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Solarzellenforschung mit Osteuropa

02.04.2004


EU fördert neues Projekt der Zusammenarbeit von Materialforschern der Universität Leipzig mit Wissenschaftlern aus Minsk und Freiberg sowie der Leipziger Firma SOLARION


Die Kooperationen des Instituts für Mineralogie, Kristallographie und Materialwissenschaften der Universität Leipzig hat unter Leitung seines Direktors Prof. Dr. Klaus Bente einen erneuten Förderungserfolg im Bereich Solarzellenentwicklung erzielt. Die EU hat auf der Basis einer seit 6 Jahren laufenden Zusammenarbeit mit Partnern aus Minsk und bei Federführung des Antrags durch die weißrussischen Kollegen Dr. V. Zalesski und Dr. V. Gremenok 400.000 US-Dollar genehmigt. In diesem über 30 Monate laufenden Projekt, das auf einem bereits bisher erfolgreichen EU-Projekt und ergänzenden Förderungen des Wissenschaftleraustausches mit Osteuropa durch das Sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst aufbaut, sind zudem die Fa. SOLARION (Leipzig) sowie Prof. Möller (Freiberg) eingebunden.

Das Projekt beschäftigt sich mit Solarzellen auf fexiblen Substraten, wobei die Absorber aus Material bestehen, die auf Mineraltypen wie Zinkblende (ZnS) und insbesondere Roquesit (CuInS2) zurückgehen. Die Arbeiten werden im Verbund von Mineralogie, Chemie und Physik durchgeführt, wobei die eigens hierfür entwickelte Herstellung solcher Zellen ohne gesundheitsgefährdende Gase mittlerweile in Russland und Weißrussland patentiert wurde. Während die Produktion entsprechender Solarzellensysteme vorwiegend in Minsk mit Unterstützung von SOLARION stattfindet, wird die auf Halbleiter ausgerichtete analytische Kompetenz von Leipziger Forschern insbesondere des Instituts für Mineralogie, Kristallographie und Materialwissenschaften eingebracht. Diese sind überwiegend in der Fächerübergreifenden Arbeitsgemeinschaft Halbleiterforschung Leipzig zusammengeschlossen.


Im Wechselspiel von charakteristischen Messdaten und Herstellungsparametern werden in dem neuen Projekt Solarzellen mit möglichst hohem Wirkungsgrad und für die Anwendung angepassten Formen durch Verwendung flexibler Substrate produziert. Analoge Zellen mit Absorbern einer Kupfer-Indium-Gallium-Selen-Verbindung auf Glassubstraten haben bereits zu Wirkungsgraden von 11 Prozent geführt und sind Grundlage der Entwicklungen flexibler Zellen. Das Projekt macht deutlich, welche wissenschaftlichen Potenziale angewandte Forschungskooperationen mit Osteuropa bieten.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Klaus Bente
Telefon: 0341 97-36250
E-Mail: bente@uni-leipzig.de

Volker Schulte | Universität Leipzig
Weitere Informationen:
http://www.uni-leipzig.de/~minkrist

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