Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Werkstoffe für zukunftsweisende Technologien

03.06.2004


TUD-Professor Ralf Riedel ist Koordinator im neuen DFG-Schwerpunktprogramm



Zu den zwölf neuen Schwerpunktprogrammen, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) jetzt aus 80 Anträgen ausgewählt hat und ab Anfang 2005 fördern wird, gehört das Thema "Nanoskalige anorganische Materialien durch molekulares Design: Neue Werkstoffe für zukunftsweisende Technologien". Eingebracht hat dieses Thema der TUD-Materialwissenschaftler Prof. Ralf Riedel und sein Kollege Prof. Peter Greil von der Universität Erlangen-Nürnberg, die gemeinsam die Projekte dieses Forschungsschwerpunkts koordinieren werden.

... mehr zu:
»Schwerpunktprogramm


Die Anforderungen an neue Werkstoffe, so die Ausgangsthese von Prof. Riedel, werden in Zukunft immer anspruchsvoller. Sie können nur realisiert werden durch Eingriffe auf der Mikro- und Nanoebene. Kleinste molekulare Bausteine werden dabei durch neu zu entwickelnde Syntheseverfahren zu neuartigen Materialien mit einem maßgeschneiderten Aufbau und maßgeschneiderten Eigenschaften zusammengefügt. Anwendungen für diese neuen Materialien sind denkbar in den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts wie der Informationstechnologie, der Energie- und Transportsysteme sowie der Umwelt- und Mikrosystemtechnik.

Die DFG setzt das Instrument der Schwerpunktprogramme gezielt ein, um Wissenschaftler unterschiedlicher Forschungsrichtungen zu anspruchsvollen Projekten in den thematisch vorgegebenen Bereichen zusammenzuführen. Die Laufzeit der Programme beträgt in der Regel sechs Jahre. Für die zwölf neuen Schwerpunktprogramme stehen in den ersten beiden Jahren insgesamt 32,6 Mio. Euro zur Verfügung. Auf das von Prof. Riedel und Prof. Greil koordinierte Programm entfallen davon ca. 7,5 Mio. Euro.

Nach der Ausschreibung des neuen DFG-Schwerpunktprogramms können sich Wissenschaftler aller Forschungseinrichtungen mit Anträgen um die Förderung bewerben. Dies gilt auch für die Koordinatoren Prof. Riedel und Prof. Greil. Die Anträge werden - wie bei der DFG üblich - von qualifizierten Gutachtern bewertet und bei positivem Urteil der DFG zur Förderung empfohlen. Die materialwissenschaftliche Forschung an der TU Darmstadt wird, so Prof. Riedel, durch dieses Programm neue Impulse erhalten. Er geht davon aus, dass man sich in Darmstadt verstärkt mit Fragestellungen der molekularen Materialsynthese zur Herstellung und Erforschung neuartiger multifunktionaler anorganischer Materialien beschäftigen wird. Damit sollen in den nächsten Jahren die technologischen Grundlagen dieser Materialien und die Bedingungen für ihren Einsatz in den oben genannten Technologiefeldern erarbeitet werden.

Sabine Gerbaulet | Technische Universität Darmstadt
Weitere Informationen:
http://www.tu-darmstadt.de

Weitere Berichte zu: Schwerpunktprogramm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht »Die Oberfläche 2018« – Fünf Nominierungen gehen in die Endrunde
18.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht DFG fördert Entwicklung innovativer Forschungssoftware an der Universität Bremen
17.05.2018 | Universität Bremen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics