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Alwin-Walther Preis 2004 für Verdienste um Informatik und Mathematik

02.06.2004


Datenbankspezialist und Mathematikgenie


Technische Universität Darmstadt vergibt Alwin-Walther Medaille an renommierte Wissenschaftler/Feierliche Übergabe findet im Rahmen des "Tag der Informatik" der TUD und des 20jährigen Jubiläums des Zentrums für Graphische Datenverarbeitung ZGDV statt.

Im Turnus von zwei Jahren vergeben die Technische Universität Darmstadt (TUD), das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD und das Zentrum für Graphische Datenverarbeitung e.V. ZGDV die Alwin-Walther Medaille. Geehrt werden damit zwei herausragende wissenschaftliche Persönlichkeiten, die im besonderen Maße außergewöhnliche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf den Gebieten der Informatik und der angewandten Mathematik geleistet oder die in hervorragender Art und Weise die TUD sowie den Aufbau und die Weiterentwicklung der Fachbereiche Informatik und Mathematik unterstützt und gefördert haben.


Im Bereich Informatik hat die hochkarätige Jury den Preis in diesem Jahr an Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Theo Härder, Universität Kaiserslautern, vergeben. Der ausgewiesene Datenbankspezialist gilt als herausragende Persönlichkeit in der deutschen Informatik. In zahlreichen Projekten mit der Industrie, darunter beispielsweise IBM und Siemens, bewies Härder seine Praxisnähe und visionäre Kompetenz. Die Erkenntnisse seiner Forschung vor allem im Bereich der Transaktionssysteme waren die Grundlage für zahlreiche Neuentwicklungen von Datenbanksystemen. Die Bedeutung seines Wirkens unterstreicht beispielsweise die Verleihung der hoch angesehenen Konrad-Zuse Medaille und die Ehrendoktorwürde der Universität Oldenburg.

Nicht minder umfassend sind die Verdienste des Mathematikers Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Roland Bulirsch vom Zentrum Mathematik der Technischen Universität München, der die Alwin-Walther Medaille für herausragende Leistungen im Bereich Mathematik erhält. Er lehrt an der TU München höhere und numerische Mathematik und wurde mehrfach international ausgezeichnet. Zu seinen Hauptaufgabenfelder zählen moderne Algorithmen der numerischen Mathematik. Die Verfahren finden in der chemischen Verfahrenstechnik, in der Computergraphik, bei der Simulation von Halbleiterbauelementen und elektrischen Schaltkreisen, in der Luft- und Raumfahrttechnik, der Medizin, der Ökonomie, der Robotik, der Kraftfahrzeugtechnik oder bei der Sternmodellierung Anwendung.

Die Preisverleihung findet im Rahmen des 20jährigen Jubiläums des Zentrums für Graphische Datenverarbeitung e.V. (ZGDV) in Darmstadt statt:

Alwin-Walther-Preises 2004, Datum: 23. Juni 2004, 19:00 Uhr, Ort: Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, Fraunhoferstraße 5, 64283 Darmstadt.

Nach der Begrüßung durch Professor Dr.-Ing. José Luis Encarnaç"o, Vorsitzender und Gründer des INI-GraphicsNet, sowie Bernd Kehrer, Hauptgeschäftsführer ZGDV, wird der Präsident der Technischen Universität. Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner die Zeremonie mit einer Ansprache eröffnen. Die Laudatio für Prof. Härder hält Emeritus Prof. Helmut Wedekind - ebenfalls ein Preisträger der Alwin-Walther Medaille. Prof. Bulirsch erhält seine Auszeichnung vom Dekan des Fachbereichs Mathematik, Prof. Dr. J. Lehn, der auch die Laudatio halten wird. Der Preis besteht aus einer Urkunde sowie einer hochwertigen Medaille und wird gestiftet vom Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD und ZGDV.

Die Veranstaltung ist geladenen Gästen vorbehalten. Als Medienvertreter sind Sie zur Teilnahme an der gesamten Veranstaltung herzlich eingeladen. Bitte melden Sie sich aber kurz per Fax (06151/155-446), per E-Mail (Bernad.Lukacin@inigraphics.net) oder telefonisch (06151/155-146) an.

Zu Prof. Dr. Dr. h.c. Alwin Walther

Mit Alwin Walther gewann die Technische Hochschule Darmstadt (THD) im Jahr 1928 einen hochqualifizierten Forscher und engagierten Lehrer der praktischen Mathematik. Seine Arbeiten zielten auf die Nutzung der Mathematik in den Natur-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften. Er wurde zu einem der führenden Pioniere der ersten Generation des elektronischen Rechnens. An seinem Institut für Praktische Mathematik wurde schon 1957 der erste kommerzielle Computer installiert, an dem alle Studenten der THD das Programmieren lernen konnten. Auf sein Betreiben erhielt das Deutsche Rechenzentrum, das allen Hochschulen der Bundesrepublik diente, 1961 seinen Sitz in Darmstadt. Mathematik und Informatik bildeten für ihn eine untrennbare Einheit.

Kurzprofil INI-GraphicsNet:

Das internationale Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung (INI-GraphicsNet) besteht aus dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, dem Zentrum für Graphische Datenverarbeitung (ZGDV) e.V., beide in Darmstadt und Rostock, und dem Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme (GRIS) der Technischen Universität Darmstadt. Weitere Institutionen des Netzwerkes sind das Centre for Advanced Media Technology (CAMTech), das Centre for Graphics and Media Technology (CGMT), beide in Singapur, das Centro de Computaç"o Gráfica (CCG) in Guimar"es und Coimbra (Portugal), imedia - The ICPNM Academy in Providence, Rhode Island (USA), das Centre for Visual Interaction and Communication Technologies (VICOMTech) in San Sebastian (Spanien), das Institute for New Media Technology (NEMETech) in Seoul (Sued-Korea) und das Center for Advanced Computer Graphics Technologies (GraphiTech) in Trento (Italien).

Innerhalb des Netzverbundes sind an den neun Standorten über 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie rund 500 wissenschaftliche Hilfskräfte beschäftigt. Bei einem Haushalt von über 42 Millionen EURO bildet das INI-GraphicsNet weltweit den grössten Forschungsverbund auf dem Gebiet der Graphischen Datenverarbeitung.

Bernad Lukacin | idw
Weitere Informationen:
http://www.zgdv.de/zgdv/zgdv20

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