin anhaltenden Artenschwund. In jeder Sekunde werden bundesweit rund 12m? Boden zu neuen Siedlungs- und Verkehrsflächen verbaut. Daher prämiert der NABU-Baupreis gezielt solche Bauobjekte, die als nachahmenswerte und praktikable Beispiele für flächensparendes Bauen und Renovieren stehen. Rund 120 Bauherren, Architekten und Planer hatten sich in diesem Jahr um die Auszeichnung beworben. Neben dem mit 4.000 Euro dotierten Hauptpreis erhielten neun weitere Bauobjekte eine Anerkennung. Die Bewerbungen reichten vom Umbau eines Bauernhauses über die Umnutzung von Industriebrachen bis zur Modernisierung eines Großstadtquartiers. Der NABU-Baupreis wird vom Umweltbundesamt gefördert und seit 2003 jährlich ausgeschrieben.

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.NABU.de

Weitere Berichte zu: Baupreis Haustechnik NABU-Baupreis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe
22.09.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie