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VolkswagenStiftung fördert Nachhaltigkeitsforschung an der Uni Lüneburg

02.07.2004


Erfreuliche Nachricht für Professor Dr. Gerd Michelsen vom Institut für Umweltkommunikation der Universität Lüneburg: Die VolkswagenStiftung teilte der Universität jetzt mit, dass sein Förderantrag zum Projekt "Nachhaltige Entwicklung im Kontext universitärer Aufgabenstellungen" erfolgreich war und damit in den nächsten drei Jahren insgesamt fast 0,9 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung stehen.


Nachhaltigkeitsforschung ist seit längerer Zeit ein besonderes Profilmerkmal der Universität Lüneburg. Besonders unter ökologischer, ökonomischer und sozialer Perspektive wurde diese Thematik bisher näher beleuchtet. Das jetzt geförderte Projekt wird versuchen, alle an der Universität vertretenen Fachbereiche mit einzubeziehen und so möglichst viele wissenschaftliche Disziplinen für die Auseinandersetzung mit Fragen der Nachhaltigkeit zu gewinnen. Es knüpft an die Ergebnisse des bereits durch die Bundesumweltstiftung geförderten Projekts "Agenda 21 und Universität Lüneburg" an, das u.a. dazu geführt hatte, dass die Universität Lüneburg als erste europäische Universität eine Umweltzertifizierung erhielt.

Das neue Projekt sieht die Einrichtung mehrerer Teilprojekte vor, die sich zum Beispiel mit den Themen Nachhaltigkeitsmanagement, Energie- und Ressourcenmanagement, Interdisziplinarität in der Lehre, Lebenswelt Universität und Kommunikation beschäftigen. Professor Michelsen sieht in seinem Projekt auch für die Universität Lüneburg insgesamt eine große Chance: "Der Weltgipfel über nachhaltige Entwicklung in Johannesburg 2002 hat die stärkere Gewichtung von Bildung und Wissenschaft betont. Als wichtiges Resultat wurde Ende letzten Jahres von den Vereinten Nationen die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" beschlossen, die auch für die Hochschulen weitreichende Konsequenzen haben wird. Ich sehe die Chance, die Universität Lüneburg in diesen Prozess frühzeitig einzubinden und so die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass die bei uns gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse auch anderen Hochschulen zugänglich gemacht werden können. Außerdem trägt dieses Vorhaben zur Profilbildung der Universität bei."


Charakteristika der Nachhaltigkeitsforschung sind das Verstehen und Lösen von sozial-ökologischen Problemen, das Einbeziehen von gesellschaftlichen Akteuren und unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen in die Forschung. Bei der Problemanalyse und bei der Entwicklung von unterschiedlichen Handlungsoptionen überwindet die Nachhaltigkeitsforschung das übliche Ressort- und Fachdenken.

Die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit für die Forschung wird aktuell auch dadurch unterstrichen, dass Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn vor einigen Tagen dem Bundeskabinett ein Forschungsrahmenprogramm "Forschung für Nachhaltigkeit" vorgestellt hat.

Henning Zuehlsdorff | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-lueneburg.de

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