Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

19,3 Millionen Euro für Niedersachsens Forschungsstätten

18.06.2004


VolkswagenStiftung unterstützt Forschungseinrichtungen des Landes im Rahmen des "Niedersächsischen Vorab".



Die VolkswagenStiftung vergibt einen Teil der zur Verfügung stehenden Fördermittel vorweg an Forschungseinrichtungen des Landes Niedersachsen - gemeinhin als "Niedersächsisches Vorab" bezeichnet. Über die Vergabe dieser Stiftungsmittel entscheidet das Kuratorium der VolkswagenStiftung auf der Grundlage von Vorschlägen der Niedersächsischen Landesregierung (weitere Informationen zum Vorab finden Sie am Ende dieser Pressemitteilung).



Das Kuratorium der VolkswagenStiftung hat jetzt im Rahmen des Niedersächsischen Vorab für 25 Vorhaben Mittel in Höhe von rund 19,3 Millionen Euro bewilligt. Nach Wissenschaftsbereichen getrennt betrachtet dominieren dabei die Natur- und Biowissenschaften mit zwölf Bewilligungen über insgesamt rund 14,3 Millionen Euro vor den Ingenieurwissenschaften mit acht Bewilligungen über rund 2,7 Millionen Euro. Bei den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften wird ein Vorhaben mit 225.000 Euro unterstützt. Die Wissenschaftsbereiche übergreifend werden für vier Vorhaben gut zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt - darunter 1,2 Millionen Euro für das Programm "Stiftungsmanagement und Fundraising" an den vom Land Niedersachsen eingerichteten Stiftungshochschulen.

Im Folgenden in der Übersicht die an den einzelnen Hochschulen geförderten Vorhaben:

- Das Institut für Schweißtechnik der Technischen Universität Braunschweig erhält 205.000 Euro zur Verbesserung seiner Forschungsinfrastruktur. Die dort bereits bestehende hervorragende Schweißtechnik soll ergänzt werden um neue Ansätze in der Klebe- und Kaltfügetechnik, um so - einzigartig in Deutschland - die Fügetechnik in allen Variationen als Ganzes anbieten zu können.

- Für dringend benötigte Geräte erhalten mehrere Institute der Technischen Universität Braunschweig Mittel: das Institut für Halbleitertechnik 700.000 Euro, das Institut für Biochemie und Biotechnologie knapp 550.000 Euro und das Institut für Grundbau und Bodenmechanik 120.000 Euro.

- Ebenfalls an der Technischen Universität Braunschweig gefördert wird mit rund 600.000 Euro der Forschungsbereich "Integration gen- und verfahrenstechnischer Methoden zur Entwicklung biotechnologischer Prozesse" und mit 480.000 Euro der Forschungsbereich "Konstruktion und Fertigung aktiver Mikrosysteme".

- Für die Anschaffung eines Röntgenbeugungsmessplatzes mit schnellem CCD-Flächendetektor erhält das Institut für Physikalische Chemie der Technischen Universität Clausthal 292.400 Euro; mit 336.700 Euro unterstützt wird die Gerätebeschaffung - darunter eine servohydraulische Prüfmaschine und eine Resonanzprüfmaschine - am Institut für Angewandte Werkstoffkunde und Werkstofftechnik der Hochschule; 112.600 Euro erhält das dortige Institut für Informatik zur Stärkung seiner Forschungsinfrastruktur.

- Das Europäische Neurowissenschaftliche Institut (ENI) an der Universität Göttingen ist geplant als international und interdisziplinär ausgerichtetes Zentrum neurowissenschaftlicher Forschung auf höchstem Niveau, das Gastwissenschaftlern Arbeitsmöglichkeiten bietet und dem Nachwuchs selbstständiges Forschen ermöglicht. Darüber hinaus präsentiert es sich als weltweites Kommunikationszentrum für die Neurowissenschaften und fördert die Zusammenarbeit von Klinikern und Theoretikern auf diesem Gebiet. Die Stiftung unterstützt das ENI jetzt erneut, und zwar mit rund 4,67 Millionen Euro.

- Die Universität Göttingen hält über ihre Universitätssternwarte einen Beobachtungsanteil von 25 Prozent am deutschen Sonnenobservatorium del Teide auf Teneriffa, Spanien. Entsprechend werden jetzt rund 120.000 Euro bereitgestellt für Erwerb und Installation des dringend benötigten neuen Teleskops (GREGOR) zur Sonnen- und Sternbeobachtung.

- Das Geowissenschaftliche Zentrum Göttingen (GZG) der Universität Göttingen erhält 635.000 Euro für die Bereiche Angewandte Geologie, Strukturgeologie und Geodynamik, Geobiochemie und Sedimentologie -angeschafft werden unter anderem ein WAP-Cluster und ein Textur-Goniometer.

- Das vor zwei Jahren neu konzipierte Max-Planck-Institut für Strömungsforschung in Göttingen erhält weitere vier Millionen Euro als Anschubfinanzierung für die theoretische und die beiden experimentell arbeitenden Abteilungen.

- Die Max-Planck-Gesellschaft wird die in Hannover ansässige Außenstelle des Potsdamer Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik ausbauen und die Zusammenarbeit mit dem Institut für Atom- und Molekülphysik der
Universität Hannover vorantreiben. Die VolkswagenStiftung unterstützt dies jetzt erneut, und zwar mit rund zwei Millionen Euro.

- Das Institut für Medizinische Mikrobiologie der Medizinischen Hochschule Hannover erhält 200.000 Euro für ein Konfokales Laserscanning-Mikroskop. Mit rund 560.000 Euro unterstützt wird der - unter Federführung der MHH - von mehreren niedersächsischen Hochschulen getragene Forschungsbereich "Grundlagen für zukunftsfähige bioresorbierbare und permanente Implantate aus metallischen und keramischen Werkstoffen"; diese Mittel zur Anschaffung einer Strangpresse kommen der Universität Hannover zu Gute.

- Das Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin in Hannover kann mit weiteren rund 970.000 Euro sein Schwerpunktprogramm Pharmako- und Toxikogenomics und die Entwicklung von Datenbanken für zunächst 150 der weltweit wichtigsten Arzneistoffe und Umweltchemikalien vorantreiben.

- Mit 160.000 Euro gefördert wird am Institut für Umweltkommunikation der Universität Lüneburg das Forschungs-und Entwicklungsvorhaben "Nachhaltige Entwicklung im Kontext universitärer Aufgabenstellungen".

- Der Fachbereich Physik der Universität Oldenburg erhält zur Verbesserung seiner Forschungsinfrastruktur rund 240.000 Euro. Mit 130.000 Euro unterstützt wird an der Hochschule die seit 2001 arbeitende Forschergruppe "BioGeoChemie des Watts"; 120.000 Euro erhält der Forschungsbereich "AVACS - Automatic Verification and Analysis of Complex Systems".

- An der Universität Osnabrück wird derzeit ein europawissenschaftliches Zentrum eingerichtet, unter dessen Dach das European Legal Studies Institute (ELSI) Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Rechtsvergleichung und Rechtsvereinfachung bündeln wird. Die Stiftung unterstützt dieses mit jetzt 225.800 Euro.

- Für dringend benötigte Geräte erhält der Fachbereich Physik - Experimentalphysik (Schwerpunkt: Lokale Sonden) der Universität Osnabrück 550.000 Euro; angeschafft werden können davon unter anderem ein Ultra-Hochvakuum-Raster-Kraft-Mikroskop, Kraftmikroskope für Messungen bei variablen und sehr tiefen Temperaturen, Kryoeinrichtungen, eine Analysekammer mit Transfersystem - und einiges mehr. Mit rund 120.000 Euro unterstützt wird am Fachbereich Humanwissenschaften der Hochschule die Beschaffung von Kleingeräten für die elektrophysiologischen Messplätze und die psychophysischen Labore.

Eine Broschüre zu 40 Jahren Förderung im Niedersächsischen Vorab ist erhältlich unter seeliger@volkswagenstiftung.de

Nach § 8 Abs. 2 der Satzung der VolkswagenStiftung setzt sich das "Vorab" aus drei Teilen zusammen: Es umfasst zum einen den Gegenwert der jährlichen Dividende auf nominal 77,3 Millionen Euro VW-Aktien, der der VolkswagenStiftung aus der Beteiligung des Landes Niedersachsen an der Volkswagen Aktiengesellschaft zusteht, ferner den Ertrag aus der Anlage von 35,8 Millionen Euro aus einem Vertrag mit dem Land Niedersachsen von 1987 sowie zehn Prozent der übrigen zur Verfügung stehenden Mittel.

Kontakt

VolkswagenStiftung
Niedersächsisches Vorab
Prof. Dr. Hagen Hof
Telefon: 0511/8381 - 256
E-Mail: hof@volkswagenstiftung.de

Dr. Christian Jung | idw
Weitere Informationen:
http://www.volkswagenstiftung.de

Weitere Berichte zu: Forschungsinfrastruktur

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

nachricht 1,5 Mio. Euro für das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW)
05.12.2016 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flüssiger Wasserstoff im freien Fall

05.12.2016 | Maschinenbau

Forscher sehen Biomolekülen bei der Arbeit zu

05.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungsnachrichten