Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Uni Kassel: 25.000 Euro für Forschung im Nanokosmos

22.04.2004


Mit einer Spende in Höhe von 25.000 Euro unterstützt der Kasseler Hochschulbund die Forschungsarbeit am Center for Interdisciplinary Nanostructure Science and Technology (CINSaT). Das Geld soll dem wissenschaftlichen Zentrum helfen, ein Ultrakurzzeit-Spektrometer - ein Gerät zur Erzeugung und Anwendung von sehr kurzen Lichtpulsen - anzuschaffen. Am 22. April übergab der Vorsitzende des Kasseler Hochschulbundes, Dr. Karsten Heuchert, den Spendenscheck an Prof. Dr. Frank Träger, den Sprecher des CINSaT.



Kassel. Mit einer Spende in Höhe von 25.000 Euro unterstützt der Kasseler Hochschulbund die Forschungsarbeit am Center for Interdisciplinary Nanostructure Science and Technology (CINSaT). Das Geld soll dem wissenschaftlichen Zentrum helfen, ein Ultrakurzzeit-Spektrometer - ein Gerät zur Erzeugung und Anwendung von sehr kurzen Lichtpulsen - anzuschaffen. Am 22. April übergab der Vorsitzende des Kasseler Hochschulbundes, Dr. Karsten Heuchert, den Spendenscheck an Prof. Dr. Frank Träger, den Sprecher des CINSaT.



Uni-Kanzler Dr. Hans Gädeke und Professor Träger dankten dem Kasseler Hochschulbund für das große Engagement. "Die Spende ermöglicht den Kauf eines Gerätes, das für die Forschung am CINSaT dringend benötigt wird, und ist uns in diesen finanziell schwierigen Zeiten hochwillkommen", erklärte Träger. Ein bereits am wissenschaftlichen Zentrum vorhandenes Ultrakurzzeit-Spektrometer, das besonders für den Forschungsbereich Quantenkontrolle ausgelegt ist, sei komplett überlastet und für die Entwicklung neuer Mikroskopie- und Nanostrukturierungsverfahren nicht geeignet, sagte der CINSaT-Sprecher. Für die physikalische Forschung, die im CINSaT betrieben wird, aber auch für die wissenschaftliche Arbeit am Fachbereich Naturwissenschaften, spiele das Spektrometer eine wichtige Rolle, betonte auch der Dekan des Fachbereichs, Prof. Dr. Burkhard Fricke.

Das insgesamt 460.000 Euro teure Gerät soll unterschiedlichen Arbeitsgruppen am CINSaT bei ihren Forschungen - insbesondere für intersdisziplinäre Projekte - zur Verfügung stehen. Betreiber werden die Physiker des Fachgebietes "Femtosekunden-Spektroskopie" um Prof. Dr. Thomas Baumert sein. Die Wissenschaftler in Baumerts Arbeitgruppe wollen das Ultrakurzzeit-Spektrometer nutzen, um Strukturen im Nanobereich - in der Größenordnung von einem Milliardstel Meter - zu analysieren und zu beeinflussen.

Die Lichtpulse, die man mit dem Spektrometer erzeugen kann, sind nur billiardstel Sekunden - Femtosekunden - lang und entsprechen so den Zeitspannen, in denen Atome gegeneinander schwingen oder molekulare Bindungen aufbrechen. Werden die Moleküle mit so einem Lichtpuls beleuchtet, kann man die so erhellten für eine chemische Reaktion wichtigen Bewegungsabläufe filmen und dann in Zeitlupe beobachten. Die ultrakurzen und dabei hochintensiven Laserpulse

werden aber auch eingesetzt, um neue chemische und physikalische Prozesse auszulösen. So können erwünschte Reaktionsprodukte mit höherer Effizienz erzeugt, unerwünschte und unter Umständen sogar schädliche Nebenprodukte gleichzeitig reduziert werden.

Info:
Universität Kassel
Fachbereich Naturwissenschaften / CINSaT

Prof. Dr. Frank Träger
tel (0561) 804-4500, fax -4518
e-mail traeger@physik.uni-kassel.de

Prof. Dr. Thomas Baumert
tel (0561) 804-4552, fax -4453
e-mail baumert@physik.uni-kassel.de

Ingrid Hildebrand | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-kassel.de

Weitere Berichte zu: CINSaT Lichtpuls Ultrakurzzeit-Spektrometer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Mikrophotonik – Optische Technologien auf dem Weg in die Hochintegration
21.07.2017 | VDI Technologiezentrum GmbH

nachricht 1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext
20.07.2017 | Hochschule RheinMain

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

IT-Experten entdecken Chancen für den Channel-Markt

25.07.2017 | Unternehmensmeldung

Erst hot dann Schrott! – Elektronik-Überhitzung effektiv vorbeugen

25.07.2017 | Seminare Workshops

Dichtes Gefäßnetz reguliert Bildung von Thrombozyten im Knochenmark

25.07.2017 | Biowissenschaften Chemie