Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutscher Präventionspreis 2004 an Modellprojekt "Monheim für Kinder"

23.06.2004


Wettbewerb des Bundessozialministeriums, der Bertelsmann Stiftung und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung entschieden



"Mo.Ki - Monheim für Kinder" heißt der Gewinner des Deutschen Präventionspreises 2004. Das Modellprojekt zur Förderung von Kindern und Familien, das in einem sozialen Brennpunkt der Stadt aktiv ist, setzte sich gegenüber vierhundert Mitbewerbern durch. Die Bertelsmann Stiftung hatte den Wettbewerb gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) und der Bundeszent­rale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ausgeschrieben. Mo.Ki erhält 11.000 Euro; je­weils 5.500 Euro gehen an zehn weitere Preisträger. 16.000 Euro stellte das Pharma-Unter­nehmen Janssen-Cilag zur Verfügung.



Unter den Bewerbern waren Institutionen der Bundesländer, Elterninitiativen, Schulen, Kinderbetreuungs-Einrichtungen, Krankenkassen, Verbände, Wirtschaftsorganisationen und kommunale Einrichtungen. Ihre Projekte befassen sich mit Ernährung, Bewegung, Stressregulie­ung oder Suchtvorbeugung bei Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahre. Der Gewinner "Mo.Ki" verknüpft alle vier Themen beispielhaft. "Wir sind davon überzeugt, dass eine Gesellschaft, die zukunftsfähig sein will, diese Themen bearbeiten und nicht nur disku­tieren muss", sagte Dr. Brigitte Mohn, Mitglied der Geschäftsleitung der Bertelsmann Stif­tung, bei der Preisverleihung in Berlin. Die Fülle an Bewerbungen habe deutlich gemacht, wie viele bemerkenswerte Initiativen es in Deutschland gebe.

"Monheim für Kinder ist ein Vorzeigeprojekt. Es zeigt: Durch frühzeitige Gesundheitsförderung kann man viel bewegen", sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. "In den fünf Kitas der Stadt werden Kinder durch ein vielfältiges und umfangreiches Angebot frühzeitig und wie selbstverständlich an Gesundheitsförderung herangeführt. Das gilt auch für Kinder aus sozial benachteiligten Haushalten. Dazu gehören Angebote zur Bewegung, Ernährung, Sprachförderung und vieles mehr. Auch die Eltern werden aktiv in die Arbeit einbezogen. So werden beispielsweise Kochkurse zur gesunden Ernährung für Eltern und Kinder angeboten. Zum Erfolg des Projekts trägt auch die Vernetzung aller entscheidenden Stellen vor Ort bei. Beispielsweise erhalten Kinder ihre Sprach-, Bewegungs- oder sonstigen Therapien im Kin­dergarten. Dadurch sind die Eltern entlastet und die Regelmäßigkeit der Behandlung wird sichergestellt."

"Das Monheimer Projekt hat heute schon Nachahmungscharakter über die Stadt hinaus", begründete Ulla Schmidt die Entscheidung der Jury. "Mit Prävention und Gesundheitsförderung kann man nicht früh genug anfangen. Neben dem Elternhaus müssen Kinder schon im Kindergarten und in der Schule lernen, wie man sich richtig ernährt und sich beispielsweise ein leckeres und gesundes Pausenbrot zubereitet. Auch müssen Kinder wieder lernen, sich mehr zu bewegen. Denn inzwischen ist jedes fünfte Kind und jeder dritte Jugendliche übergewich­tig. Dies müssen wir ändern. Deshalb wünsche ich mir, dass die heute ausgezeichneten Projekte viele Nachahmer finden."

Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA: "Die prämierten Projekte zeigen: Prävention wirkt. So konnten Gesundheitskompetenzen bei Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern gestärkt und Gesundheitsrisiken als Folge sozialer Ungleichheit vermindert werden. Gesundheitsförderung gelingt dann am besten, wenn Partner aus den unterschiedlichen Bereichen zusammenarbeiten und sich vernetzen."

Damit alle interessierten Einrichtungen von den ausgezeichneten Beispielen lernen können, stellen die Projektpartner die Informationen zu den diesjährigen Bewerbern in einer Datenbank zur Verfügung. Der Deutsche Präventionspreis wird bis 2007 jährlich ausgeschrieben. Im kommenden Jahr stehen "Integrierte Projekte zur Gesundheitsförderung und Prävention in der zweiten Lebenshälfte" im Mittelpunkt.

Rückfragen an: Volker Oetzel, Telefon: 05241 / 81-81374

Julia Schormann | idw
Weitere Informationen:
http://www.deutscher-praeventionspreis.de.

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Forschungspreis „Transformative Wissenschaft 2018“ ausgelobt
16.02.2018 | Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

nachricht Preis der DPG für superpräzisen 3-D-Laserdruck aus Karlsruhe
14.02.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Highlight der Halbleiter-Forschung

20.02.2018 | Physik Astronomie

Wie verbessert man die Nahtqualität lasergeschweißter Textilien?

20.02.2018 | Materialwissenschaften

Der Bluthochdruckschalter in der Nebenniere

20.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics