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Niedersächsische Krebsgesellschaft zeichnet HPV-Studie aus

18.03.2004


Mit ihrem Förderpreis hat die niedersächsische Krebsgesellschaft heute einen Forscher aus Hannover ausgezeichnet. Damit würdigt sie eine Kooperations-Studie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und des Universitätsklinikums Tübingen, die im British Journal of Cancer (2003) 88, 1570-1577 publiziert wurde. Die Mediziner verglichen erstmals unter Alltags-bedingungen einen HPV-Test mit dem Abstrich der Vorsorge-Untersuchung für Frauen. Der ehemalige Studienleiter aus Hannover, Privatdozent Dr. K. Ulrich Petry, ehemals MHH-Abteilung gynäkologische Onkologie und jetzt Chefarzt der Frauenklinik der Stadt Wolfsburg, nahm den Preis heute entgegen. Er ist mit 5.000 Euro dotiert.



Die Studie: Humane Papillomaviren (HPV) sind Warzenviren, die Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Eine Infektion mit den beiden Hochrisiko-Typen HPV-16 und HPV-18 erhöht das Risiko um den Faktor 300, an dem Krebs zu erkranken Ziel der Studie war es, den in der Vorsorge-Untersuchung in Deutschland üblichen Test nach einer bestimmten Färbemethode (Papanicolaou) mit einem in den USA zugelassenen HPV-Test, dem so genannten HC2, unter Alltagsbedingungen zu vergleichen. Die Forscher wollten herausfinden, ob sich die Krebsvorsorge durch den zusätzlichen Test verbessern lässt. Mehr als 9.000 Frauen nahmen teil. Die Studienteilnehmerinnen waren mindestens 30 Jahre alt und kamen zur Routine-Untersuchung zu ihrem Gynäkologen. Gleichzeitig nahmen die Frauenärzte einen weiteren Abstrich für einen HPV-Test, den die Wissenschaftler in ihren Laboren in Hannover und Tübingen untersuchten. Getestet wurde auf Risiko-HPV-Typen. Zur Kontrolle untersuchte der behandelnde Gynäkologe zusätzlich den Gebärmutterhals mit Hilfe einer Spiegelung, der Kolposkopie.

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Das Ergebnis der Studie: Der HPV-Test erwies sich als weniger anfällig und brachte ein besseres Ergebnis als die zytologische Routine-Untersuchung. Vor allem bei Frauen ab dem 30. Lebensjahr bringt der HPV-Test nach den Erkenntnissen der Forscher eine größere Gewissheit. Bei diesen Patientinnen erkannte der HPV-Test fast alle Krebsvorstufen und alle Karzinome.

Weitere Informationen gibt gerne: Privatdozent Dr. K. Ulrich Petry, Klinikum der Stadt Wolfsburg, Telefon: (05361) 80 12 70, E-Mail: kupet@aol.com .

Dr. Arnd Schweitzer | idw

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