Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BMBF ebnet der Mikroverfahrenstechnik den Weg in die Praxis

03.05.2004


Das Bundesministerium für Bildung und Forschung ebnet der Mikroverfahrenstechnik in den kommenden drei Jahren mit rund 15 Mio. Euro den Weg in die industrielle Praxis. Damit sollen die Weichen für den Einsatz besonders ressourcenschonender, sicherer und kostengünstiger Entwicklungs- und Produktionsmethoden in der Chemie und Pharmazie gestellt werden. Der Förderungsschwerpunkt ist Teil des Rahmenprogramms "Mikrosysteme", das im Februar dieses Jahres gestartet ist.



Die Mikroverfahrenstechnik - auch bekannt unter dem Stichwort Chemiefabrik im Aktenkoffer - gehört zu den Technologien der Zukunft. Für die Chemische und Pharmazeutische Industrie, aber auch für die Bio- und die Nanotechnologie gewinnt die Entwicklung und Produktion mit Reaktoren, Mischern und Wärmetauschern mit Strukturen von einigen Mikrometern bis wenigen Millimetern Größe zunehmend an Bedeutung. Chemische Reaktionen lassen sich mit der Mikroverfahrenstechnik exakter und effizienter durchführen als in Anlagen mit größeren Strukturen; außerdem sind die auf kleinstem Raum gut kontrollierbaren Prozesse mit weniger Emissionen, weniger Abfällen und geringem Störfallrisiko verbunden. Für die Chemische Industrie, die mit 1 750 Betrieben, knapp einer halben Million Beschäftigten und über 130 Mrd. Euro Jahresumsatz zu den wichtigsten Industriezweigen in Deutschland zählt, aber auch für die ebenfalls überwiegend mittelständischen Anlagenbauer und Komponentenhersteller bedeutet der Einsatz der Mikroverfahrenstechnik die langfristige Sicherung der internationalen Wettbewerbsposition.

... mehr zu:
»BMBF »Mikroverfahrenstechnik


Die bisherige Forschung und Entwicklung zur Mikroverfahrenstechnik hat bereits eine Vielzahl von Komponenten und Verfahrensschritten hervorgebracht. Die Forschung in Deutschland ist auf diesem Gebiet weltweit Spitzenklasse. Bevor die neue Technologie aber in breitem Umfang in der Industrie Einzug halten kann, sind aufgrund der bislang noch geringen Praxiserfahrungen in der chemischen Industrie Tests unter realistischen Bedingungen zu absolvieren. Das BMBF fördert darum industriell geführte Verbundprojekte, die eine gezielte Überführung der Mikroverfahrenstechnik in die Industrieproduktion zum Ziel haben. Projektkonzepte müssen bis zum 19. Juni eingereicht werden.

VDI/VDE Innovation + Technik GmbH (VDI/VDE-IT)
Rheinstraße 10 B, 14513 Teltow
Tel.: 03328 / 435 - 101

Wiebke Ehret | idw
Weitere Informationen:
http://www.mstonline.de

Weitere Berichte zu: BMBF Mikroverfahrenstechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht 1,5 Millionen Euro für vier neue „Innovative Training Networks” an der Universität Hamburg
29.05.2017 | Universität Hamburg

nachricht Auszeichnung der ESA BIC Startup-Challenge während der INNOspace Masters Konferenz in Berlin
24.05.2017 | Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligente Sensoren mit System

29.05.2017 | Messenachrichten

Geckos kommunizieren überraschend flexibel

29.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

1,5 Millionen Euro für vier neue „Innovative Training Networks” an der Universität Hamburg

29.05.2017 | Förderungen Preise