Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens-Gerätewerk Erlangen gewinnt den Industriewettbewerb 2004 „Die Beste Fabrik“

22.04.2004


Gerätewerk Erlangen


Im Industriewettbewerb „Die Beste Fabrik / Industrial Excellence Award 2004“ hat das Gerätewerk Erlangen (GWE) des Siemens-Bereichs Automation and Drives (A&D) den 1. Preis gewonnen und wurde zugleich zum europäischen Gesamtsieger gekürt. Veranstalter des Industriewettbewerbs sind die französische Managementschule INSEAD und der Lehrstuhl für Produktionsmanagement an der deutschen WHU (Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung). In dem Erlanger Siemens-Werk werden unter anderem die Motion-Control-Systeme Sinumerik, Simotion, Simodrive und Sinamics hergestellt. Das Werk erhielt Bestnoten in den Kategorien Supply Chain Management, kontinuierliche Verbesserung, Produkt- und Prozessentwicklung sowie Dienstleistungsmanagement. Der Industrial Excellence Award 2004 wird am 25. und 26. Oktober 2004 im Rahmen einer zweitägigen Management-Konferenz von INSEAD und WHU in Nürnberg verliehen.


„Ich bin sehr stolz darauf, dass unser Erlanger Gerätewerk diesen Preis gewonnen hat“, sagte Dr. Siegfried Russwurm, Geschäftsgebietsleiter Motion Control Systems im Siemens-Bereich A&D. „Als Hersteller hochwertiger Ausrüstungen für den Maschinenbau ist es unser Ziel, Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität unserer Kunden und Endkunden nachhaltig zu steigern. Dass dieses Ziel auch für uns selbst gilt, beweist der Excellence Award.“ Josef Röhrle, Werkleiter und Standortleiter ergänzte: „Diese Auszeichnung bestätigt, dass das Gerätewerk Erlangen Weltklasseniveau besitzt und zu den besten Elektronikfabriken der Welt gehört. Die harte Arbeit der letzten Jahre hat sich gelohnt. Durch unser Managementsystem, die hohe Flexibilität und das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten wir uns gegen den immer härter werdenden globalen Wettbewerb erfolgreich durchsetzen.“

Industrial Excellence Award 2004 – der Wettbewerb


Die Veranstalter des Industriewettbewerbs “Die Beste Fabrik / Industrial Excellence Award 2004” sind die französische Managementschule INSEAD und der Lehrstuhl für Produktionsmanagement an der WHU (Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung) in Vallendar bei Koblenz. Branchen- und länderübergreifend sind alle Unternehmen in Deutschland und Frankreich eingeladen, sich mit den Besten ihrer und anderer Branchen bezüglich ihrer Management-Qualität zu messen. In dem Wettbewerb wird die Wirkung von Management-Qualität als wichtige Einflussgröße auf die Exzellenz eines Geschäftsfeldes untersucht. Entscheidendes Kriterium ist die Fähigkeit, sich schnell und flexibel an die sich ständig wandelnden Marktbedingungen anzupassen. Begleitet wird der Wettbewerb von der deutschen Wirtschaftswoche und dem französischen Magazin L`Usine Nouvelle. Die Gewinner des Jahres 2004 wurden in der Wirtschaftswoche, Ausgabe vom 15. April 2004, vorgestellt.

Erfolgskriterien für das Gerätewerk Erlangen

„Unternehmenserfolg ist abhängig von verschiedenen Einflussfaktoren. Nur wenn wir diese Faktoren genau kennen, können wir unsere strategischen Ziele definieren, konsequent verfolgen und erfolgreich umsetzen“, sagte Werkleiter Josef Röhrle. „Die Herausforderungen des Marktes sind beispielsweise: Preisdruck, Liefertreue bei immer kürzeren Lieferzeiten, stark schwankende Bedarfsmengen, Produkte höchster Qualität und die steigende Produktvarianz. Voraussetzungen für die vom Kunden geforderte Flexibilität an das Erlanger Siemens-Werk waren die Einführung fraktaler Strukturen, die Vermeidung jeglicher Art von Verschwendung und ein an den Unternehmenszielen orientiertes Steuerungssystem.

Das Gerätewerk Erlangen konzentriert sich heute als Plattformwerk auf die Fertigung von Antrieben und Steuerungen für Werkzeug- und Produktionsmaschinen und fertigt darüber hinaus die Frequenzumrichter für die A&D-Geschäftsgebiete Standard Drives (SD) und Large Drives (LD). Die Produktionssteuerung erfolgt nach der Just-in-Time (JiT)-Methodik, um eine genau auf den Bedarf abgestimmte Beschaffung, Produktion und Belieferung zu erreichen.

Die Jury des Industriewettbewerbs lobt ausdrücklich die fraktale Fertigung: Die Steuerungs- und Antriebssysteme werden im Werk nach dem Prinzip der „Fraktalen Produktion“ gefertigt. Darunter versteht man selbstständige, produktorientierte Fertigungsinseln, in denen die Mitarbeiter einen hohen Grad an Eigenverantwortung haben. Dort entsteht, in eng aufeinander abgestimmten Fertigungsschritten das komplette Produkt. Die Mitarbeiter beherrschen im Fraktal jeden Arbeitsprozess und können flexibel für unterschiedliche Aufgaben wie Materialbereitstellung, Fertigung und Prüfung eingesetzt werden. Sie bestimmen im Rahmen der flexiblen Arbeitszeitmodelle und in Abstimmung mit den Fraktal-Kollegen selbst, wann sie kommen und gehen und welche Tätigkeit sie verrichten. In den Teams werden sowohl Gruppenergebnis hinsichtlich Leistung, Qualität und Liefertreue sowie persönlicher Einsatz honoriert. Mit einem jährlichen Produktivitäts- und Flexibilitäts-Bonus werden auch die gewerblichen Mitarbeiter am Geschäftserfolg beteiligt und damit für ihr Engagement, die Flexibilität und Einsatzbereitschaft belohnt. Ein weiteres Plus: Seit über zwölf Jahren konnten durch die kooperative Zusammenarbeit von Mitarbeitern, Betriebsrat und Betriebsleitung auch in schwierigen Zeiten – mit Umsatzschwankungen bis zu 40 Prozent – immer Lösungen gefunden und somit die Arbeitsplätze gesichert werden.

Für die erzielten Produktivitätsfortschritte auf Basis des Managementsystems in der fraktalen Fertigung und das hohe Qualitätsniveau wurde das Erlanger Gerätewerk 2001 mit zwei top+-Awards, den höchsten Auszeichnungen des weltweiten Siemens-internen Wettbewerbs, prämiert. In am Standort durchgeführten Best-Practice-Management-Seminaren haben sich während der letzten zwei Jahre Vertreter von mehr als 100 Firmen über das Erfolgsrezept des Gerätewerkes informiert.

Siemens A&D beschäftigt am Standort des Gerätewerks in Erlangen circa 2800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dazu zählen Ingenieure und Informatiker ebenso wie Montierer, Prüftechniker und Industriekaufleute. Am Standort befinden sich Entwicklung, Vertrieb und Marketing, sowie das Gerätewerk als Plattformwerk für Antriebe und antriebsintegrierte Steuerungen.

Dirk Erat | Siemens A&D
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com
http://www.siemens.de/machine

Weitere Berichte zu: Excellence Industriewettbewerb

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

nachricht CRTD erhält 1.56 Millionen Euro BMBF-Förderung für Forschung zu degenerativen Netzhauterkrankungen
24.05.2017 | DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien TU Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten